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Mein Sohn spielt seit etwa 2 ½ Jahren in unserem Dorfverein Fußball, aktuell in der E3 (U10). In seiner Mannschaft fühlt er sich soweit wohl, er ist hier sozial gut eingebunden und trifft seine Freunde. Allerdings haben wir seit einiger Zeit den Eindruck, dass er fußballerisch unterfordert ist, was sich teilweise in Frust äußert. Seit September 2023 trainiert er zusätzlich zum Vereinstraining auf einem DFB-Stützpunkt....
kurze Off-Topic-Frage:
DFB-Stützpunkt in der U10?
d.h. die Sichtung hat in der U9 Stattgefunden?
Ich dachte es ist DFB-weiter Standard, dass am Ende der U11 die Sichtung für die DFB-Stützpunkte stattfindet und die Kids dann zur U12 (jüngerer D-Jugend-Jahrgang) am Stützpunkt trainieren.
Gibt es hier in bestimmten Landesverbänden, Bezirken oder Kreisen abweichende Regelungen, oder ist dein Sohn so talentiert, dass er schon mit 2 Jahre älteren Kindern, die ebenfalls innerhalb ihrer Altersklasse als talentiert eingestuft wurden trainiert?
Ansonsten rate ich zur Geduld.
Wenn er talentiert und motiviert ist, dann sollte es ihm gelingen, dass er im Heimatverein und auf dem Bolzplatz immer aus eigenem Antrieb Vollgas gibt und sich aus Spaß und Freude am Spiel weiterentwickelt.
Begleitende Fußballcamps und DFB-Stützpunkt (was ich wie oben beschrieben nicht ganz verstehe) sind ausreichend zusätzliche Förderung.
Einen Vereinswechsel um sich zu entwickeln benötigt es in dem Alter noch nicht.
Ganz im Gegenteil. Er sollte aus Eigenmotivation in seinem gewohnten Umfeld immer Lust haben zu spielen, sich auszuprobieren, neues zu lernen und gerne in seinem Team im Training und Spielen immer der Beste zu sein.
Wenn er wirklich wie Du beschreibts in der Häufigkeit Ballkontakte sammelt, kommt die Entwicklung von selbst.
Trotzdem sind vergleiche eben immer auch relativ und Abhängig vom Umfeld.
Der Beste im Dorfverein (inkl. seiner Eltern) wird im Leistungsverein irgendwann auch feststellen, dass es andere gibt, die eben noch viel besser sind.
Ja richtig. Die Sichtung für den DFB-Stützpunkt fand im letzten Sommer für die U9 statt. Die Mannschaft besteht aus einem 2014er Jahrgang. Vielleicht gibt es regionale Unterschiede!?
Deine Ansicht ist interessant, da wir eher die Befürchtung haben, dass er sich in einer Mannschaft, in der er den anderen "überlegen" ist, nicht unbedingt weiterentwickelt. Hinzu kommt, dass er da auch oft nur "mit halber Kraft" spielt, eben weil es ausreicht. Auf dem Stützpunkt ist es anders. Und wie schon erwähnt, bei Fußballcamps usw. orientiert er sich klar an den älteren und leistungsstarken Spielern und zieht da seine Motivation raus, mithalten zu können. Liegt nicht genau auch hier der Ansporn drin (intrinsische Motivation)? Die Trainer im Heimatverein sehen eher den Spaß im Vordergrund und streben an, dass alle Kinder leistungsmäßig auf dem gleichen Niveau sein sollen. Und genau so bauen sie auch das Training auf. Dass das regelmäßig zu Über-bzw. Unterforderung führt, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Das ist auch ein Grund, weshalb wir eine mittelfristige Lösung suchen.
Und klar wissen wir (und unser Sohn auch), dass es bessere Spieler gibt. Es geht uns darum, dass er in einem Umfeld seiner großen Leidenschaft nachgehen kann, dass seine Stärken optimal fördert und in dem die langfristige individuelle Entwicklung der Spieler im Fokus steht. Ich arbeite selbst mit Kindern/Familien und kenne aus meinem beruflichen Kontext Eltern, die dann oft "drüber" sind. Daher kann ich deinen letzten Satz auch sehr gut nachvollziehen. ![]()
