Beiträge von micha1987

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    Sorry Fuppes ich muss gerade schmunzeln, weil ich bis ich gestern dieses Forum hier gefunden habe, dachte ich wäre in einem der wenigen assozialen Vereine gelandet, in denen sowas möglich ist.

    Beleidigungen und Tätlichkeiten an der Tagesordnung, sowohl gegen die eigenen Trainer und Mitspieler und erst recht gegen die Gegner. Wir hätten in den bisherigen 8 Saisonspielen jedes mal mindestens einen Platzverweis verdient gehabt. Und nicht wie früher, weil mal ein Foul etwas ausartet, nein, Todesdrohungen, Beleidigung vorzugsweise als Sohn einer Mutter die ihr Geld mit Prostitution verdient, vorsätzliches Verletzen von Gegnern, auf gegnerische Zuschauer wird losgegangen, die Trainer von den Eltern bedroht usw. Dazu gefühlt jede Woche gleichhlautende Medienberichte aus der ganzen Republik. Ich weiß nicht, was aus unserem Sport geworden ist, sowas gab es zu meiner Zeit einmal alle 5 Jahre, und unser Verband war da sehr rigoros, ich kann mich an zwei Vereine erinnern, die aufgelöst wurden allein in unserer Kleinstadt.

    Ich will hier keine politische Diskussion anfangen, stelle aber fest, dass die Aggressoren immer recht deutlich zuordenbar sind und ich mich auf diese gesellschaftliche Verwandlung alles andere als freue, zumal genau dieses schädliche Verhalten selbst Kindern inzwischen schon mitgegeben wird. 10 jährige, die sich gegenseitig nach dem Fußball die Fresse polieren, Wahnsinn

    Wie gesagt, ich habe am Anfang zugestimmt mich in zweiter Reihe einzuordnen, wenn er nicht bereit ist, für klare Verhältnisse zu sorgen und mir nicht zugestehen, dass auch mir entsprechend gegenübergetreten wird, kann ich es nicht erzwingen. Es ist einfach grundlegend ein Problem, er hat irgendeine Scheu davor konsequent zu sein. Die schlechten Nachrichten werden immer mir delegiert, um sie zu kommunizieren oder es wird eben garnicht oder allgemein gehalten gesprochen, vor allem mit den ordentlichen Jungs.

    Die "entweder- oder" Karte habe ich nicht vor zu spielen, das ist mir zu viel Zirkus und finde ich von einem Erwachsenen ggü jungen Männern lächerlich. Zumal auch das unterwandert werden würde, indem für die 3 unter fadenscheinigen Begründungen einfach ein Platz in den niederklassigeren Herrenmannschaften frei gemacht würde.


    Ich muss dazu sagen, der Kapitän wurde ernannt, nicht gewählt. Auch das war so ein Diskussionspunkt, weil ich weder hinter dem Ernennen noch der Personalie stand, vielmehr habe ich sogar richtig vermutet, dass es früher oder später Probleme geben wird. Ich bin ohnehin erstaunt, dass er nur 2 bis 3 weitere Spieler auf seine Seite ziehen konnte.


    Ehrlich gesagt, war das bis jetzt mein Gedanke, in einem halben Jahr hat sich das Problem erledigt, gepaart damit, dass mir die Vielzahl der Ordentlichen immer Freude bereitet hat. Allerdings habe ich so im Sommer auch schon gedacht, weil uns die Hälfte der ursprünglichen Gegenarbeiter verlassen hat. War aber nur ein Märchentraum von mir, irgendwo finden sich immer welche die man mit solchem Verhalten beeindrucken kann

    Wir haben das klar geregelt, dass er über solche Maßnahmen die letzte Entscheidung hat, da mach ich mich ja noch lächerlicher wenn ich ihnen sage, sie können gehen und er nimmt es dann wieder zurück. So wäre es aber gelaufen, weil er in jedem ein unglaubliches Potential sieht...


    Die Gespräche gab es schon zur Genüge, zuletzt letzte Woche, zwei Tage später wieder das Selbe. Daraufhin auch die neuerliche Gegenwehr der Gruppe von Störenfrieden, weil ich ihnen ein Lauftraining verordnet habe, nachdem sie wieder gegen das verstoßen hatten, was wir zwei Tage zuvor besprochen hatten.


    Das Feedback des Teams interessiert sie nicht, einer hat dann aus Verärgerung über das Laufen eine Stange so lange immer wieder umgetreten bis er seinen Mitspieler damit schmerzhaft getroffen hat. War ihm egal, die Ansprache seine Mitspielers hat er ignoriert und dreckig gelacht

    U19 sind nun wahrlich keine Kinder mehr.


    Aber auf der anderen Seite: Was ist mit Dir los, wenn Du Dir das anderthalb Jahre lang anschaust und hinnimmst. Wenn mich ein Vater bedroht, dann fliegt er hochkant vom Sportplatz. Und wenn er nicht geht, bzw. es dann nach einem Gespräch mit dem Vorstand nicht zu einem Rauswurf des Spielers samt Vater kommt, dann gehe ich.

    Keine Ahnung, also der Vorfall mit dem Vater ist ja dann doch nochmal eine Ausnahme gewesen. Ich habe schon öfter Konsequenzen erbeten, aber letztendlich wsl gezögert diese auch vehement einzufordern, weil ich unter dem Strich weiß, dass man am Ende lieber auf einen ehrenamtlichen Mitläufer verzichtet als auf ein zahlendes Mitglied. Und bisher hat der Gedanke, dass 80% ordentliche Jungs sind, und die Beschewichtungen es seien nur Kinder, immer gesiegt.

    Allerdings muss ich nach diesem Vorfall mit dem Vater tatsächlich zugeben, dass ich Angst habe. Dieser Hass weil ich seiner Meinung nach nicht schnell genug aufs Spielfeld gekommen bin, um seinen Sohn zu behandeln, haben mir wirklich zu Denken gegeben. Und sich dann noch bei den anderen Eltern über mich lustig zu machen.

    Zumal ich auch seinen Sohn für psychisch auffällig halte, der prügelt nach einem Ballverlust wie von Sinnen auf den Rasen ein

    Hallo Freunde des gepflegt getretenen Leders, auf meiner Suche nach einer Antwort bin ich hier gelandet und muss zugeben, es beruhigt mich etwas, dass die Probleme überall die Gleichen sind. Ich wäre euch für eine Einschätzung dankbar, vllt auch den ein oder anderen Tipp.

    Vor 1,5 Jahren hat mich ein Kumpel gefragt, ob ich ihn nicht als Co bei einer U19 unterstützen möchte. Wir haben früher zusammen gespielt, schätzen uns.

    Die Mannschaft ist ein bunt gemischter Haufen, mit vielen speziellen Charakteren. Und genau hier liegt mein Problem, ich hatte von Anfang an das Problem, dass eine Gruppe Stimmung gegen mich macht. Die Gruppe ist über den Saisonwechsel kleiner geworden, aber nach wie vor habe ich das Problem dass immer 3 Spieler offenkundig gegen mich arbeiten und meine Trainingseinheiten bewusst kaputt machen. Ich habe bereits mehrfach mit meinem "Headcoach" gesprochen und auch die Namen benannt. Die Machtverhältnisse sind klar geregelt, ich unterstütze, berate und vetrete ihn, er hat letztendlich die Entscheidungsgewalt.

    Allerdings werde ich immer nur angebügelt mit, "das sind doch nur Kinder". Ich bin allerdings der Meinung, dass ich mit 18 Jahren ein bisschen Respekt durchaus verlangen kann. Ich weiß, dass sich die Generationen stark verändert haben, aber einen gewissen Wert auf ein bisschen Disziplin lege ich, dazu gehört, dass man niemanden beleidigt, nicht hinter dem Rücken des Schiedsrichters den Gegner schlägt, einen Ball den man verschießt wieder holt, die Trainingsmaterialien wieder aufräumt etc. Ich bin kein Brüllaffe, kann aber durchaus lauter werden, wenn gewisse Grundregeln partout mit Füßen getreten werden. Und um meine Meinung zu untermauern, gibt's dann eben mal ein Training ohne Ball. Wohl wissend, dass wieder die selben Spieler wie immer, mir das Training kaputt machen werden.

    Den negativen Höhepunkt hatte ich diese Woche, als mich ein Spieler aufgrund einer Anweisung von mir als männliches Geschlechtsorgan betitelt hat. Beim gestrigen Spiel hat mich zudem sein Vater derart bedrohlich angeschrien, dass ich während dem Spiel nach Hause gegangen bin. Ein anderer hat mir schlichtweg die Übungsausführung beim letzten Training einfach verweigert, sodass ich ihn nach Hause geschickt habe.

    80% unserer Mannschaft sind tolle junge Männer und talentierte Kicker, aber diese Gruppe aus 3en lässt mich verzweifeln.

    Und es passiert nichts, seit 1,5 Jahren bitte ich darum endlich ein Zeichen zu setzen und zu verdeutlichen, dass ich nicht der Hanswurst bin. Und es passiert nichts, ausser vllt mal die Bitte an die betreffenden Spieler sich zu benehmen und im nächsten Training ist es wieder das Gleiche. Im Gegenteil, der Hauptakteur wird vielmehr noch zum Kapitän ernannt...

    Ich finde es schade, mir davon die Freude zerstören zu lassen, aber ich sehe keine andere Möglichkeit mehr, als hinzuwerfen. Oder wie seht ihr das?