Praxis von Mental-Training: Fälle, Fragen, Probleme, ditt un datt...

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  • Völlig richtig, denn echte soziale (wie im Grunde auch fußballeische) Kompetenz sollte ja ne Ahnung davon, dass das Mentale bzw. Psychische nicht unerheblich mitspielt bei allem sichtbaren Geschehen auf dem Platz, bedingen: sich selbst erkennen, in allem treu bleiben, andere, vor allem Schwächere respektieren, innere Ruhe ausstrahlen usw. Doch dies ist eben "vielerorts" nicht der Fall, also bist du als Vater ein Glückspilz!


    PS Über Kompetenzen zu verfügen, ist aber schon ne Illusion aus MC-Sicht.

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Aus bestimmten Gründen würde ich gern mal die 1.Lernstufe zur Team-Kommunikation einstellen: wie lange bräuchtet ihr, um damit durch zu sein? Zu kompliziert, was, wieso? Zu schwer verständlich? Danke! :] Anhang:


    5 TIPPS FÜR EFFEKTIVERE KOMMUNIKATION (angelegt an S.Eich) von Trainern als Coach im Teambuilding:


    Viele während Spielen an der Seitenlinie herumtobende Trainer artikulieren vor allem ihren eigenen Unmut und Frust. Dann hört man oft: „Leute, doch nicht so! Was macht ihr nur? Spielt endlich vernünftig, wie ich es euch beigebracht habe...!“


    Was löst dies in Spielern als Kollektiv aus? Weiß jeder, was, ob bzw. inwiefern er selbst gemeint ist? Oder denken alle: wen meint er denn? Mich nicht! Dass sie - sich unter Druck gesetzt, negativ fühlend - denken statt zu spielen, da fängt die Misere schon an: im Kopf. Und nur der einzige, der schon selbst alles richtig erkennt oder machte, aber intelligenter, selbstkritischer und sensibler ist, gerät nun evtl. auch noch ins Grübeln und verliert seinen spielerischen Faden. Oder alle verfallen in Hektik, ja, dann kämpft man wie wild, ungestüm: kopflos. Doch keiner erfuhr, wie es richtig, besser geht, keiner fühlt sich sicherer, findet zur Ruhe, in der die Kraft ruht!


    Die Form vor allem selbstbezüglicher ‚Kommunikation‘ ist zwar für jeden normal, erscheint für Trainer aber unproduktiv, sollte sich ihr Coaching doch aufs Team beziehen, also von sich selbst gerade absehen! Wer die TIPPS beachtet, kann eine kommunikativ positivere Herangehensweise entwickeln, dh mehr erreichen:


    Nr.1: ZIELORIENTIERUNG Als erstes sollte ich mir überlegen, was ich von meinem Gegenüber überhaupt möchte: Was genau soll er/sie tun oder lernen? Das von mir angestrebte Ziel sollte für ihn/sie ebenso attraktiv und erreichbar sein wie für mich. Welchen Nutzen hat es für ihn/sie das Ziel zu erreichen? Wie baue ich methodisch/didaktisch auf? Damit zum


    Tipp Nr.2: Woraufhin? Mein Gegenüber soll zu etwas hin bewegt werden. Wörter wie ‚nicht‘ ‘kein‘ ‘ohne‘ sollten in der Formulierung weg gelassen werden. So ist es für den anderen motivierender und klarer.


    Tipp Nr. 3 MOTIVATION Weiß jeder, wohin er will, kann ich ihn leichter motivieren. Benutze dabei verstärkend Wörter, die hinführend wirken, setze die Stimme gezielt ein sowie die Körpersprache. Deine Motivation überträgt sich unterbewusst auf andere. Denke über den Tellerrand hinaus und stelle den Zusammenhang und Folgen für Spielverläufe/Wettkämpfe/Arbeitsalltag etc. her und klar dar.


    Tipp Nr. 4 LÖSUNGSORIENTIERUNG Durch die Hin-zu-Kommunikation biete ich lösungsorientiert Handlungsoptionen, bewege mich wie andere weg von ‚Problem-Fixierung‘. Zeige, was funktioniert, mach es vor! Was du nicht vorzeigen kannst, vermittelst du kaum: such dir Vorturner für alles, was du nicht vormachen kannst. Aber versuche nie, es beredt zu erklären! Sei aber experimentell, probiere es auch mal aus oder andersherum. Habe, vermittle so Mut zum Risiko, zu Fehlern, analysiere diese nachher nüchtern und lerne vorbildhaft daraus - das Ziel im Visier.


    Tipp Nr. 5 POSITIVE VERSTÄRKUNG Auf ein gewünschtes Verhalten hin setze ich positive Reize. In Komplexen verdichten sie sich. Z.B. beim Loben die Schulter oder den Arm des anderen berühren oder nochmals in der Bewegung führen. Somit setze ich einen „Anker“ und erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Verhalten häufiger gezeigt wird. Mein Lob wird so per neuronaler Spiegelung oder auch Störung verstärkt auf- und wahrgenommen („körperlich abgespeichert, was zuvor im Gehirn produziert werden musste“).


    Deine positive ebenso wie negative Grundhaltung spiegelt sich im Team wider. Per Überzeugungskraft kann sie sich in Spielern abbilden, per Gruppendynamik überträgt sie sich vom ersten, der Feuer fängt, auf alle anderen. Eine Grundvoraussetzung, um mit Menschen – egal in welchem Kontext – zusammen zu arbeiten: „Ich bin der absoluten Überzeugung, dass WIR es schaffen werden!“ Insgesamt ist diese Form der Kommunikation enorm stabilisierend für alle gruppal Beteiligten: WIR setzen uns positiv vom Rest ab.


    Das schweisst dann zusammen - und zusammengeschweisst wächst teamgeistig wieder neue Leistungskraft nach! Sein oder Nichtsein, das ist immer die Frage, außer im wie perfekt (i.d. Eigendynamik entfaltend) selbstaffirmativen Seinszirkel, in dem der Spielwitz per Flow-Erleben zwischen den Teilen mental rotieren kann, ohne dass dies bewusst vor Augen geführt werden könnte. Gerade deshalb funktioniert er, führt idealerweise alle im Team mindestens eine Klasse über sich (im "Teil") hinaus, lässt behindernde alte Verhaltens-Muster ablegen o. neu definieren u.v.m.! Plötzlich ver-mag man positives Wissen, Energie o. Lob statt Tadel o. Schuld u. natürlich den Ball gern an andere weitergeben, erfreut sich ehrlich, wenn ihnen mehr gelingt, will inspirieren wie inspiriert werden, läuft auch für andere nach hinten Löcher zu und reisst nach vorn Lücken auf, bringt Unruhe ins gegnerische Stellungsspiel, lässt Rückschläge einfacher auf sich beruhen, um seine Fassung schneller wieder zu erlangen etc. (soweit dies Textmodul eines auf 90 min angelegten Grundseminars + 30 min Fragen)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Einmal editiert, zuletzt von Keller-Kicker ()