Beiträge von jaydee30

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    Hallo,

    ich habe eine Frage zur Fußball-Situation meines Sohnes (Jahrgang 2014).

    Er spielt seit 4 Jahren Fußball und ist aktuell in der D-Jugend. Dort wird momentan eine Qualifikationsrunde gespielt.

    Mein Sohn ist sehr fleißig, geht regelmäßig ins Training und spielt leidenschaftlich gerne Fußball – auch in der Schule, im Hort und zuhause. Am Wochenende trainieren wir zusätzlich gemeinsam.

    Meine Beobachtungen:

    • Die Mannschaft umfasst 24 Kinder.

    • Mein Sohn ist bei Spielen zwar dabei, sitzt aber meistens auf der Bank. Wenn er eingewechselt wird, dann nur für wenige Minuten.

    • Beispiel: Im letzten Spiel lag die Mannschaft 0:4 zurück. Er wurde gegen Ende der zweiten Halbzeit eingewechselt, aber nach 5 Minuten gleich wieder ausgewechselt – ohne Begründung. Das Spiel endete 0:5.

    • Er spielt fast ausschließlich in der Abwehr, obwohl er im Mittelfeld deutlich stärker ist.

    • Auch in Trainingsspielen gegen andere Mannschaften kommt er meistens erst kurz vor Schluss zum Einsatz.

    • Es spielen fast immer die gleichen Jungs, unabhängig davon, wie regelmäßig sie trainieren.

    Auswirkungen auf meinen Sohn:

    • Er ist nach den Spielen oft enttäuscht und traurig.

    • Manchmal habe ich das Gefühl, dass er die Lust am Fußball verliert – obwohl er diesen Sport eigentlich mit voller Leidenschaft betreibt.

    Zum Trainer:

    • Er hat grundsätzlich eine zugewandte Art, ist aber auch sehr emotional und teilweise cholerisch.

    • Er schreit die Kinder im Training und auch im Spiel bei Fehlern oft an – auf eine sehr demotivierende Weise.

    • Gerade wenn die Mannschaft zurückliegt, würde ich mir wünschen, dass er die Jungs aufbaut und motiviert, statt sie niederzumachen.

    Mein Verständnis von Jugendfußball:

    • Im Vordergrund sollte stehen, dass die Kinder Spaß am Fußballspielen haben.

    • Natürlich gehört Gewinnen und Verlieren dazu – aber man gewinnt gemeinsam und man verliert gemeinsam.

    • Wenn man verliert, sollte es darum gehen, die Kinder aufzubauen und zu motivieren.

    Mein Blick auf die Rahmenbedingungen:

    • Mir ist bewusst, dass es kaum Trainer gibt und die Vereine froh sind, wenn sich jemand engagiert.

    • Trotzdem erwarte ich ein gewisses Maß an Kompetenz und pädagogischem Feingefühl.

    • Zumal der Verein, für den mein Sohn spielt, in seiner Philosophie genau diese Werte betont:

      Zitat
      „Wir lachen und weinen, jubeln und trösten, gewinnen und verlieren miteinander. Engagiert, hilfsbereit, überparteilich und international aufgestellt – verlässliche Teamplayer. Wir sind weiblich, männlich, divers, jugendlich und kindlich. Wir sind bunt und geben unsere Erfahrung weiter. Einer für alle und alle für einen.“

    Meine Fragen:

    • Wie soll ich mit dieser Situation umgehen?

    • Warum wird mein Sohn ausschließlich in der Abwehr eingesetzt und nicht auch im Mittelfeld, wo seine Stärken liegen?

    • Weshalb spielen immer nur die gleichen Kinder, während andere – trotz regelmäßigen Trainings – kaum oder nur sehr kurz eingesetzt werden?