Beiträge von Dirk Foterek

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    Der Text von fluegi11 ist klasse und regt einen richtig zum Nachdenken an.Wir Erwachsenen haben ganz andere Prioritäten als Kinder.Hier zählt nicht nur der Sieg,der Erfolg.Sondern ganz andere Dinge.Aber auch in anderen Bereichen hat man manchmal Erfahrungen,die einen innehalten lassen.Ganz aktuell ist es mir widerfahren: meine Truppe, eine U-15 Mädchenmannschaft,habe ich vor 21/2 Jahren übernommen.Sie dümpelte auf dem drittletzten Platz der U-13 Staffel vor sich hin.In der darauffolgenden Zeit sind wir in die U-15 gekommen,haben innerhalb zweier Saisons acht Titel gewonnen und sind vor drei Wochen Meister geworden.Das Team ist gewachsen,die Stimmung war immer sehr gut und der Zusammenhalt in der Truppe vorbildlich.Dachte ich.Doch am Tag nach dem letzten Saisonspiel platzte die Bombe.Beschwerden,offene Revolte,Chaos.Wir waren alle wie vor den Kopf gestoßen und total überrascht,ja sogar hilflos,weil wir uns nicht erklären konnten,was da los war.Vier von zwanzig Mädchen haben das Team nach und nach durch gezielte Aktionen negativ beeinflußt und auf ihre Seite gebracht,zumindest die etwas labilen Mädchen.Schwächere,die aber nicht mitziehen wollten,wurden privat,in der Schule,im Chat eingeschüchtert und gemobbt,die starken Mädchen,die schon Persönlichkeit haben,wurden umgangen.Die Sache entwickelte sich so drastisch,dass ich mein Traineramt aufgeben wollte,es eigentlich für mich auch schon beschlossen hatte,da ich der Meinung war,wenn du soetwas nicht merkst bist du hier falsch.Und dann kamen die Eltern auf den Plan,"weckten" unsere Führungsspielerinnen,setzten unseren Vorstand unter Druck,damit die vier Damen entfernt würden und wuschen mir den Kopf mit der ganz klaren Aufforderung,im Interesse der Mädchen UND der Eltern weiter zu machen.Das tolle ist die Motivation der Mädchen aber besonders der Eltern für ihr Tun und Handeln.Nicht die Prioritäten,die Verein und Trainer für so wichtig erachten,wie Erfolg,Titel,
    sportliche Entwicklung waren der Grund,sondern die Gemeinschaft.Uns war es in den 2 1/2 Jahren unbemerkt und unbewußt gelungen,eine Gemeinschaft zu bilden.Familien,die sich vorher nicht kannten,nicht zusammen gesprochen hatte,keinerlei Kontakt zu einander hatten,obwohl ihre Kinder gemeinsam in einer Mannschaft spielten,wurden zu Freunden,die sich trafen,Freizeit gemeinsam verbrachten,miteinander sprachen.Und das wollten sie bewahren,weil sie es für wertvoll erachten.
    Ich meine,dies ist eine tolle Sache,die uns auch daran denken lassen sollten,dass es mehr gibt als den bereits erwähnten Erfolg,die fußballerische Weiterentwicklung und Meisterschaften,Siege und Punkte.Und hier waren es einmal nicht die Kinder,die den Verantwortlichen die Augen geöffnet haben sondern die Eltern selbst.
    DF

    Hi Maggi,vielleicht kann ich dir helfen. Ich habe zwei U-15 Mädchenmannschaften und auch bei mir ist das Leistungsgefälle sehr groß. Da kannst du nur in Gruppen trainieren,aufgeteilt nach Leistung.Sonst sind die einen schon überfordert,während die anderen sich langweilen.Hilfreich ist es da,wenn du einen Co-Trainer hast.Falls nicht,muß eine der stärkeren Spielerinnen beim Training mithelfen.Ich habe beim training meißtens 25 bis 30 Mädchen zwischen 12 und 15 jahren und das klappt sehr gut. Vorraussetzung ist natürlich Disziplin.War bei uns auch nicht von Anfang an.Versuch einmal da die Mannschaft in die Pflicht zu nehmen.Setzt euch zusammen und definiert gemeinsam die Ziele für die neue Saison.Überlegt,wie ihr diese Ziele erreichen könnt und legt für jeden fest,was er dazu beitragen kann.Legt dies schriftlich fest.Bildet eine Art Mannschaftsrat von 4 oder 5 Mädchen,die aufgrund ihrer Leistung oder ihrer Persönlichkeit einen gewissen Stellenwert in der Mannschaft haben.Die können dann Verantwortung übernehmen und mithelfen,die Ziele zu erreichen. Das ist ein längerer Prozeß,bei dem ihr alle etwas Geduld haben müßt.Es wird auch Rückschläge geben,aber mit der Zeit rückt das Team zusammen und wird sich auch in Bezug auf Disziplin positiv entwickeln.
    Das hört sich sicherlich alles sehr theoretisch an,ist es aber wirklich nicht.Du wirst dich wundern,wie einige Mädchen "wachsen" und Persönlichkeit entwickeln,wenn sie Verantwortung bekommen.Sie betrachten dies oft als besondere Wertschätzung des Trainers (was es ja auch ist) und legen sich unheimlich ins Zeug.Nur gib ihnen dafür auch die nötige Zeit.
    Viel Glück dabei,Gruß Dirk

    Hi pelaton,vielleicht als kleine Anregung,ich habe die Raute folgendermaßen einstudiert(11er U-15 Mädchen): nach taktischer Lehrstunde an der Tafel hat das Team auf dem Feld Position bezogen wie beim Anstoß.Anschließend sind wir im Schritt-Tempo die Spielzüge abgegangen,die jede Einzelne in der Vorwärts-,wie auch in der Rückwärtsbewegung zu tun hat.Die zweite Phase lief dann im selben Tempo mit Ball.Danach wurden Tonnen als Gegenspieler aufgestellt und die Übung mit Ball wiederholt bei immer höherem Tempo.Bis dann zum Schluß die Tonnen durch "lebende und agierende Objekte" ersetzt wurden.Das funktioniert natürlich nicht in ein oder zwei Trainingseinheiten.Aber es klappt mit der Zeit und es entwickeln sich gewisse Automatismen,was die Laufwege angeht,in beiden Richtungen.

    Zu Uwe: das die Raute abhängig ist von den Spielertypen ist richtig.Aber die vorherige Überlegung,ob eine defensive oder offensive Raute zu spielen ist,halte ich für überflüssig,da diese taktische Form doch sehr flexibel und variabel ist.Wenn ich hinten eine viererkette habe und davor eine Raute mit einem defensiven Mittelfeldspieler,zwei Außen sowie einem Offensiven und davor zwei Stürmern,mutiert der Offensive in der vorwärtsbewegung doch zur Hängenden Spitze,die Außen zu Außenstürmern und der Defensive zum zentralen Mittelfeldspieler,so daß ich vorn eine Überzahl erreiche.Geht das Ganze in die andere Richtung,bauen doch die Außen und der Defensive Mittelfeldspieler vor der Viererkette eine Art Dreierkette vor der Abwehr auf.Dann habe ich hinten ebenfalls Überzahl.Also arbeitet die Raute ja eh in beide Richtungen.
    Gruß Dirk

    Hallo Siegfried,
    erst einmal Glückwunsch zur Meisterschaft.Aber mit der diskussion hat Uwe recht.Das mit dem erheblich geringeren Körpereinsatz kann ich nicht bestätigen.Mädchen spielen in der Regel wesentlich fairer und sind disziplinierter als Jungs,doch sie können ganz schön hinlangen,wenn es notwendig ist.Wir spielen öfter gegen die Jungs in unserem Verein und besonders die Stürmer haben es bereits bemerkt. ;)
    Auch was den Zickenalarm angeht,habe ich in meinen beiden Teams andere Erfahrungen gemacht.Jungs drücken ihre Pubertät in anderen Verhaltensweisen aus,werden z.B. bockig,pöbeln rum,werden agressiv oder zu regelrechten Minimachos.Das habe ich bei den Mädchen in all den jahren noch nicht erlebt.
    Auch die Einstellung zu ihrem Sport ist nicht weniger ernst als bei Jungs.Im Gegenteil.Mädchen haben in der Regel einige Hindernisse zu überwinden,in ihrer persönlichen Umgebung und in der Familie,bevor sie in IHREM Sport Anerkennung finden."Überleben" sie diese Phase und beißen sich durch,sind sie mindestens genauso ehrgeizig und zielstrebig wie ihre männlichen Kollegen,eher noch einen Tick mehr.
    Was die laufgeschwindigkeit angeht,gebe ich dir Recht.Das ist aber in der muskulären Anatomie der Mädchen begründet und ebenfalls in anderen Sportarten zu beobachten.Siehe Leichtatlhletik.
    Dafür sind sie aber gerade im Kombinationsspiel kreativer als gleichaltrige Jungs.
    Und das es einen riesen Spaß macht mit den Mädchen, da hast du vollkommen recht.
    Gruß Dirk

    Genau richtig,Big Bopper, das Sagen hat der Trainer und sonst keiner.Und das sollte ALLEN von Anfang an klar sein. Auch muß der Trainer auf die Ausdrucksweise der Eltern am Spielfeldrand achten und wenn nötig einschreiten.Ich habe es vor kurzem bei einem Auswärtsspiel erlebt, das ein Vater des Gastgebers,als unsere Rechtsaußen mal wieder Richtung Tor ging,aufs Spielfeld schrie: tretet der Drecksfo.... die Knochen kaputt! Ist wirklich passiert.Und der gegnerische Trainer, der daneben stand,hat nichts unternommen.Sowas muß man sich einmal vorstellen.Und das bei einem Spiel der U-15 Mädchen.
    Dirk

    Ich wohne in Bocholt,in NRW ganz nah der holländischen Grenze.Bei uns ist der Fußball für Mädchen in den Schulen alltäglich.Jede Schule hat in den verschiedenen Altersklassen Mädchenmannschaften.Es werden hier auch Stadtmeisterschaften und Turniere ausgespielt.Diese Selbstverständlichkeit liegt aber auch darin begründet,daß von den 14 hiesigen Vereinen 12 Vereine Mädchen und Damenteams haben.Und das Niveau ist bei den Mädchen außerordentlich hoch.Wir sehen das am Abschneiden der Mannschaften bei Turnieren über die Kreisgrenze hinaus.
    Die Jungs sind es also gewohnt,das Mädchen Fußball spielen.In den Vereinen wie auch in den Schulen.Und sie spielen häufig besser als die Jungs.
    Dirk

    Ich stimme dir in allen Punkten zu.Nur eins ist in dieser Diskussion überhaupt noch nicht angesprochen worden.Meiner Meinung nach erfüllen alle Institutionen,die sich um Kinder und Jugendliche kümmern,eine wichtige soziale Aufgabe für unsere gesamte Gesellschaft.Dabei ist es völlig egal,ob es sich hierbei um die Jugendabteilung eines Fußballvereins oder die Jugendfeuerwehr handelt.Die Kinder lernen im Gefüge einer Gruppe soziales Verhalten,sie lernen sich ein- aber nicht unterzuordnen.Ihre Persönlichkeit wird gestärkt,sie bekommen mehr Selbstbewußtsein,erkennen ihre Stärken.Die Mannschaft und besonders auch der Trainer wird zum Fixpunkt im Leben vieler Kinder,die in chaotischen familiären und sozialen Umfeldern aufwachsen.Wenn wir alles richtig machen,definieren sich diese Kinder später über ihre eigene Persönlichkeit und nicht über Drogen,Alkohol und Gewalt.Ich denke mal,das sollte für Jugendtrainer neben dem sportlichen Erfolg ein weiteres primäres Ziel sein.
    Und um dies zu erreichen ist nicht nur der DFB mit finanzieller Unterstützung gefragt,sondern gerade auch der Staat bis hinunter zu den Komunen und die großen Firmen ebenfalls.Denn sie alle profitieren von der Jugendarbeit der Vereine,denn,in der Sprache der Wirtschaft ausgedrückt,gilt immer noch der Satz: Prävention ist billiger als Resozialisierung.Leider kürzt die öffentliche Hand immer weiter die Unterstützung der Vereine und leider stehlen sich die großen Konzerne immer mehr aus ihrer sozialen Verantwortung.Wenn dann eine Anfrage von mir an einen großen deutschen Konzern mit der Bitte um eine kleine Unterstützung für eine Veranstaltung unserer Jugendabteilung abgelehnt wird,ich dann aber gleichzeitig sehe,daß eben dieser Konzern einen großen südeuropäischen Verein mit jährlich 100 Millionen Euro unterstützt,wird mir schlecht.

    Ich weiß,daß dies nicht unbedingt zum Thema gehört.Ich wollte aber mal daran erinnern,daß es nicht nur unsere Aufgabe ist,super Fußballer/innen rauszubringen,sondern wir auch eine soziale Verantwortung haben.
    Dirk

    Uwe hat mit seinem BeispielFrauen-Mädchenfußball recht.Hier ist das Netz bei den Sichtungen enger.Weniger Talente schlüpfen durch.Ein weiterer Grund ist der wesentlich kleinere Transfermarkt im Frauenfußball.Die hochklassigen Vereine wie z.B. Duisburg sind gezwungen sich Verstärkungen über ihren Nachwuchs zu holen,und das machen sie sehr gut und konsequent.
    Bei den Jungs habe ich die Erfahrung gemacht,daß viele Vereinstrainer ihre Spieler erst gar nicht zu einer Sichtung hinschicken,aus Angst,die Spieler werden auffällig und wechseln zu höherklassigen Vereinen.
    Was die Qualität der Ausbildung angeht ist seit Jahren ein Umstand zu beobachten.Die Jungs können 2 Stunden rennen,aber wenn sie einen Ball annehmen sollen,springt er denen 2 Meter vom Fuß.Es wird viel zu wenig mit dem Ball gearbeitet und viel zu viel Kondition trainiert.F-Jugendliche laufen Platzrunden anstatt spielerisch mit dem Ball umzugehen.Ich lebe in Bocholt,ca. 10 KM von der holländischen Grenze entfernt.In Holland lebt man im Jugendbereich eine ganz andere Trainingspilosophie.Der Ball steht im Vordergrund und sonst nichts.Und das schon seit Jahren.Das Ergebnis sieht man recht deutlich im Profibereich.

    Wenn die Trefferquote niedrig ist muß du die Torschußquote erhöhen.Auf den punkt gebracht heißt das,die Jungs müssen öfters aufs Tor schießen,also auch öfters vor das Tor kommen.Wir üben das im Training mit einstudierten Kombinationen und Laufwegen.Dazu stellen wir auf den ganzen Platz eine gegnerische Mannschaft auf,in Form der großen blauen Tonnen der chemischen Industrie.Dadurch SEHEN gerade die jungen Spieler/innen die Gassen,in die sie passen müssen und für die Stürmer die Gassen,in die sie laufen müssen.Gerade bei sehr jungen Mannschaften,ich glaube, du hast eine F-Jugend,besteht meißt die Schwierigkeit,daß die Jungs ihre Stürmer direkt anstatt in die Gasse,bzw. in derren Lauf passen.Ihnen fehlt noch die Fähigkeit das Spiel zu lesen. Durch die Tonnen haben sie die Wege visuell vor sich.Wenn das Team dadurch das Angriffsspiel verbessert und öfter zum Abschluß kommt,erzielen sie zwangsläufig auch mehr Treffer.Außerdem,schau dir die Trefferquote bei den Profis an.Ist auch nicht berühmt.

    Wenn der Punkt erreicht ist,daß eine konkrete Konsequenz (Strafe) erfolgen muß,allein schon im Interesse der Glaubwürdigkeit des Trainers gegenüber der Mannschaft,hat sich bei uns ein zeitlich begrenzter Ausschluß vom Training und von den Spielen bewährt.Dem betroffenen Spieler/Spielerin wird hier eine Grenze aufgezeigt und der Mannschaft wird signalisiert,daß die Trainer zwar geduldig aber letzten Endes auch konsequent sind.Der suspendierte Spieler hat Zeit, sich zu überlegen, ob er sein Verhalten ändert oder nicht.Ist die Entscheidung positiv, kann er nach Ablauf der Suspendierung zur Mannschaft zurückkommen und die Sache ist erledigt.Ist seine Entscheidung negativ,kann er gehen.Denn meiner Meinung nach kann ein Spieler fußballerisch noch so gut sein,wenn er aber ein permanenter Störfaktor ist,schadet er dem gesamten Team und verleidet denen die Freude am Sport,die ihn zwar mit Spaß aber auch ernsthaft und diszipliniert betreiben wollen.Und bevor ein Team mit z.B. 16 Leuten nur wegen einem Unbelehrbaren zerbricht,geht besser der Eine.

    Zu den Trainings Methoden von Klinsmann auch ein Ja.Aber liegt der internationale Rückschritt des deutschen (Männer)Fußballs denn an den Trainingsmethoden?Ist er nicht viel mehr darin begründet,daß es in den Vereinen der ersten drei Ligen zuviel mittelmäßige und schlechte "Ausländer" gibt?Da landen deutsche Talente in den unteren Ligen,weil ihnen in der ersten Mannschaft ihres Vereins mittelmäßige ausländische Spieler vorgesetzt werden,die nur den einen Vorteil haben,bereits "fertige "Spieler zu sein.Es kann doch nicht angehen,daß Mannschaften auflaufen,in denen nur ein oder zwei deutsche Spieler sind.Man schaue sich doch nur einmal das Abwehrproblem der Natio an.Klinsmann hat nun einmal keine international erfahrenen Innenverteidiger.In welcher Bundesligamannschaft,die international beschäftigt war,gibt es denn deutsche Innenverteidiger mit einem Stammplatz?Bei Bayern,Schalke,HSV....?Nirgendwo.Die Situation,die wir haben,ist doch in der Personalpolitik der Manager begründet und weniger in den Trainingsmethoden der Trainer.Was natürlich nicht heißen soll,daß auch hier Fort- und Weiterbildung zwingend notwendig ist.

    jopaque57 hat vollkommen Recht.Gespräche bringen auf Dauer in der Regel mehr als "Straftraining".Bei ganz hartnäckigen Fällen habe ich mal die Mannschaft zu Hilfe genommen.Bei drei Spielerinnen hat absolut nichts gefruchtet.Wir haben dann am Ende des Trainings einen Kreis gebildet und haben gemeinsam über die Trainingseinheit geredet.Lob und Kritik waren erwünscht.Im Rahmen dieses Kreises wurden die Drei anfangs von mir,später auch von der Mannschaft,aufgefordert,ihr blödes Verhalten und ihre Undiszipliniertheit zu erklären.Nach relativ kurzer Zeit wurde ihnen dies zu peinlich und sie änderten ihr Verhalten grundlegend.Dies ist bestimmt kein Allheilmittel und auch ziemlich hart,hat aber geklappt.

    Ich trainiere seit einigen Jahren Mädchen und habe die Erfahrung gemacht,daß Mädchen "anders" Fußball spielen.Ihr Spiel ist kreativer,mehr technisch orientiert,obwohl sie ,wenn es sein muß,auch sehr körperbetont spielen können.Dies muß im Training aber speziell geübt und angesprochen werden.
    Gegenüber den Jungs trainieren wir schon etwas anders.Auf Grund der anderen muskulären Anatomie der Mädchen machen wir regelmäßig Übungen zur "Ganzkörperkräftigung",ohne Gewichte,nur mit dem eigenen Körpergewicht und Elastikbändern.Nur das Dehnen und Stretchen nicht vergessen.Außerdem gibt es spezielle Übungen zur Steigerung der Grundschnelligkeit.Wenn es irgendwie geht,machen wir grundsätzlich alle Übungen mit dem Ball,auch Konditionsarbeit.
    Ich trainiere im Moment zwei U-15 Teams und wenn wir gegen gleichaltrige Jungs spielen müssen die richtig arbeiten um die mädchen zu schlagen.Lassen die Jungs das körperbetonte Spiel schleifen und können die Mädchen ihre Technik sowie ihr Kombinationsspiel aufziehen,wird es für die Jungs schwer.