Beiträge von Elternteil

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    Natürlich könnte es das. Das ist aber in unserem Kulturkreis eher unüblich. Hier haben die Umkleidekabinen Duschen. Und das nicht ohne Grund.


    Hast Du schon mal Mannschaftssport gemacht? Wahrscheinlich nicht.


    Na rate mal wo ich das "prikelnde" Erlebnis, von dem ich berichtete, hatte?



    Es steht doch außer Frage, dass die Eltern das letzte Wort dbzgl. haben und letztendlich entscheiden, wo ihr Kind duscht. Der Aufruf eines Trainer der 'Duschpflicht' nachzukommen richtet
    sich m.E. an eine Mannschaft. Nicht an ein einzelnes Kind.
    Wenn dieses einzelne Kind aber nun gerade der Sohn von Herr und Frau Elternteil ist, dann grenzt ihr es aktiv aus, wenn seine Sportkameraden duschen.
    Was dann passiert kannst Du dir vielleicht vorstellen.


    Merkst Du nicht, dass gerade Du mit deiner 'Duschpflicht' dazu beiträgst, das Kinder einem Gruppenzwang ausgesetzt werden.


    Eine Duschpflicht macht keine besseren Fußballer oder Menschen. Insofern wende ich sie auch nicht an. Jedoch das Wort 'Pflicht' impliziert keine Strafen oder Ähnliches.
    Lediglich die Konsequenz, dass der, der nicht duscht, ein Schwein ist. Und das unterschreibe ich.
    Von daher schlage ich vor, die Kirche im Dorf zu lassen.


    Das Kind kann sich genauso gut nach dem Spiel /Training zu Hause waschen. Ich würde einfach den Eltern die Wahl lassen, ob die Kinder im Verein oder zu Hause duschen.


    ja, elternteil, das ist eine hexenjagd, die endlos ist und sich auf alle öffentlichen räume und die familie erstrickt...
    nur mal so nochmals im verein: was ist, wenn das kind sich verletzt und der trainer fasst es an, zwecks hilfeleistung?


    Es ist ja wohl ein "kleiner" Unterschied, wenn man sich um ein verletztes Kind kümmert oder die Kinder zwingt sich regelmäßig zu entkleiden.


    ich finde, das ist ein monster, das du aufmalst...


    Es ist kein Monster was aufgemalt wird, sondern Tatsachen: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,685043,00.html

    bei allem respekt, was dir wiederfahren ist und meiner aufrichtigen anteilnahme, aber wir leben in dieser welt so wie sie ist und wie wir sie gestalten.
    unsere aufgabe ist es unsere kinder zu stärken und zu schützen, nicht sie zu verstecken. das ist mir zu krass und geht mir zu weit.
    wo bleibt denn da die lebensqualität? eine umgebung voller angsträume? nein danke.


    Zu einer Lebensqualität gehört auch Freiräume zuzulassen! Und ein Duschzwang ist genau das Gegenteil! Wer auf einer Duschpflicht besteht macht sich m.E. verdächtig.




    und übrigens, was meinst du denn was passiert wenn ein "fremder" in eine kabine voller 12 jähriger geht und sagt ich dusch dann mal mit?


    Wieso nur der Fremde? Ich habe es oft genug erlebt, das sich unterschiedlichste Generation an Spielern und auch Trainer gleichzeitig in einer Kabine umgezogen oder geduscht haben.

    eine duschpflicht bedeutet noch lange nicht, dass der trainer anwesend ist oder gar mitduscht.


    Sicher, aber es signalisiert einem Pädophilen (muß ja nicht der Trainer sein) hier existiert eine Duschpflicht, hier gibt es nackte Kinder zu sehen. Sprich es lockt sie an.


    da die jungs ja relativ selten in der b noch von den eltern abgeholt werden, legen sie wert darauf, lecker zu riechen wenn sie in der bahn sitzen...


    Die Wahrscheinlichkeit das Jungen in der B-Jugend Opfer eines Pädophilen werden ist m.E. deutlich geringer als für jüngere. Das Durchschnittsalter der missbrauchten Jungen liegt zwischen 10 - 12 Jahre (Quelle: http://www.hab-keine-angst.de/informationen_mannopfer.php3).

    Habe selber in meiner Jugend erlebt wie sich ein Pädophiler "Appetit" unter den Duschen bzw. im Umkleideraum bei Jungen (wir waren damals so um die 12 Jahre alt) geholt hat. Ich würde daher dringenst empfehlen den zu Verein wechseln, wenn in einem Verein eine "Duschpflicht" eingeführt wird. Wie verhält es sich eigentlich mit einer Sperre, wenn man den Verein auf Grund einer z.B. durch den neuen Trainer eingeführten Duschpflicht wechseln will oder vom Verein ausgeschlossen wird, weil man die Duschpflicht ignoriert?

    Vielen Dank für die umfangreichen Antworten!

    Hier erst mal ein paar Grundsätze, damit du überhaupt weißt, was die angesprochenen "Trainer" überhaupt falschmachen:
    - sie beharren auf Positionen, die grundsätzlich bis zum Leistungsalter (also ungefähr ab C - Jugend) in der Jugend nichts verloren haben

    Gibt es dazu Literatur oder Vorschriften, die ich zitieren könnte?

    - dein Sohn verliert nicht nur die Lust am Fußball, er wird auch nicht technisch- und taktisch flexibel ausgebildet, sondern "erlernt" schon jetzt die Positionstreue

    Ja das fürchte ich auch, obwohl ich Fußballleihe bin.

    der F3 - Trainer denkt leistungsorientiert; ideologisch nicht vereinbar mit Kinderfußball

    Mittlerweile ist er ja E3 - Trainer, bei unserem Fußballverein scheinen die Trainer den Kindern ein "Leben lang" erhalten zu bleiben! ?(

    typischer Murks im Kinderfußball: schwächere Kinder kommen nicht zum Einsatz -> bekommen keine Möglichkeit sich auszuzeichnen, lernen das Bankdrücken etc.

    und verlieren die Lust

    - "Kondition" kann vernachlässigt werden, weil die Kinder diesen Alters ähnliche Ausdauerergebnisse erzielen (sollte generell unteren Jugendbereich keine Rolle im Training spielen)

    Im Training nicht, aber im Spiel bei nur ein oder zwei Auswechselspielern schon, zumal wenn man bestimmte Kinder lieber nicht Auswechseln will.

    Warum bietest du dich nicht als Trainer an? So wie es sich anhörte, sucht euer Verein (wie bei vielen anderen) Übungsleiter und der Einstieg dürfte auch nicht so schwer sein, wenn zwei Väter das übernehmen können. Du könntest deinen Sohn dan selbst trainieren (Wärst aber natürlich auch nicht besonders objektiv).

    Leider habe ich aus beruflichen Gründen nicht genug Zeit und ehrlich gesagt fände ich es besser wenn ein neutraler Trainer das machen würde.

    das Training hast du ja
    nicht angesprochen.

    Nun das gestaltet sich meist aus Zuspielübungen, Rennübungen und Schüssen auf das Tor. Standartsituationen wie z.B. Freisstöße oder Ecken werden wenig bis garnicht geübt. Die letzten 10 Minuten von den 1,5 Stunden Training gibts noch nen kleines Spiel (5 gegen 5 wenn alle 10 Kinder da sind). Es wird zweimal die Woche trainiert. Die zwei Torwarte kriegen ein Extratraining in Form von Spring und Fangübungen, hauptsächlich dienen sie aber zum Zurückschießen des Balls aus dem Tor.

    Was sagt der Jugendleiter/Obmann dazu. Es kann ja nicht im Sinne des Vereins
    sein, dass Kinder im F/E Jugendalter auf Grund des Trainerverhaltens den Verein
    verlassen.

    Von insgesamt 18 Kindern haben schon 8 das Fußball spielen aufgehört bzw. den Verein gewechselt, anscheinend interessiert das aber keinen.

    Mit dem aktuellen Trainer hast du gesprochen und
    offensichtlich nichts erreicht. Wie sehen es denn die anderen Eltern? Offensichtlich
    sind ja noch mehr betroffen, und es könnte durchaus Sinn machen, wenn die
    Trainer eben von mehreren Eltern auf einem Elternabend auf die Missstände
    angesprochen werden.

    4 der 10 Kinder sind Trainerkinder bzw. von aktiven Fußballspielern und werden entsprechend hofiert, der Rest der Eltern zeigt wenig Interesse.

    Vereinswechsel kann eine Lösung sein, aber da besteht das
    Risiko vom ?Regen in die Traufe? zu kommen. Gerade wenn das zusammenstellen von
    einer schlagkräftigen Mannschaft ausgelobt wird.

    Aber das kriegt man bei einem "Probetraining" warscheinlich nicht raus!?

    So wie du die Gesamtsituation bei euch beschreibst, ist der ExTrainer immer noch ein treibender Kern.

    Ja er hat dieselbe Philosophie wie der Haupttrainer. Der CoTrainer welcher letzthin einen Trainerlehrgang gemacht hat, weis bestimmt um die Defizite, hat aber offensichtlich zu wenig Einfluß.

    Das von dir beschriebene Trainergespann wird immer auf Erfolg/Sieg spielen.
    Du wirst sie nicht Ändern, was zum Umdenken helfen könnte währe evtl. ein Lehrgang. Das hieße, du sprichst die Probleme im Verein an ...
    Ob das die Situation bereinigt? Wann das sein wird? Ob überhaupt steht in den Sternen - der Leittragende wird aber dein Sohn sein.

    Ich fürchte Du hast recht.

    Zum Werdegang meines Sohnes:


    War knapp 3 Jahre lang Torwart. Hatte nach 2 Jahren keine Lust mehr auf "nur" Torwart (wollte auch mal auf dem Feld spielen), wurde aber vom Trainer weiterhin ins Tor gezwungen. Ende des 3. Jahres Totalverweigerung als Torwart - mein Sohn wurde immer agressiver wenn er zum Training musste. Nach dem ich dem alten Trainer klargemacht hatte, das mein Sohn nie wieder als Torwart spielen will, wurde er aus der Stammanschaft (F3) herausgenommen und in die F2 gesteckt. Begründung des Trainers: "Er hat zuviele Defiziete, den können wir nicht in der F3 spielen lassen".


    Während der F2 Zeit meines Sohnes verliesen 2 Kinder der F3 (welche hauptsächlich als Reserve dienten) den Verein, da sie wenig zum Einsatz kamen und/oder die agressive Art des Trainers nicht verkrafteten. Da sich mein Sohn mittlerweile in der F2 als ordentlicher Feldspieler heraus kristallisierte, wurde er zum Ersatzspieler für die F3, wo es zwischenzeitlich einen Trainerwechsel gab (ein Spielervater wurde Haupttrainer, ein zweiter Spielervater CoTrainer und der alte Trainer mischt aber auch noch mit). Allerdings kam er kaum zum Einsatz und wenn ja, dann ausschließlich als Abwehrspieler. Aussage des neuen Trainers: "Da fehlt es noch an Kondition und Geschwindigkeit".


    Leider veränderte sich unter den neuen Trainern wenig:


    Die Kinder wurden weiterhin angeschriehen, beschimpft und wenig Lob ausgesprochen. Die Söhne von den beiden neuen Trainern dürfen die Ecken bzw. Freistöße schießen und werden im Spiel nur ausgewechselt, wenn es nicht anders geht. Es findet fast kein Wechsel der Positionen (Stürmer bleibt Stürmer, Abwehrspieler bleibt Abwehrspieler) statt, aiußer einer der Stürmer fehlt. Schwächere Kinder werden kaum in Spielen eingesetzt und wenn ja, dann nur wenn das Spiel sicher gewonnen oder verloren ist.


    Mein Sohn spielte zeitweilig in der E3 Jugend als fester Abwehrspieler, da weiterhin eine Abwanderung von Kindern stattfand und somit die Personaldecke sehr dünn wurde. Ein Junge der auf Grund schulischer Schwierigkeiten zwischenzeitlich das Fußballspielen unterbrach, ist jetzt wieder dabei und prompt steht mein Sohn wieder einen Großteil der Zeit am Feldrand. Daraufhin fragte mein Sohn den Haupttrainer warum er nicht vielleicht auch mal für den Stürmer X ausgewechselt wird, schließlich ist der doch viel langsamer als er und verliert praktisch alle Bälle im Zweikampf. Die Antwort des Trainers lautete: "Du bist ein viel zu guter Abwehrspieler, auf Dich kann ich nicht verzichten". Anmerkung zum Stürmer X: Der Junge war früher ein sehr guter Stürmer, aber auf Grund seiner starken Gewichtszunahme sowie geringen Trainigsteilnahme ist er leider nur noch ein Schatten seiner selbst.


    Bei einem Spiel durfte er dann dochmal als Stürmer ran, da der Haupttrainer keine Zeit und der CoTrainer das Sagen hatte. Prompt schoß er ein Tor, gab gute Vorlagen für weitere Tore und war glücklich.


    Ich fragte den Haupttrainer wieso er an diesem strarren Konzept -Stürmer bleibt Stürmer, Abwehrspieler bleibt Abwehrspieler- festhält und nicht auch mal Abwehrspieler als Stürmer und umgekehrt einsetzt. Die Antwort war, das es schon schwer genug ist den Kindern das richtige Spielen beizubringen und die Abwehrspieler durchaus mal vorziehen dürfen um einen guten Pass oder ein Fernschußtor zu machen. Anmerkung von mir: Wenn sie das machen werden sie postwenden zusammengeschissen, das sie ihre Verteidigungsaufgaben vernachlässigen oder es kommt der Kommentar "Was soll der Fernschuß, das wird doch sowieso nichts".


    Da mein Sohn wieder Anzeichen von Frust zeigt, muss sich was ändern, da er eigentlich sehr gerne Fußball spielt.


    Möglichst objektiv betrachtet (sofern das als Elternteil überhaupt geht), ist er vom Typ her eine Kämpfernatur. Er hat leichte Mängel im Speed (er hat etwas Speck auf den Rippen), dafür einen guten Überblick für Pässe etc., ist recht beweglich und hat eine große kompakte Statur.


    Ein Nachbarverein sucht derzeit Kinder für die E-Jugend, um eine Zitat "schlagkräftige Mannschft aufstellen" zu können. Allerdings klingt das schon wieder nach Erfolgsdruck. Ferner spielt ein Klassenkamerad von meinem Sohn in einem anderen Fußballverein, wo die Personaldecke auch dünn ist, eventuell könnte er auch hier unterkommen. Oder würdet Ihr versuchen das sich was in seinem jetzigen Verein ändert - wenn ja wie?