Südtirol/Italien
Beiträge von GregR
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Andere Länder, andere Sitten.
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Wo trainierst du eigentlich in der Saison 10/11 eine U13 mit Jahrgängen 97 und 98? Bei uns ist U13 in dieser Saison die Jahrgänge 98 und 99.
Bin ich der Einzige, dem das auffällt oder leide ich an Wahrnehmungsstörungen?Nicht in Deutschland, das sollte doch aber keine Rolle spielen.
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Freut mich, dass mein Thread zu einem derart großen Interesse geführt hat. Zumal ich den Titel des Eintrags heute lieber von „schwache Spieler“ auf „neue Spieler“ umbenennen würde.
Mit „schwach“ muss man immer vorsichtig sein. Es gibt nämlich solche und solche. Der Eine besitzt einfach nicht die motorischen Fähigkeiten, kann aber recht motiviert sein, der Andere hat einfach einen Traingingsrückstand, weil er nur unregelmäßig am Training teilgenommen hat. Was in diesem Alter oft auf das Desinteresse seiner Eltern zurückzuführen ist. Das kann ich als Spieler-Vater bestens nachvollziehen. Es gibt einfach Zeiten, an denen die Jungs keine Lust haben und am liebsten nicht zum Training gehen würden oder gar ganz aus dem Training aussteigen möchten. Und genau da sind die Eltern gefragt.
Aber nun zu meinem Fall. Ich bin zur Einsicht gekommen, dass es einfach kein Patentrezept gibt. Einige Ratschläge sind zwar sehr gut, aber andere sind für mich reine Theorie und lassen sich für nicht anwenden. Ich glaube, es hängt oft vom Typ des Trainers ab und von den Kindern mit denen er es zu tun hat. Was für mich gut sein kann, funktioniert bei einem anderen Trainier überhaupt nicht. Jeder muss für sich selber den besten Weg finden. Dabei allerdings bereit sein, Kompromisse einzugehen und auch mal bereit sein, von seinen Zielen abzugehen.
Ich bin genug selbstkritisch, um zu verstehen, dass ich an mir selbst arbeiten muss. Aber, ich hab es in den letzten Jahren auch schon geschafft, Ziele zu erreichen, im Grunde ein gesundes Verhältnis mit den Jungs zu schaffen, für sie sozusagen gleichzeitig ein strenger Trainer und Kumpel zu sein. Das haben mir nicht nur die Jungs, sondern vor allem Eltern und Funktionäre immer wieder bestätigt.
Leider ist es dieses Jahr anders gekommen. Ein großer Kader, viele neue Jungs, teilweise ohne Betreuer auf dem Feld, pubertierende Jungs.
Für mich ist das Problem nicht gelöst, indem ich das Amt hinschmeise. Ich will da durch, es macht mir einfach zu großen Spaß. Auch wenn es dann wieder schwierige Zeiten gibt, aber die positiven Momente überwiegen immer wieder. Ich werde meine Methoden und die Übungen grundlegend ändern, damit es den Jungs nach 5 Jahren nicht langweilig wird. Damit hole ich mir neues Selbstvertrauen und es wird auch wieder klappen. Der Wunsch nach Perfektion muss nachlassen.Und ja, das heutige Training war wieder von der besseren Sorte. Trainingsbeteiligung wie immer hervorragend, tolle Übungen, viel Spaß und den Kindern hat’s getaugt.
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Vielen Danke für eure Mühe.
Leider bin ich mit meinem Latein am Ende. Habe zwar einige Ratschläge befolgt, die Situation will sich aber nicht bessern.Was habe ich konkret unternommen:
_für bestimmte Übungen zwei gleichwertige Gruppen gebildet, eine wurde von mir betreut, die andere von meinem Betreuer
_vier erfahrene Spieler zu Führungspersonen ernannt, welche zusätzlich für Disziplin während des Trainings sorgen sollen
_die sogenannten „schwachen“ Spieler in der Gruppe integriert und mit einigen auch Einzelgespräche geführt
Was funktioniert nicht, zw. was stört mich:
_jeder geringster Anlass wird dazu genutzt Unfug zu betrieben (Bälle werden herum geknallt, gegenseitig herum geschubst, lautstark Äußerungen, Raufereien, usw.)
_ständig dauert es eine Ewigkeit bis alle Beteiligte für eine Übung bereit stehen
_einige Kinder horchen nicht zu wenn Übungen erklärt werden, folglich wird im Anschluss der ganze Spielrhythmus während der Einheiten gestört
_die“ Schwachen“ werden belächelt (oft auch zu recht, weil sie vorhin nicht zugehört haben, bzw. unkonzentriert agieren)
_einzelne Kinder sind frech und ungebildet, haben immer was zu meckernNun es kann ruhig sein, dass ich zu hohe Ansprüche stelle. Aber leider lernt mich meine Erfahrung aus vergangenen Jahren, dass es auch besser gehen kann. Gut, ich hatte zwar nie einen Kader dieser Größenordnung. Aber ich sehe und höre bei anderen Trainern, dass es trotzdem funktionieren kann. Ich kriege eigentlich in meinem Leben alles recht gut auf die Reihe (43 Jahre, Vater von 2 Jungs, beide spielen Fußball, der eine in meiner Mannschaft). Aber seit ca. 3 Wochen fange ich an, an meinen Trainerfähigkeiten zu zweifeln. Somit ist auch schon ein wichtiges Spiel in die Hose gegangen (es lag an der Unkonzentriertheit und am Disziplinmangel einiger Spieler).
Bin ich zu laut? Kommt meine Stimme nicht an? Habe ich die falschen Übungen? Bin einfach ratlos …
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Hallo!
Habe heuer das Glück, mit einem starken Kader zusammen zu
arbeiten. Den Kern der Mannschaft betreue ich schon das 5. Jahr, andere sind im
Laufe der Zeit dazu gekommen, weitere Spieler habe ich dieses Jahr erhalten. Es
geht um Spieler vom Jahrgang 97 und 1998.Nun ist es leider so, dass in den letzten 14 Tage 4 Spieler
dazu gestoßen sind, welche wirklich sehr schwach sind. Zum einen merkt man,
dass sie in den letzten Jahren nicht regelmäßig am Fußballtraining teilgenommen
haben, zum anderen fehlt ihnen auch die nötige Motivation. Meines Erachtens
sind es genau solche Kinder, die nur von den Eltern geschickt werden.Zumal ich mit dem Rest wirklich eine starke Truppe habe,
ergeben sich mit diesen Spielern einige Probleme. Das Größte davon ist, dass
sie vom Rest der Truppe ständig wegen ihrer Schwächen ausgelacht werden. Außerdem
stören sie einfach den Trainingsfluss.Nun bin ich der erste, der sie nicht los werden will. Aber
eine Lösung muss ich finden. Das Training darf nicht darunter leiden.Wie kann ich also mein Training gestalten, ohne dass die
Entwicklung der willigen Spieler gestört wird? Wie können die Schwachen vom
Training profitieren?Danke im Voraus für eure Hilfe.
