Beiträge von Staeffele

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hi Tom! Danke fürs Lob :rolleyes:. Die Situation mit dem Vater entstand nach dem Abpfiff. Allerdings hätte ich schon Skrupel nicht auf den Platz zu laufen wenn ein Kind (egal von welchem Team) verletzt nd schreiend am Boden liegt. Dass können unter Umständen ja auch mal Verletzungen sein die sofort versorgt werden müssen. Ich habe selbst schonmal den Horror erlebt, dass ein Kind vom Gegner seine Zunge verschluckt hat.Nun ist man da in dem blöden Umstand nicht mehr schreien zu können... Da ich selbst ehrenamtlicher Rettungssanitäter bin war es meine Pflicht sofort zu helfen nachdem ich die Situation erkannt habe. Der Schiri hat das nicht sofort gesehen da es in seinem Rücken geschah (also kein Vorwurf an ihn). Nicht zuletzt geschah mein Handeln aus Verantwortung gegenüber dem anderen heraus; aber auch aus einem gewissen Selbstschutz: Hätte ich es nicht gemacht könnte man mich im Nachhinein wegen unterlassener Hilfeleistung belangen. Und dieser Hintergrund hätte auch im oben geschilderten Fall vom Schiedsgericht berücksichtigt werden MÜSSEN. Die bekommen nämlich bei einer eventuellen Klage dann selbst ein gewaltiges Problem und ein ordentliches Gericht hätte dieses Urteil unter Garantie kassiert.

    Hallo TRPietro. Im Grunde genommen hast Du ja recht, wenn Du sagst dass Ruhe bei dem Thema sozusagen erste Trainerpflicht ist. Es geht hier glaube ich ursprünglich auch weniger darum, was ich als Trainer konkret tun kann um damit gut umgehen zu können, sondern vielmehr darum, dass ich als Jugendtrainer gegenüber meinen Kindern die Verantwortung dafür habe dass es ihnen gut geht. Und das nicht nur wenn sie sich bei mir im Verein bewegen. Um derartige Signale von Kindern aufzunehmen muss man ja nicht gleich Vollblutpädagoge sein... Darum ging es hier am Anfang glaube ich ursprünglich. Danach haben wir uns eben gemeinsam Gedanken gemacht wie wir uns selbst dem Verdacht von Vorneherein entziehen können. Dass das Thema insbesondere von den Medien oft zu hoch gehängt wird sehe ich allerdings genau so wie Du!

    Was für ein wunderbares, tolles, geistreiches und vor allem weiterbringendes Argument. Bevor du Unsinn verzapfst: Bitte erst (sofern vorhanden) Hirn einschalten!

    Entschuldige bitte! Ich wollte nicht beleidigend sein und im Übrigen: Wenn ich als Trainer keine Kritik würde einstecken können wäre ich wohl fehl am Platze. Ich finde Deinen Vergleich mit "das Fußballspielen abschaffen" nur reichlich polemisch. Er trägt nix zum eigentlichen Problem bei (wenn es denn überhaupt eines ist). Aus diesem Thread lese ich eigentlich heraus, dass jeder von uns so seine eigenen Vermeidungsstrategien entwickelt hat und das finde ich gut so.

    Hallo Koner! Was extrem den Teamgeist fördert ist ein Besuch einer echten Teamherausforderung für die Jungs: Da fällt mir als erstes ein Kletterpark ein. Dort arbeiten geschulte Kletterer meistens mit einer erlebnispädagogischen Ausbildung. Und die Kids sind als Mannschaft gefordert weil man die Aufgaben dort oft nur in einem Team bewältigen KANN. Das zweite wäre ein gemeinsames Trainingslager oder Zeltlager o.ä.


    Ich wünsch Dir jedenfalls weiterhin trotzdem viel Spaß mit den Jungs!

    Also ich fasse es ja wohl nicht: Die Kinder zu den Eltern schicken. IN DER F-JUGEND???? Wo hast Du denn deine Trainerausbildung "genossen"? Während eines Spiels ist das entweder der Job der Trainer oder (in Absprache) des Schiedsrichters. Pädagogisch absoluter Schwachsinn was Du da verzapfst. Ehrlich und entschuldige bitte meine deutlichen Worte aber das geht ja wohl garnicht.

    Ich fände es auch gut wenn grundsätzlich von der Vereinsführung ein Führungszeugnis verlangt werden würde. Nur alleine verhindert das noch garnichts. Wir selbst haben in unserem Verein das Duschen abgeschafft (einfach durch eine Art ungeschriebene Vorschrift). Nun ist der Bezirk Stuttgart ein Großstadtbezirk und die Anfahrtswege zu den Spielorten meistens nicht länger als 20km. Da lässt es sich auch mal mit ungeduschten Kindern im Auto aushalten. Beim Umziehen sind wir IMMER zu zweit in der Kabine oder lassen die Kabinentüre einfach einen Spalt breit offen. Sollte mal nur ein Trainer da sein so holt dieser sich entweder den meistens bei unseren Spielen anwesenden Jugendleiter oder einen Vater hinzu.


    Wenn Mütter hinzukämen würden meine Kinder streiken da das Schamgefühl bei Neunjährigen nunmal schon sehr ausgeprägt ist (was ich persönlich auch sehr unterstütze). Ich nutze immer mal wieder Gelegenheiten wie z.B. Fahrten zu Auswärtsspielen um mit den Kindern über das Thema Mißbrauch so "nebenher" ins Gespräch zu kommen und vermittle ihnen immer wieder, dass sie niemand da anfassen oder angucken darf wo sie es nicht wollen. Kinder zeigen einem sehr deutlich ob sie mal in den Arm genommen oder "übers Köpfle" gestreichelt werden möchten oder eben nicht. Dann ist es allerallererste Trainerpflicht das zu unterlassen. Rumtoben und dabei Körperkontakt haben baut zwar grundsätzlich Vertrauen auf, darf aber eben nur soweit gehen als dass die persönlichen Grenzen der Kinder nicht überschritten werden.

    Hi! Ja es kommt leider vor und das wie ich feststelle auch in den unteren Altersklassen immer häufiger. Ich habe neulich als Schiedsrichter ein E-Jugendspiel gepfiffen und habe zugegebenermaßen einen ERDENSCHLECHTEN Tag erwischt. Von einer meiner Fehlentscheidungen mitbeeinflusst spielte die Heimmannschaft nach einer 4:1-Pausenführung nur 4:4 weil ich gegen dieses Team einen Elfmeter verhängt habe (Körperkontakt war da, aber der Stürmer fiel nicht kam aber aufgrund des Remplers nicht mehr an den Ball; sagte mir dann aber nach dem Spiel dass er es nicht als Foul empfunden habe).


    Da stürmte nach dem Spiel ein Vater auf mich zu und nannte mich einen Hanswurst und warum ich eigentlich so schlecht pfeifen würde. Die Kritik war zwar im Grunde berechtigt aber weit unter der Gürtellinie geäußert. Sein Sohn hätte sich wegen mir jetzt am Knie verletzt. Die Gastmannschaft spielte hart und ich habe einige kleine Nickligkeiten einfach schlichtweg übersehen. Die Jungs der Heimmannschaft sagten mir via Facebook danach aber durchweg dass sie auch deswegen nur einen Punkt geholt haben, weil sie in der 2. Halbzeit das Kicken vergessen hätten und stattdessen viele Chancen ungenutzt ließen um das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden.


    Solche Attacken kommen im Fußball leider immer häufiger vor und ich denke wir tun als Trainer (ich betreue selbst eine E2-Jugend) gut daran soetwas konsequent an den Verband zu melden. Mehr können wir m.E. nicht tun.

    Grundsätzlich finde ich es richtig, wenn auch in der Halle Knieschützer getragen werden. Aber auch ich habe nicht die Beobachtung gemacht, dass dann härter gespielt wird. Ich glaube eher, dass Fußball in der Halle sozusagen härter aussieht, da die Auswirkungen von Fouls eben heftiger sind als auf einem Rasenplatz.

    Basti81 hat absolut recht! Austicken muss erlaubt sein, solange es sich in einem vertretbaren Rahmen bewegt. Ich denke auch zusätzlich dass man jedem Jungtrainer ein dickes Fell mitgeben muss um sich gegen renitente Eltern zur Wehr setzen zu können. Bei uns in der D-Jugend ist es da momentan Gott sei Dank sehr, sehr entspannt. Es gab aber auch schon andere Zeiten. Ich betreue diese Kids jetzt seit knapp einem Vierteljahr und musste mich, zumindest in den Augen der Eltern, außergewöhnlichen Trainingsmethoden erstmal gegen sie durchsetzen.
    Seitdem ich mit Argumenten überzeugt habe sind Dinge wie Fußballtennis, Einwurfspiel und sogar Dinge wie diverse Fangspiele mit und ohne Ball kein Thema mehr.
    Allerdings muss ich dazu sagen: Ich hätte diese Dinge auch ohne die "Rückendeckung" der Eltern gemacht.


    Was ich in meinem alten Verein renitenten Eltern immer sofort und unmissverständlich klargemacht habe ist die Tatsache, dass wir als EHRENAMTLICHE Trainer arbeiten und JEDERZEIT und ohne vorher jemanden fragen zu müssen, die Kickstiefel an den Nagel hängen könnten.


    Das muss Eltern, die sich so verhalten schlichtweg klar sein!

    In der U13 die 7 jährigen mitspielen lassen :thumbup: Irgendwie läuft hier was falsch.


    @manne44


    Kann es sein, dass Du der größte Fake hier bist? Wenn ich Deine "Tipps" ernst nehmen würde, müsste ich mir glaub ich den nächsten Baum suchen. Außerdem: Wer lesen kann hat Vorteile!!!

    Hallo neuna1975,


    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und dir empfehlen die Kinder wirklich erstmal an die kurze Leine zu nehmen. Auch wenn es komisch klingt: Das freut Kinder (zumindest unter dem Strich) da sie dann wissen, dass sie eine verlässliche Person vor sich haben auf die sie sich absolut verlassen können.
    Kinder testen diese Grenzen nicht deswegen aus, um den Trainer in den Wahnsinn zu treiben sondern damit sie selbst Grenzen kennen lernen und dementsprechende Handlungsweisen erlernen können. Dies ist für ihre Entwicklung zum erwachsenen Menschen unabdingbar und von daher sind verlässliche, feste Bezugspersonen außerhalb der Familie eminent wichtig.
    Nimm die Kinder wirklich mit ins Boot, lass sie gemeinsam mit Dir Regeln aufstellen und erarbeiten. Ich bin mir sicher dass sie dann auch bereit sind sich an diese Dinge zu halten.
    Das wichtigste für dich ist auch: Lass nicht nach in deiner Konsequenz! Sonst verlieren die Kinder den Boden, den du ihnen durch deine Autorität bereitest und auf dem sie sicher ihre Schritte ins Leben machen können.
    Ein kleiner Tipp noch: Zwacke nach dem Trainingsspielchen fünf Minuten vom Training ab und frage die Kinder in insgesamt zwei Runden was sie schlecht und was sie am Training gut fanden. Dadurch fühlen sie sich ernstgenommen und durch die von mir genannte Reihenfolge gehen sie mit einem positiven Eindruck nach Hause.


    Und: Rede sehr viel mit den einzelnen Kindern.

    Jetzt muss ich doch noch ein wenig darüber berichten, wie die Saison zu Ende gegangen ist: Das Spiel nach dem guten Training: ausgefallen, da wir aufgrund von Verletzungen und Krankheiten zuwenige Spieler hatten. Leider konnte das erst am Spieltag selbst gemeldet werden. Konsequenz: Niederlage am grünen Tisch. Kann passieren.
    Danach folgten zwei Spiele in denen wir uns mit motivierten Kindern aus der E-Jugend und sogar älteren Buben aus der F-Jugend (!) ausgeholfen hatten. Die Folge war: Die Großen halfen den Kleinen nach Kräften; sie nahmen sie mit in die Kabine, halfen beim Umziehen, Schuhe binden und mein Käpt`n erläuterte ihnen vor meiner "Ansprache" noch wie sie sich verhalten sollen, Abseits und so weiter...
    Es entstand dadurch ein toller Teamgeist und gemeinsam mit körperlich "schwächeren", aber dafür umso engagierteren Kindern war das Ergebnis ein 5:3-Sieg.
    Die Party nach dem Spiel war die Miniausgabe der Bayern-Meisterfeier in Berlin...
    So werden wir nun mit unserer neu formierten D-Jugend in die Turnierphase gehen. Die werden wir zum Spaß haben und testen benutzen. Das haben wir schon mit unseren Kids vereinbart. Außerdem stehen an den spielfreien Samstagen noch ein paar Trainingstage bei uns auf dem Vereinsgelände an (mit gemeinsamem Mittagessen, 1 Übernachtung in Zelten und einem Besuch im Hochseilgarten).
    Danke für eure Tipps, von denen ich schon einige umgesetzt habe. :thumbup:

    Sorry aber du Scheinst doch selber Schuld gewesen zu sein, es wurde dir doch voher gesagt und wenn man sieht das die Kinder so groß sind läst man das Spiel doch garnicht Anfangen.

    Auch sorry, was ist das denn für ein stumpfer Kommentar? So nach dem Motto: Alle Kinder die größer sind als ihr Altersschnitt stellen wir mal von vorneherein unter Generalverdacht. Das ist fast genauso unsportlich wie via Passfälschung D-Junioren einzusetzen.