Beiträge von luka1

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    Bei einer feststehenden Regel, ....die ja -und das ist mein Kompromiss- nicht zwingend umgesetzt werden muß (Feingefühl des Schiedsrichters), ....aber in einem Extremfall umgesetzt werden könnte (Jemand bekommt die Rote Karte und zerreist sie und macht weiter mit seinem Geschrei, seinen taktischen Anweisungen usw. und lacht sich eins ins Fäustchen), würde ein Eintrag in den Spielbericht gemacht. Dieser Eintrag würde vom Staffelleiter gesichtet und würde die Konsequenz haben, ...das der Verein für das extreme Fehlverhalten seines Trainers ein Ordnungsgeld zahlen müßte. Was meint ihr wohl, ...ob der Jugendleiter da nun hinter der Sache stünde oder nicht, ....der würde sich auf jedenfall mehr und überhaupt garantiert Mühe geben.

    Wenn dafür Ordnungsstrafen fällig würden, wer glaubst Du, würde die auf Dauer bezahlen müssen? Und welcher laute Trainer würde auf Dauer Geld für seine ehrenamtliche Tätigkeit bezahlen?
    Eine solche Regel würde vielen Vereinen die Trainer kosten (sicherlich wären es wohl auch ungeeignete Trainer, nur was ist aus Vereinssicht wohl besser: ein lauter Trainer oder gar kein Trainer?).
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine solche Regel von einigen Verbänden gerne aufgenommen werden würde, aber sicherlich nicht (nur) aus ideellen Gründen.
    Leider ist ein solcher Vorschlag so radikal und wenig erfolgsversprechend, dass es sich eigentlich nicht lohnt, über eine Umsetzung nachzudenken. Aber ich will trotzdem ein paar Gesichtpunkte aufführen:
    1. Trainerentlohnung im Junioren-Bereich (G-E) in Relation zu möglichen Strafen
    2. Finanzielle Situation der Vereine
    3. Schiedsrichteransetzungen bei Heimspielen (wie alt sind die Schiris, welcher Verein stellt sie)
    4. Würde die Regel nur für Trainer gelten, was wäre mit den Zuschauern, gäbe es für die auch Ordnungsgeldstrafen, falls nicht, würde sich vielleicht eine Art "Stille Post" entwickeln, falls ja: welcher Trainer würde für laute Eltern der Gastmannschaft eine Strafe zahlen, oder wie wollte man die Eltern kenntlich machen (Leibchen?).


    Was könnte man also machen?
    - die Strafen dürften nicht in die allgemeine Kasse des Verbandes fließen, sondern müßten z.B. in die Trainerausbildung der "lauten" Trainer fließen (überspitzt ausgedrückt: eine Art eigenfinanziertes "Nachsitzen").
    - Man müßte einheitliche Regeln für alle Verbände in ganz Deutschland aufstellen, schon daran glaube ich nicht! Ein Beispiel: Man nehme den Landesverband SH, man überprüfe Feldgröße und Torgröße in den einzelnen Kreisen. Ergebnis: mal ist ein Feld 45m lang, mal 55m, dann gibt es 3m-Tore und im Nachbarkreis 5m-Tore. Einige Verbände spielen ganz ohne Wertung, einige mit, einige nur ohne Tabellen...


    Ich persönlich finde Ansätze wie einen "Silent Day" ziemlich klasse, ob sie Erfolg haben, wäre sicherlich auch von flankierenden Maßnahmen des Verbandes bzw. des DFB abhängig. Da wir aber sicherlich auf einheitliche Regeln
    in ganz Deutschland lange warten können, könnten wir ja unseren Kreisen einen entsprechenden Vorschlag für einen "Silent Say" machen!

    Hallo André,


    ohne jetzt näher auf den Kampf gegen die WIndmühlen einzugehen, bleibe am Ball und lasse Dich nicht demotivieren. Du leistest mit Deinen Beiträgen einen großen Beitrag zur Verbesserung des Trainings bzw. der Jugendtrainer.
    Trotz allem, können sich die meisten Vereine leider nicht aus den Zwängen befreien. Es gibt zu wenige Jugentrainer, es gibt immer mehr Eltern, die sich massiv einmischen und es gibt immer weniger Nachwuchs (sprich, die Zeiten, der geburtenstarken Jahrgänge sind vorbei). An den entscheidenden Stellen im Verein fehlt es meistens an der Koordination, tja und deshalb braut sich meistens jeder Trainer sein eigenes Süppchen.


    Ich bin zwar noch nicht so lange hier im Forum aktiv, aber viele Beiträge (besonders Deine, André) haben mich schon sehr positiv beeinflußt und ich habe schon viele meiner Aktivitäten kritisch hinterfragt. Es geht vorwärts, zwar nur in kleinen Schritten, aber jeder Schritt ist ein Erfolg!
    Wenn sich aufgrund Deiner Beiträge hier nur einige Trainer kritisch hinterfragen, dann hast Du schon sehr viel erreicht.
    Mach' also bitte weiter so und vielen Dank!

    Hi, ich weiss, es ist hypthetisch was ich sagen werde, aber...


    das Beispiel von Basti 81 beweist eines, nämlich der Verein sollte eine richtige festgeschriebene, vielleicht überarbeitete Philosophie mit einem guten Konzept erarbeiten. Desto besser sie hier vorlegen, desto weniger Probleme gibt es hinterher....

    Man glaubt es kaum, aber diese (selbstverursachte) Problematik gibt es wohl in einigen Vereinen. Bei uns übrigens auch, vieleicht sollte ich einmal einen Vorstoß für eine Vereinsphilosophie wagen!

    Auch ich nehme nur +2 Auswechselspieler mit, also bei 5+1 8 Spieler.
    Man muß ja auch bedenken, dass Hallenturniere meistens knapp 4 Stunden dauern und üblicherweise bei 7 Teams jede Mannschaft 6 Spiele von je 9-11 min. bestreitet. Verglichen mit einem normalen Feldspiel hat man also fast die gleiche Spieldauer, nur verteilt auf 4 Stunden! Ob man also Kindern und auch den mitgereisten Eltern einen Gefallen tut, mit vielen Auswechselspielern anzutreten, muß jeder Trainer selber wissen.

    Hallo Rosario,


    ich danke Dir für Deine Beiträge, viele von uns werden die von Dir geschilderte Situation nur aus Filmen kennen.
    Auf Dein Hitler-Beispiel möchte ich lieber nicht eingehen, denn da irrst Du (90% sind schon eine ganze Menge und wenn Du als Basis alle Jugendlichen nimmst - also nicht nur die aus den Brennpunkten - dann kommt Deine Zahl sicher nicht hin).
    So, nun wieder zum Thema: Zuerst einmal: Du hast mich wirklich sehr beeindruckt und ich respektiere, was Du Dir für einen schweren Job ausgesucht hast. Ich bin auch beeindruckt, dass Du die Kommunikation über ein Forum gewählt hast, das zeigt, dass Du bereit bist, Dir Unterstützung zu holen. Ob Du die Hilfe allerdings hier bekommen wirst, bezweifle ich, denn Du brauchst hierfür ausgebildete Personen (Streetworker - gibt es die auch für den Fußballbereich?).
    Trotzdem hast Du schon sehr viel erreicht, sowohl auf dem Platz mit Deinen Regeln, als auch hier im Forum. Ich glaube kaum, dass ich Dich hätte respektieren können, wären wir uns auf dem Platz begegnet. Deine Beiträge hier im Forum haben mich aber zum Nachdenken angeregt - und dafür danke ich Dir!


    Zur Situation: Euer Ruf ist sicherlich versaut, aber ihr selber könnt ihn aufpolieren. Jedes Spiel, was nicht abgebrochen wird ist ein Erfolg, jede Beleidigung, die ihr ertragt ohne auszuflippen, ein Sieg.
    Wie man aber in einer emotionalen Spielsituation so cool bleiben kann, dass man bei offensichtlichen Benachteiligungen ruhig bleibt, kann ich Dir leider auch nicht sagen (daher auch mein Hinweis auf professionelle Hilfe).
    Vielleicht gibt es bei Euch in der Gegend spezielle Programme zur Konfliktbewältigung? So könnte ich mir vorstellen, dass euch jmd. regelmäßig besucht (also z.B. im Training eingebunden) und Konfliktsituationen an Fallbeispielen "simuliert". So etwas gibt es doch auch schon an Schulen, warum sollte das nicht auch beim Fußball klappen. Ob es solche Programme gibt, weiß ich nicht, aber informiere Dich doch einmal!


    Ich wünsche Dir und Deinem Team viel Glück und hoffe, dass Du ab und an einmal von euren Fortschritten hier berichten wirst!

    Hallo Remko,


    sorry, nicht Du bist blöd, sondern die Leute vom Kreisverband. In unserem Verband beginnen die Hallenkreismeisterschaften erst ab den E-Junioren, und die spielen auch schon mit Punkten und Tabellen.
    Eventuell solltest Du Dich beim Landesverband beschweren!

    uups, ich hatte mich um ein Jahr vertan, Du trainierst also den jungen Jg., und die spielen dann im nächsten Jahr noch F zusammen. Einen jungen Jg. in der nächsten Saison E spielen zu lassen, halte ich nur dann für sinnvoll, wenn es wahre Überflieger wären, die in eurer Mannschaft permanent unterfordert wären oder wenn der junge Spieler schon einige Jahre im Team spielen würde und mithalten könnte.
    In Deinem Fall also ist also völlig klar und plausibel, nur der ältere Jg. muß wirklich gehen, die jüngeren sollten altersgerecht spielen, und wenn ihr Probleme habt, in der E Spieler zu bekommen, könntet ihr ja auf "Leihbasis" zusammenarbeiten (das ist taktisch auf Dauer aber sicherlich nicht so klug, wenn Du den Spieler auf Dauer bei euch im Team halten möchtest).

    Hallo Sascha,


    mein Tipp lautet:


    Aushelfen auf freiwilliger Basis bis zum Saisonende ist ok.
    Deine Argumente gegen einen vorzeitigen Wechsel: Du hast die jetzige Mannschaft aufgebaut, hast sogar einen Aufnahmestopp verhängen müssen, hast im Vorfeld Gesprächsbereitsschaft über eine gerechte Aufteilung zwischen F1 und F2 anklingen lassen, hast sogar für Sponsoren gesorgt (das würde ich in einem Nebensatz fallen lassen) und erwartest vom Verein Planungssicherheit während einer laufenden Saison. Ohne Planungssichertheit könnte ich als Trainer nicht arbeiten und würde dann sogar soweit gehen, den Verein zu verlassen (es gibt hoffentlich noch weitere Vereine in der Umgebung?).
    Ab der nächsten Saison solltet ihr gemeinsam an einer gerechten Aufteilung arbeiten (wesentlich ist hierbei, ob es sich um jüngere oder ältere Spieler also 2000er oder 2001 er handelt). Wenn es um einen 2001er Spieler geht, hast Du noch ein Argument gegen einen Wechsel, denn dann würde er wohl in der nächsten Saison mit der F1 in die E aufrücken. Es hängt also auch davon ab, ob Du überhaupt und wenn ja wieviele ältere Spieler Du hast.
    Und ja, Andre hat es schon gepostet, der Willen des Kindes (und natürlich der Eltern) ist entscheidend, wenn beide nicht wollen, dann sollte das auch berücksichtigt werden. Wie gut ist euer Kapitän denn überhaupt? Zählt er zu den "Überfliegern", dann würde ich, auch wenn er Jg. 2001 wäre, dazu tendieren, ihn in der nächsten Saison abzugeben. Wenn er "nur" richtig gut ist, dann würde ich ihn als Jg. 2001 nur abgeben, wenn nicht genügend 2000er für die nächste Saison zusammenkommen.

    Hallo Tomminator,


    da muß ich dann auch einmal einhaken, denn ich hatte am letzten Wochenende die Chance, ein solches Handballspiel (Mädchen, ca. 9-11 Jahre) anzuschauen. Von der 3:3 Regel hatte ich bis dato nichts gehört, war zuerst (theoretisch) begeistert, mußte dann aber im Spiel mit ansehen, dass Theorie und Praxis doch manchmal weit auseinanderklaffen. Letztendlich standen die 6 in der Nähe der Mittellinie herum und erwarteten den Ball. Die eine Mannschaft hatte eine recht gute, körperlich weit überlegene Spielerin und die hatte gegen 3 noch weniger Probleme, als in der 2. Hälfte, als wieder "normal" gespielt wurde. Mit Handball hatte die 1. Hälfte nichts zu tun.
    Wenn ich mir das Ganze beim Fußball vorstelle, dann vermute ich, dass auch dort ein paar "bessere" Spieler alles alleine machen würden, denn sie hätten nach Ausspielen nur eines Gegners zumeist freie Bahn.

    Hallo Alice,


    Du gibst Dir wirklich sehr viel Mühe und von einigen Eltern wird das sicherlich auch "honoriert". Aber: wenn ich mir Deine Kadergröße (und Zusammensetzung) und den Kader der F2 ansehe, dann dürftet ihr insgesamt gesehen, zu wenig Kinder in beiden Mannschaften haben.
    Eventuell wäre es im nächsten Jahr sinnvoll, eine "Spaßtruppe" und eine ernsthafte Mannschaft zusammenzustellen. Dann werden zwar einige jüngere Kinder nicht in Ihrer Alterstufe spielen, aber das wäre sicherlich besser, als sich permanent mit nicht erscheinenden Kindern herumzuschlagen.
    Ihr könntet die verbleibende Spielzeit nutzen, um auf diese Mannschaftsaufteilung hinzuarbeiten. Vielleicht reißt sich ja der eine oder andere doch noch zusammen.
    Noch besser wäre aber eine Aufstockung Deines Teams um ein paar zuverlässige Spieler! Dann wärst Du nicht so auf die unzuverlässigen Kinder angewiesen!
    Wichtig ist natürlich, dass sich die zukünftigen Trainer der E1 und E2 (2010/2011) einig sind, also das mußt Du dann vorher klären.


    Viel Glück


    Lutz

    Hallo ak283,


    zuerst einmal: Du hast meinen vollen Respekt, dass Du Dich als junge Frau diesem "Kampf" stellst. Bitte lasse Dich nicht entmutigen, denn Du hast wirklich eine sehr schwere Aufgabe übernommen.
    So, nun aber zum Thema: Im Großen und Ganzen sehe ich es ähnlich wie Andre, ein Elternabend wäre normalerweise das Richtige, nur wird wohl kaum jmd. erscheinen. Vielleicht kannst Du die Hallensaison nutzen, um einen Elternabend direkt nach dem Training anzusetzen (falls viele Kinder einzeln abgeholt werden - was ja leider auch nicht die Regel ist). Ansonsten mußt Du wohl den mühsamen Weg der Einzelgespräche gehen, ohne männliche Unterstützung wirst Du aber noch zusätzlich gegen die Mentalität kämpfen müssen, diesen Kampf wirst Du alleine leider verlieren.
    Auch den Vorschlag, die Mannschaft vom Spielbetrieb auszuschließen, halte ich für sinvoll (wenn die Vereinsinteressen nicht gegenläufig sind). Eventuell kannst Du im Frühjahr die harte Linie "testen" und falls keine Besserung in Sicht ist, wird für die nächste Saison keine Mannschaft für den Spielbetrieb angemeldet.
    Zur harten Linie: kein Einsatz eines Kindes, wenn es zu spät kommt (auch wenn dann zu wenig Spieler auf dem Feld sind), kein Einsatz wenn ein Kind unentschuldigt beim letzten Training vor dem nächsten Spiel fehlt (auch hier zur Not in Unterzahl antreten oder Ersatz aus der 2. Mannschaft holen). Schreibe Dir ein paar Grundregeln auf, die Dir wichtig sind und versuche dann in Einzelgesprächen, die Inhalte zu übermitteln (wichtig ist natürlich, dass die Regeln verstanden werden und nicht nur genickt wird). Und ganz wichtig: suche Dir Unterstützung, vielleicht einen Spieler aus einer älteren Juniorenmannschaft !
    Viel Glück und wenn es nicht klappt, nicht verzagen und lieber eine andere Mannschaft übernehmen (es liegt nicht an Dir!).