Beiträge von Uwe

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hallo dsv,


    wir haben gar nicht viele Rgelfragen, deshalb passen sie noch ins Forum "Spielbetrieb". Ich halte nichts von vielen Foren, dann wird es zu unerübersichtlich.
    Ich verschiebe auch nicht viele Themen, der Schreiber entscheidet, wo sein Thema hingehört.
    Es dauert hier ja auch nicht lange, dann findet man das Thema nur noch über die Suche. Kaum jemand macht sich die Mühe und klickt in den Foren die Seiten durch. Dieses Thema hätte auch besser ins Forum "Trainertalk..." gepasst.


    Viele Grüße
    Uwe

    GC, "ehrenamtlich, Hobby, Fußballverrücktheit, Spaß an der Freud´" ist Qualität und "Fußballschule, das Jugendleiteramt und das Referententum für den DFB" sind Fortbildungen oder Ämter. ;)

    Hallo Bernd,


    willkommen im Forum und "ehrenamtlich, Hobby, Fußballverrücktheit, Spaß an der Freud´", sind die Merkmale, die hier fast jeder hat, insofern gehörst du hier her.


    Viele Grüße


    uwe

    Mit dem Missbrauch, es ist eine Ermittlung und deshalb kann man dazu kein Urteil abgeben. Wenn die Staatsanwaltschaft gegen jemanden wegen Kindesmissbrauch ermittelt, muss er wohl mindestens vorläufig suspendiert werden. Dies ist der Obmann umgangen und ist zurückgetreten. Wir hatten doch die Diskussionen um das erweiterte Führungszeugnis und wenn man hier nicht eingreift, wann dann? Vielliecht steht der Mann völlig zu unrecht unter dem Verdacht. Das wäre tragisch, aber kein Verband kann sich erlauben so zu tun, als wäre nichts los.


    Mit der Urkundenfälschung sieht das schon anders aus, welche Motivation der Obmann dazu hatte, wird ja noch geprüft.


    Günter ,es ist doch nicht dein ernst, dass du ähnlich gehandelt hättest? Du hättest also einen Minderjährigen gezeigt, wei man mit der Fälschung einer Urkunde kostenlos in ein Bundesliag-Stadion kommt? Welche anderen Gründe suchst du, die Staatsanwaltschaft ermittelt und natürlich muss der Verband handeln, es sind keine Kavaliersdelikte.

    Auszüge:
    "Der Schiedsrichterobmann des Fußballkreises war von seinem Amt zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern."
    "Der Fußballverband Mittelrhein (FVM) wirft ihm Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung vor. Er soll mindestens einem Minderjährigen einen gefälschten Schiedsrichterausweis ausgestellt haben. "
    "Dieses Dokument berechtigt in bestimmten Grenzen zum kostenfreien Zugang zu Bundesligaspielen."
    "Der Fußballverband Mittelrhein hat gestern auf den Vorfall reagiert. Künftig können Schiedsrichterausweise nicht mehr vom Vorsitzenden des Ausschusses allein ausgegeben werden, sondern nur von der Kreisgeschäftsstelle in Hennef. Zudem soll das Vier-Augen-Prinzip bei jedem Dokument gelten."


    Hier der ganze Artikel vom 8,2,2012: "RundschauOnline"

    TW-Trainer,


    dies ist eigentlich mein größtes Problem: Kritik ist nicht erwünscht, ich durfte das auf eine Veranstaltung am eigenen Leib erfahren. Als ich den Trainertalk erwähnte, ohne den Namen zu nennen, damit nicht der leiseste Verdacht der Werbung aufkommt, wurde gleich gesagt: "Dann haben Sie zu dem eigentlichen Thema nichts zu sagen!" Das Ganze mit einem Kühlschrank-Blick, aber wer mich kennt, kann sich vorstellen, dass ich mir meinen Mund nicht verbieten lasse. Als Antwort auf eine Frage kam dann: "Dann machen Sie das doch, wenn Sie alles besser können!", eben die übliche schwache Antwort, wenn man sich angegriffen fühlt.


    Ich glaube, es wäre ein wichtiger Schritt, Kritik öffentlich zuzulassen, denn nur mit kritischer Betrachtung entwickelt man sich weiter. Stattdessen klopft man sich immer nur gegenseitig auf die Schulter und entwirft weitere Hochglanzberichte. Auch mit den Basis-Trainern müsste mal Klartext geredet werden, aber es scheint die Angst des Verlustes zu sein, die bremst. Wir benötigen zwar Werbespots über Migration, Fairplay und Brustkrebsvorsorge, aber schön wäre auch mal ein Spot über die Vorkommnisse am Spielfeldrand im Kinderfußball. So aber gaukeln wir uns vor, es gibt keine Probleme und das wirkt unglaubwürdig.


    Ich finde den Ansatz des DFB-Konzeptes ja auch gut, aber ich weigere mich dort hineinzuschauen, wie in einen Honigtopf.


    PS: Wie wäre es denn mit einer Info-Mappe für neue Trainer, kostlos und mit vielen Informationen? Neue Trainer müssen vom Verein mit Anschrift gemeldet werden und dann kommt die Infopost.

    Toto2,


    du raubst mir meine Illiusionen ;( . Wenn der "Durchschnittstrainer" so ist, wie du beschreibst, dann sollte der DFB den Kinder- und Jugendfußball verbieten, ich will das nicht glauben. Gerade Vatertrainer wollen doch was beweisen und warum soll ich meine Freizeit hergeben für etwas, wozu ich keine Lust habe? Ich denke, die meisten Trainer kochen ihr eigenes Süppchen und in vielen Vereinen gibt es keinen Plan, wenig Geld und/oder ausreichend Infos. Jeder versucht das so gut zu machen, wie es geht und allein davor habe ich den größten Respekt, weil ich weiß, was das bedeutet.


    Mit dem DFB, da stimme ich dir zu, obwohl das nicht so sein darf. Der DFB ist ein Verband und in erster Linie seinen Mitglieder verpflichtet, denn die zahlen die Beiträge.


    tobn
    Mit Prüfung und 30 Lehreinheiten, so war das nicht gemeint. Einfach eine Einführung in die Grundregeln des Kinderfußballs, das wäre dann schon 100% mehr als jetzt.

    Günter,


    genau das meine ich und wo ist die Antwort auf das Problem?


    Ich stelle mir vor, die Leute hier im Forum gehen im Job zu ihrem Chef und sgen, dass der Kunde ein Produkt nicht annimmt? Sagt der Chef dann: "Dann haben die Leute selber Schuld", oder welche Antwort kommt. Es ist an der Zeit, die Fehler dort zu suchen, wo sie sind: im Konzept. Wird etwas nicht angenommen, stimmt es beim Angebot nicht, so habe ich es gelernt.

    Auf der anderen Seite finde ich, dass man die "Verantwortung" nicht unbedingt ausschließlich beim DFB sehen sollte. Eigeninitiative ist da schon auch gefragt. Wenn einige meinen, dass viele Trainer im Kinder- u. Jugendbereich alleine gelassen werden kann ich das so nicht ganz akzeptieren. Grundsätzlich werden vom DFB die Möglichkeiten gegeben sich zu informieren. Es gibt Lehrgänge, Lizenzen u. das DFB-Mobil. Schon da kann jeder Verein viel organisieren, um seine Trainer auszubilden. Es muss ja nicht gleich eine Lizenz sein.


    Da stimme ich dir zu, das ist Originalton DFB und es würde auch anders gehen. Im Elitebereich erbringt der DFB die Leistung. Sichtung und ähnliche Dinge musst du nicht abrufen, die kommen von ganz allein.


    Warum macht man das nicht auch in der Basisförderung? Der Kindertrainer muss sich informieren und wenn er Glück hat, kümmert sich der Verein, ansonsten ist er in der Welt der Bürokratie und Kosten für sich allein verantwortlich. Nicht jeder Trainer kann damit umgehen und ist einfach nur mit solchen Dingen überfordert. Der DFB und/oder die Verbände müssen dorthin gehen, wo es weh tut. So könnte ein- oder zweimal im Jahr im Kreis eine Kurzschulung stattfinden, über die Anforderungen im Kinderfußball. 2- 3 Stunden ist doch schon was und nur wer teilnimmt, erhält einen Kinderfußball-Führerschein, der berechtigt eine Kindermannschaft zu führen.
    Eigentlich müssen wir uns darüber keine Gedanken machen, dafür ist der DFB verantwortlich. Wer ein Konzept anbietet, muss auch für die schnelle Umsetzung sorgen und wer das nicht kann, macht etwas falsch, oder hat hat nur einen Papiertiger geschaffen, mit welchem Hintergrund auch immer. Die Anmerkung "es gibt doch alles" reicht mir nicht aus, denn wenn es nicht angenommen wird, kann man nicht die Schuld beim "Kunden" suchen.


    Die Möglichkeiten sind da, es kostet aber Geld, womit wir wieder bei der Verteilung wären.

    Der DFB versucht doch heute heute schon nach der Devise zu handeln, Je besser die Ausbildung für die Masse, desto mehr Auswahl an Klasse.


    Ich würde das anders formulieren: je mehr Kinder wir zum Fußball bekommen und diese bis zu Sichtungsalter bei Laune halten, desto mehr Auswahl an Klasse!


    Der DFB versucht, angefangen im Kindergarten, immer mehr Kinder in die Vereine zu ziehen. Ich glaube, der DFB hat erstmal dafür zu sorgen und dafür viel mehr Mittel einzusetzen, dass eine umfassende, qualifizierte Betreuung der Kinder gewährleistet ist. Welche Gelder werden denn in die Förderung der Elite gesteckt und welche in die Basis? Irgendwo hier hatten wir dazu mal einen alten Haushaltsplan und man konnte nur erahnen, welche Mittel wohin gehören. Fast jeder glaubt, wenn der DFB wieder eine zusätzliche Million in die Ausbildungsförderung steckt, die Basis ist damit gemeint. Geschichten wie Campus etc., fließen in den Ausbildungstopf, der damit natülich sehr hoch ausgewiesen werden kann. Mindestens 95% der Fußball werden aber den Campus niemals sehen (ist übrigens nur ein Beispiel, keine Campus-Bewertung).


    Ich behaupte auch, haben die Spieler erstmal das Sichtungsalter überschritten, sind sie nur noch wenig interessant. Im Seniorenbereich quält sich alles unterhalb der Dritten Liga mit Finanznöten. Erste bis Dritte Liga werden gepuscht, damit wird Geld gemacht. Die restlichen Amateurklassen werden stark vernachlässigt, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Stützpunkte, Nationalmannschaften, Talente, wir reden hier von der Minderheit im Fußball.


    Was hat sich denn konkret für die anderen 95% der Aktiven geändert?
    Dirk schrieb:
    "Diese Änderungen sind aber fast immer im Bereich des Leistungstrainings (B- und A-Jugend) und dort im Bereich der Gruppen- und Mannschaftstaktik sowie der Spielsysteme"


    Gibt es in den andern Altersklassen und bei der Ausbildung an der Basis wirklich keinen Grund nachzubessern? Hat sich der Fußball an der Basis wirklich entwickeln können? Ich habe es schon oft geschrieben, es geht mir alles zu sehr in die "Elite" und jeder definiert das Ausbildungskonzept über die Erfolge der Auswahlmannschaften. Was bleibt denn an Entwicklung für den "Normal-Trainer"?

    Andre, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

    Unser Wettkampfsystem und alles was damit zusammenhängt ist restlos krank....

    Das ist die Wurzel des Übels und deshalb opfert sich Ralf Klohr so auf, um wenigestens bis in die E-Jugend ein anderes anderes Wettkampfsystem zu schaffen. Es geht in Köpfen von uns Erwachsenen aber nur schwer hinein, weil wir uns von vielen Dingen lösen müssen, die wir mit Fußball in Verbindung bringen: wir müssen siegen, wir wollen den kurfristigen schnellen Erfolg, wir simulieren mit den Kindern die Bundesliga.


    Klinsmann hatte es 2006 schon gesagt, es ging um die Szenen am Spielfeldrand: "Manche Eltern und Trainer führen sich auf wie Zombies. Viele Spieler sind dadurch bereits mit 14 oder 15 verheizt. Bis zum 18. Lebensjahr verlassen dann rund 60% der Jugendlichen die Fußballvereine. Bereits achtjährige Kinder werden einem Druck ausgesetzt, der nicht kindgemäß ist. Diese Kinder sind später nicht in der Lage ihr Potenzial zu erreichen".

    Mich hast du ja nicht gefragt, deshalb antworte ich auch nicht, glaube aber, es gibt nicht nur schwarz oder weiss.
    Auf diese Fragen möchte ich eingehen, weil ich sie rätselhaft finde:

    Was glaubst Du, wie lange es dauert bis die ersten Ausbildungserfolge nach dem Start dieser jetzigen Philosophie im Seniorenbereich sichtbar werden?
    Wie lange hat es gedauert bis sich mindestens 50% der Kinder- und Jugendtrainer mit der jetzigen Philosophie identifiziert hatten?


    Viele behaupten doch, die Erfolge sind schon längst da, ich meine, du warst auch der Überzeugung, oder täusche ich mich? Ob das Ausbildungskonzept wirklich erfolgreich ist, wird sich erst in zehn Jahren oder später zeigen. Nur über einen langen Zeitraum kann es sich beweisen, Sammer nannte es ja auch "Den langen Weg". Jetzt schreibt man natürlich schnell Erfolge dem Konzept zu und wenn es mal nicht so läuft, ist die Zeit eben noch nicht reif. Ich hoffe doch, dass es noch häufig nachgebessert und angepasst wird, denn sich auf kurzfristige Erfolge, egal ob es sie schon gab oder nicht, auszuruhen, wäre genau das, was wir in Deutschland schon erlebt haben.


    Bist du dir sicher, dass 50% der Kinder- und Jugendtrainer sich mit der jetzigen Philosophie identifizieren, oder ist das ein Wunsch?

    Günter,


    genau dieses Schubladensystem habe ich am Ausbildungskonzept immer bemängelt. "E-Jugend" bedeutet eben nicht "E-Jugend!", es kann nur eine Richtschnur sein. "D-Jugend" würde nicht nur bedeuten, dass die Kinder gleiches Talent besitzen, es bedeutet auch, sie haben die Grundsätze von F bis E durchlaufen, denn darauf bauen die Inhalte für die D auf..


    Das Konzept verpackt seine Inhalte in Alters-Schubladen, die es so in der Realität nicht gibt. Quereinsteiger, Spätentwickler und unterschiedliche sportliche Fähigkeiten sind nicht vorgesehen.


    Es ist bestimmt auch nicht so gemeint, aber darauf nicht hinzuweisen führt dazu, dass viele Trainer Inhalte übernehmen, die so nicht zu ihrem Team passen. Die schwierige Aufgabe eines Trainers ist es, dass Leistungsvermögen seines Teams richtig einzuschätzen und damit sind viele, sehr viele einfach überfordert. Ich glaube TW-Trainer hatte es geschrieben: der Kinderfußballtrainer soll die Kinder bei Laune und solange beim Fußball halten, bis die Talente gesichtet sind, bis dahin soll er möglichst wenig falsch machen.

    Lubi,


    wir sind doch gar nicht weit voneinander entfernt. Der Trainer entscheidet mit seiner sozialen Kompetenz und leider schalten viele Trainer diese aus und reagieren nur noch erfolgsorientiert. Dann kommen die Argumente von Denen, die darüber nachdenken, dass die anderen Trainer auf Erfolg spielen und man selbst deshalb ständig auf die Mütze bekommt. Wir werden aber nichts ändern, wenn wir uns deshalb beugen lassen.
    Als Trainer im Kinderfußball ist man jedem Kind verpflichtet und es gibt für viele Probleme Lösungsansätze (z.B.: Elpawo = Gruppentraining).


    Und wenn wir schon über Erfolg spechen: irgendwo wurde die Förderung in Barcelona angesprochen. Dort hat man vor Jahren schon bemerkt, es geht nicht um Kinder, die momentan gerade besser sind, weil sie anderen Kindern in der Entwicklung Jahre voraus sind. In Deutschland, in den Vereinen und auch in den Stützpunkten geht es oft um den kurzfristigen Erfolg, es herrscht Erfolgsdruck.


    Viele, die heute eher als störend empfunden werden, können in wenigen Jahren Lesitungsträger sein und nicht nur sportlich, auch ehrenamtlich wertvoll für den Verein werden. Diese Kinder verlieren die Lust am Fußball und wir werden nie erfahren, was wir verpasst haben.

    ganz unabhängig vom Schultyp (also keine Frage der Intelligenz) sind die leistungswilligen Spieler auch leistungswillige Schüler

    Würde ich generell nicht so unterschreiben, bei mir war das anders, aber das ist lange her ;) Die Leistung beim Fußball ist für viele Kinder wichtiger, weil sie damit ihre Feunde beeindrucken können..


    Hier kommt immer wieder ein Argument, die Kinder sollen Teamfähigkeit beweisen und wer das nicht kann, bekommt weniger Einsatzzeit. Teamfähigkeit bedeutet doch aber auch, jeder wird gleich behandelt, also müsste jedes Kind die gleichen Einsatzzeiten bekommen.


    Ist das nicht ein Punkt, wenn wir schon Werte (Tugenden?) vermitteln wollen: gewinnen wollen wir, aber nicht um jeden Preis. Wenn wir einen Sieg damit bezahlen müssen, dass wir Kinder aus dem Team ausgrenzen, dann vermitteln wir genau die falschen Werte und keine Tugenden und sind schlechte Vorbilder. Wir grenzen "schwache" Kinder aus und lassen es die Kinder spüren, dies ist eine Katastrophe und hat zwar mit Fußballwerten etwas zu tun, aber wir spielen nicht in der Bundesliga. Die "guten" Kinder lernen so, dass sie die "schwachen" mitnehmen und ihr eigenes Ego für das Team zurücknehmen müssen.

    Lubi, Herr Sammer bezog seine Ausage mit Sicherheit auf den Elite-Bereich ab C-Jugend, da bin ich mir sicher. Kindertrainer sind nicht dazu da, um die Kinder auf den Leistungssport einzustellen, dort kommt kaum ein Kind an. Ziel ist es, die Kinder beim Sport zu halten, damit sie auch in der B-Jugend noch dabei sind.


    Siegeswille, zum Beispiel Wettkämpfe zu gewinnen, liegt in der Natur der Kinder, denn sie wollen sich immer und überall mit Anderen messen. Wer steht am längsten auf einem Bein, wer kann am weitesten spucken, wer gewinnt den Staffelwettkampf im Training, wer gewinnt das nächste Fußballspiel? Alles ganz normal und wichtig für die Entwicklung der Kinder.


    Wir Erwachsenen aber glauben, nur das nächste Fußballspiel ist wichtig, weil wir die Bedürfnisse der Kinder gar nicht verstehen. Durch unser Verhalten lösen und wecken wir Emotionen, die bei den Kindern gar nicht vorhanden sind. Beim Spiel "Wer steht am längsten auf einem Bein?" habe ich noch nie Erwachsene gesehen, die sich daneben benehmen und ein Kind das nicht weit spucken kann, darf trotzdem mitspielen. Wir sind als Erwachsene gefordert, unsere Emotionen aus dem Kinderfußball rauszunehmen, die Kinder sollen ihre Emotionen leben. Die untragbaren Verhältnisse im Kinderfußball kommen nicht von den Kindern, sondern von uns Erwachsenen und dazu gehören auch die Trainer. Nehmen wir uns zurück, können die Kinder viel entspannter Fußballspielen.


    Kinder, die immer zum Training kommen und sich sozial vorbildlich verhalten, können natürlich andere Spielanteile bekommen, wenn dir als Trainer bekannt ist, warum das so ist? Diese soziale Kompetenz sollte ien Kindertrainer haben. Darum geht es hier auch gar nicht, solche Probleme werden oft vorgeschoben, um vom Grundsatz abzuweichen. Mit dem Begriff "Tugenden" wäre ich vorsichtig, manchmal gibt es Gründe, warum ein Kind nicht kämpft oder selten zum Training kommt und letztendlich ist jedem Kind sein persönlicher Erfolg wichtiger, als der Mannschaftserfolg. Kinder sind ja bekanntlich die größten Egoisten, noch schlimmer als wir Erwachsenen.