Beiträge von Pele10

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    Finde den Ansatz aus Spanien absolut richtig. Nicht umsonst haben sie damit auch großen Erfolg und eine hohe Durchlässigkeit.

    Jeder Fußballer braucht Spielzeit und ein Talent braucht die Zeit um zu entwickeln. Höhen und Tiefengehören dazu. Fahre häufiger bei uns ins regionale NLZ und schaue mir z.B. U19/U17 Bundesliga-Spiele an. Es ist immer das gleiche Bild.


    In der Regel spielen dort die körperlich am weitesten entwickelten Spieler, wobei das nicht unbedingt die perspektivisch besten Spieler sind. Den Vereinen geht es doch am wenigstens um die Person sondern vielmehr um das hier und jetzt und den größtmöglichen Erfolg für den Club. Genau deshalb wird doch auch jedes Jahr aussortiert in großem Stil.


    Klar kann man sagen, das ist Leistungssport und gehört dazu (bestreite ich auch nicht). Muss mich aber dann auch nicht wundern, wenn 95 % nicht im aktiven Bereich ankommen. Der Fokus liegt auf der falschen Stelle.


    Der Ansatz des DFB mit dem neuen Ligensystem und einer garantierten Zugehörigkeit fürs NLZ ist daher auch nicht verkehrt. Nur ob es auch wirklich so gelebt wird bezweifele ich, weil die NLZ untereinander auch in Konkurrenz stehen und um die besten Talente buhlen. Das wird auch weiterhin so bleiben weil der Verein und der Ruf über allem steht, vor allem über dem Talent.


    Aus meiner Sicht sollte das einfach immer regional betrachtet werden und nicht das ein NLZ Spieler aus Bayern z.B. in ein NLZ nach Hamburg weg von seiner Familie etc. transferiert wird wenn er vor Ort genauso gut gefördert werden könnte.


    Spanien z.B. hat bei Profimannschaften und Partnervereinen auch einen ganz anderen Unterbau (teilweise 3 und mehr Mannschaften im Aktiven-Bereich) und die Talente können langsam herangeführt werden an die Challenge "Männer-Fußball". Glaube das Talent ist in Deutschland in den seltensten Fällen das Problem und die Ausbildung auch nicht. Die allermeisten die Juniorenbundesliga spielen haben alle Voraussetzungen um weit zu kommen - sofern sie die Gelegenheit bekommen in Form von Spielzeit, Zeit allgemein für die Entwicklung (sowohl persönlich als auch körperlich usw.). Sind sie aber mal im Profibereich angekommen werden sie fallen gelassen wie ne heiße Kartoffel und verlieren in den meisten Fällen die Lust.

    Hallo,

    einfach weiter durchhalten und vor allem die Eltern bei Laune halten :)

    Die waren bei mir öfters das Problem wie die Kids. Die Kids waren zwar auch enttäuscht, aber die konnte man recht einfach wieder motivieren in denen man an ihre Stärken erinnert und sie richtig einstellt und fördert/trainiert.


    Die Tabellenverliebten Eltern waren da schon eher anstrengend. Wichtig ist und bleibt die individuelle Entwicklung (unabhängig vom Ergebnis). So muss man das auch den Eltern erklären. Viele verstehen das auch, ein paar nicht aber dann ist das so.


    Hab das ein Jahr lang überlebt und kann im Nachgang sagen, die die mitgezogen haben und dabei blieben sind heute besser wie die die den Kopf in den Sand gesteckt haben bzw. gewechselt sind. Man kann aus solchen Phasen auch enorm viel lernen.


    Gerade verlieren ist jetzt aktuell bei uns kaum noch an der Tagesordnung und wenn dann bricht keine Welt zusammen

    Sein Ziel ist es aktuell einfach zu kicken. Er träumt natürlich auch vom Profi werden, aber das ist jetzt nicht der Fokus um den es geht.

    Er ist auch fein mit der Entscheidung die wir gemeinsam getroffen haben. Er möchte schon den nächsten Schritt gehen.


    Den Rest müssen wir abwarten. Ich denke die meisten werden ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr nur vom Papa trainiert und ich muss rückblickend sagen, dass ich eher zu streng bzw. fordernd ihm gegenüber war im Vergleich zu anderen in unserer Mannschaft. Vielleicht auch nicht immer gut. War jetzt eher nicht der der ihn da bevorzugt hat. Insofern kennt er die Situation schon mal auf der Bank zu sitzen etc.


    Problem war eher das er da bei mir immer schwerer mit klar gekommen ist als z.B. andere Kids. Sehe ihn ja auch in der Schule und z.B. auch bei der Fußballschule. Wenn da jemand was zu ihm sagt (ob Lehrer in der Schülermannschaft oder Trainer Fußballschule) ist das gar kein Problem. Da wird auch direkt artig die richtige Reaktion gezeigt und umgesetzt. Bei mir hat er da des Öfteren versucht zu diskutieren etc. ;)


    Von daher erhoffe ich mir schon eher eine Besserung....

    Funinho ist das mit Abstand BESTE was dem Jugendfußball in den Altersklassen G bis E passieren kann.

    Zudem hat man immer auch noch die Möglichkeit 5 gg 5 (G bis F) oder 7 gg 7 zu spielen (E-Jugend).


    Natürlich muss man was organisieren, brauch ein paar Hütchen mehr und Zeit etc. Aber das ist es Wert. Die Kids können dadurch nur besser werden und jeder hat Spaß dabei.

    Danke für das Angebot :)

    Wir haben mittlerweile nach langer Entscheidungsfindung unseren Weg eingeschlagen.


    Wen es interessiert hier kurz das Feedback.


    Wir hatten vor paar Wochen ein Probetraining-Angebot bei einem NLZ, dass wir abgelehnt haben weil wir den Fokus bis auf weiteres regional halten möchten. Unser Sohn wird daher ab der neuen Runde in einen ambitionierten Jugendförderverein wechseln der ein breitschichtiges Angebot hat für alle Entwicklungsstufen. Dort soll er auch min. noch 2 bis 3 Jahre spielen, sich erst mal etablieren und durchsetzen. Parallel steht der Schulwechsel an mit sportlichem Fokus (zusätzliche Trainingsbelastung usw).


    Wir sind uns sicher, dass wir ihn mit einer anderen Entscheidung definitiv überfordert hätten und wollen ihm einfach weiterhin (trotz schon jetzt hohem sportlichen Pensum) die Gelegenheit geben sich frei zu entwickeln.


    Alles weitere wird die Zeit zeigen und dann kann man immer noch entscheiden.


    Für mich weitaus schwieriger ist aktuell die Situation, dass ich lernen muss "loszulassen" was bedeutet das ich ihn selbst nicht mehr trainieren werde als "Vater-Trainer". Diese Entscheidung ist auch bewusst so getroffen, da ich es besser finde ihm seinen Freiraum zu geben und er auch lernen muss sich ohne den Papa in einem anderen Umfeld zurecht zu finden und zu behaupten.


    Je näher der Tag rückt desto unwohler wird es mir aber, bzw. fällt es mir schwer loszulassen und vielleicht auch zu vertrauen.

    Bin bei der Vereinswahl absolut überzeugt und die haben auch Top Trainer, dennoch ist es ein komisches Gefühl aktuell....


    Vielleicht ging/geht es einem ja ähnlich. Würde mich mal interessieren wie ihr damit umgegangen seid bzw. wie sich bei Euch das entwickelt hat. War es eher förderlich oder nicht förderlich?


    Hab die Doku z.B. von Toni Kroos gesehen und seinem Vater, der sagt ja heute noch...es war dringend an der Zeit ab einem gewissen Zeitpunkt loszulassen. Der Überzeugung bin ich eigentlich auch, dass wir nicht ewig unsere Jungs begleiten können und mehr Freiraum eher gut tut wie schadet.


    Bin mal gespannt was ihr meint zu der Frage :)

    Zur Erklärung damit man es besser einordnen kann. Wir spielen im SWFV und in der D-Jugend gibt es folgende Klasseneinteilung.

    Kreisklasse - Kreisliga - Landesliga - Verbandsliga (NLZ und regional größere Städte/Kommunen).


    Unser Verein kann in der D-Jugend nur eine Mannschaft stellen nächste Runde. Die besteht überwiegend aus dem jüngsten Jahrgang dann, da der 2012er Jahrgang kaum bis gar nicht existent ist. Deshalb werden sie Kreisklasse melden und mein Sohn (Spätgeboren im jüngsten Jahrgang 2013) würde dann Kreisklasse spielen mit wenigen bis teilweise gar nicht motivierten Mannschaftskameraden, da die meisten bereits früher gewechselt sind. Ich habe aber bis zur E-Jugend nicht viel vom Wechseln gehalten, so lange er sich entwickelt und auch in der jeweils leistungsstärksten Klasse mitspielen konnte. Dies war der Fall. Sie wurden zwar nie Meister, aktuell sind sie aber im guten Mittelfeld und die persönliche Entwicklung, Freundeskreis etc. passt.


    Nächstes Jahr ändert sich das dann komplett - wie oben bereits erwähnt - durch Schulwechsel, Freunde 2014er Jahrgang usw. Zudem kommt dann noch die sportliche Situation die dann für mich nicht akzeptabel ist.


    Bei den beiden Vereinen im Probetraining war er


    a) bei einem Saarländischen Verbandsligisten

    b) einem pfälzischen Verbandsligisten


    Beides recht weit zu fahren und aus meiner Sicht vom Niveau her noch eine Nr. zu groß (nicht von der fußballerischen Entwicklung) sondern eher von der menschlichen Komponente. Er ist vom Typ eher ruhig, zurückhaltend und ein klassischer 2014er Entwicklungsstand (mit denen er auch in die Schule geht, befreundet ist etc.) Wie gesagt er ist am Jahresende geboren.

    Fußballerisch, bei den technischen Übungen und auch von der Athletik konnte er überall mithalten. Er ist halt nicht herausgestochen weil er teilweise in den entscheidenden Momenten lieber abgespielt bzw. sich zurückgenommen hat, was sich mit seiner aktuellen Art als Mensch begründet liegt (finde ich noch nicht mal schlecht, das er so ist. Im Gegenteil sogar....).


    Für mich wäre der Schritt zwischendrin der Königsweg. Sprich ein Verein der vom Niveau her von der Kreisliga bis zur Landesliga ein Angebot macht. Da gibt es einzig und allein einen Verein im annähernd nahen Umfeld und der ist total überlaufen bzw. hat eine derart hohe Nachfrage, das sie teilweise schon einen Aufnahmestopp verhängen bzw. nur aus den eigenen Reihen die Spieler nehmen (was auch nachvollziehbar ist).


    Was die zusätzliche Förderung betrifft würde ich mir klar wünschen, dass die Stützpunkte sich breiter aufstellen bzw. ein Angebot machen, vielleicht auch die NLZ in jedem Jahrgang ein Perspektivteam anbieten.....aber das wissen wir glaube ich alle. Da geht es nur drum die wirklich besten zu fördern und den meisten Profit zu schlagen. Das ist beim DFB nix anderes.


    Früher gab es die klassische Kreisauswahl....davon hört man heute wenig bis gar nix.


    Aktuell kompensieren wir die zusätzliche wöchentliche Förderung mit privaten Angeboten von Fußballschulen, Individual- bzw. Training in kleinen Gruppen. Das macht ihm Spaß, für mich ist es finanzierbar und das Angebot auch wirklich sehr gut bei uns in der Region.

    Wie gesagt, mir geht es überhaupt nicht um ein NLZ sondern einfach um eine Perspektive zwischen Dorfverein und NLZ und da ist das Angebot gerade bei uns auf dem platten Land rar....


    Ich habe auch in keiner Weise irgendwie von Druck gesprochen bzw. übe diesen auch nicht aus. Er macht das von sich aus, aus eigener Initiative und ich unterstütze ihn bestmöglich dabei.


    Es kommt nun mal ab einem gewissen Alter zum Zeitpunkt wo man mehr will und das merkt er gerade bei sich selbst. Er möchte für sich den nächsten Schritt gehen und ich sehe es schon auch in meiner Verantwortung ihm zu helfen.


    Bei uns sind die Voraussetzungen im Verein halt auch wirklich was die nächste Jahrgangsstufe bzw. D-Jugend betrifft mehr als bescheiden und es kommen viele Faktoren zusammen (Schulwechsel, dadurch teilweise Wechsel Freundeskreis, viele seiner Freunde sind jüngerer Jahrgang und spiele noch ein Jahr E-Jugend usw.).


    Da ist aktuell vieles im Umbruch momentan und das bereitet mir etwas Sorge bzw. ich will nicht den falschen Schritt gehen bzw. den für ihn besten finden.


    Ich glaube da ist guter Rat teuer. Ausgeschlossen wird für mich sein das er im jetzigen Verein bleibt, da er da definitiv und das sagt er selbst sogar schon keine Lust mehr drauf hat.

    Hallo zusammen,

    bin gerade über das Thema gestolpert weil ich einen neuen Beitrag veröffentlichen wollte der in gleiche Richtung geht. Ich kann die Probleme sehr gut verstehen und finde das man da auch nicht wirklich pauschal eine Antwort finden kann.


    Ich sehe es mal so - als Beispiel bzw. auch an meiner derzeitigen Situation mit meinem Sohn verglichen - das es für die Kids, die vom Leistungsniveau knapp unterhalb eines NLZ liegen schwer ist eine richtige Förderung zu bekommen. Da hat es schon viel mit der richtigen Vereinsauswahl und teilweise auch überhaupt den Optionen dazu im näheren Umfeld zu tun die richtige Entscheidung zu treffen.


    Vor allem darf man nicht vergessen das wir in dem Altersbereich 10 bis 11 Jährige immer noch über Kinder sprechen die sich in ihrer Persönlichkeit extrem unterscheiden. Oft ist doch die Frage wer kommt in ein NLZ oder einen DFB Stützpunkt nicht wer ist der bessere Fußballer von der Grundausbildung, dem Talent und den Fähigkeiten, sondern wer performt am besten in dem Moment wo es darauf ankommt. Die Kids bekommen doch gar nicht mehr die richtige Förderung geschweige denn die Zeit und Geduld die es einfach brauch um einen guten Fußballer zu entwickeln.


    Wir stehen jetzt auch genau an diesem Punkt wo wir nicht wissen wie es weitergeht. Mein Fokus liegt zu 100 % seitdem ich ihn auf seinem Weg begleite (mittlerweile 6 Jahre lang - er hat mit 4 bei den Bambinis im Dorfverein angefangen und spielt jetzt aktuell dort im zweiten Jahr in der E Jugend Kreisliga) immer noch auf der Ausbildung der Fähigkeiten. Hier ist er sehr weit entwickelt, auch schon seit mehreren Jahren zusätzlich in Fördertrainingsgruppen einer Fußballschule, Probetrainings bei namenhaften Amateurvereinen der Region usw.


    Wir sind jetzt an dem Punkt wo der nächste Schritt kommen muss da in unserem Dorfverein der Unterschied und die Fördermöglichkeiten ab der U12 (D-Jugend) nicht mehr gegeben sind. Nur welchen Schritt wir gehen, das ist ein schwieriges Thema und da stoße ich an meine Grenzen. Es gibt in der Umgebung max. ein bis zwei Vereine die ein solides Nachwuchsförderungskonzept unterhalb der NLZ haben, dort einen Platz zu finden ist allerdings schwierig bis fast unmöglich da die Nachfrage enorm groß ist.


    Je weiter man schaut umso weiter sind die Wege was insbesondere auch vereinbar sein muss mit Schule und Beruf etc. Zumal wir auf dem Land wohnen und die Wege ohnehin schon weiter sind.


    Was würdet ihr mir raten in meiner Situation?

    Danke für die zahlreichen Antworten. Ich denke es ist ein komplexes Thema das auch nicht pauschal beantwortet werden kann. Prinzipiell habe ich für mich erkannt, dass es so nicht mehr weitergeht da einfach alle auf der Strecke bleiben. Daher wollen wir ja auch für die Zukunft was ändern und die Jugendleitung zieht mit. Andere Vereine in der Umgebung praktizieren das Konzept bereit seit Jahren erfolgreich. Also funktioniert es auch. Mein Problem ist aktuell nur, dass ich mir für den Rest der Runde nicht mehr viel dafür kaufen kann :) und irgendwie schauen muss wie ich die Motivation noch irgendwie hochhalte für die letzten 2 1/2 Monate.


    Einen Anfang habe ich gemacht und die Eltern zu einem Elternabend eingeladen und teilweise gutes Feedback erhalten. Leider verstehen jedoch immer noch einige nicht das Fußball auch ein Hobby ist bei dem man verlässlich sein muss und auch etwas investiert. Vor allem Zeit an Spieltagen usw. Viele meinen einfach nur, heute hab ich mal Bock da geh ich mal hin und am nächsten Tag sieht es wieder anders aus und dann bleib ich lieber zu Hause. Verlässlich wie das Wetter. Leider habe ich nur ca. 8 Kids die die richtige Einstellung haben und auch von zu Hause entsprechend motiviert und animiert werden (auch an den Tagen wo man vielleicht mal keine Lust hat).


    Ich glaube die Kunst bei den Breitensportvereinen wird es in Zukunft noch mehr sein, diejenigen zu finden und bei der Stange zu halten, die die richtige Einstellung an den Tag legen. Nur darüber kommt dann auch eine Identifikation zu Stande und irgendwann in 10 Jahren auch mal der ein oder andere 1./2. Mannschaftsspieler im aktiven Bereich.


    Es ist halt wie generell in unserer Gesellschaft aktuell...jeder fordert nur noch, will alles geschenkt und ohne großen Aufwand erreichen und wehe wenn nicht, dann wird gejammert und jeder ist Schuld nur nicht man selbst.


    Ich für mich ziehe es jetzt weiter durch und hoffe auf eine Besserung in der nächsten Runde mit hoffentlich funktionierendem neuen Konzept.

    Servus Leute...vorweg mal klasse Forum und ein toller Thread den ich jetzt auch gerne mal zum Erfahrungsaustausch nutzen möchte. Habe über 25 Jahre aktiven Fußball hinter mir und trainiere jetzt seit 3 Jahren beginnend ab der F-Jugend die Mannschaft meines Sohnes. Ist ein JSG mit insgesamt zwei Standorten (räumliche Entfernung zwischen den Standorten ca. 10 Kilometer max). Die JSG hat ein aus meiner Sicht etwas fragwürdiges Konzept das nunmehr immer mehr und mehr zum Problem wird. Leider - so meine Meinung - müssen wir Trainer es aktuell ausbaden, da der Frust bei den Eltern/Kids recht groß ist. Derzeit haben wir eine E1 (= Kreisliga) und eine E2 (= Kreisklasse). Die Einteilung erfolgte unabhängig irgendwelcher Leistungsgedanken etc. durch die Jugendleitung der JSG. Bedingt durch die Standorte sind die Mannschaften auch bunt gemischt was zu extremen Leistungsunterschieden führt. Diese sind absolut normal und auch nicht mein Problem. Allerdings ist es so, dass beide Mannschaften Woche für Woche auf die Ohren bekommen und in den Spielen kaum Land sehen. Jeder verliert allmählich die Motivation. Die Eltern sind nur auf Fußball.de und die Tabelle fokussiert und verstehen trotz diverser Gespräche nicht das es nicht zwingend auf die Ergebnisse ankommt. Die Kids verlieren teilweise die Lust, da wir einige dabei haben die bereits seit den Bambini spielen (und auch entsprechend fußballerisch entwickelt sind) und Kids die erst neu angefangen haben bzw. nicht so lange spielen und noch vieles lernen müssen. Zudem haben wir viele Spieler des jüngeren Jahrgangs und in den Spielen sind wir chancenlos. Insbesondere in der Kreisliga macht sich das recht deutlich bemerkbar da die anderen Vereine da schon klarere Leistungs-/Entwicklungsorientiertere Konzepte fahren. Der Jugendleiter hat jetzt zwar eingelenkt was die nächste Saison betrifft und möchte das Konzept ändern und die Standorte zentralisieren und enger zusammenrücken. Finde ich gut und unterstütze ich auch.


    Nun zum eigentlichen Problem bzw. was ihr jetzt machen würdet mit der Rest der Runde. Derzeit sind die Rückmeldungen sehr rückläufig und wir bekommen an einem Standort kaum noch eine Mannschaft zusammen. Zwei Spiele mussten wir bereits absagen, auch eine Verlegung hat keinen Sinn gebracht. Beide Mannschaften schon jetzt zusammenlegen für die letzten Spiele funktioniert nicht, da die Eltern hierzu nicht bereit sind an einen anderen Standort zu fahren. Sind jetzt noch 6 Spiele in nicht mehr ganz 1 1/2 Monaten der Rückrunde. Bin echt am hadern ob es nicht besser ist die Kreisliga-Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden und nur noch zu trainieren und FS-Spiele anzubieten oder es einfach durchzuziehen bzw. abzusagen wenn es halt nicht anders geht. Ich muss auch sagen, dass ich sehr motiviert und engagiert bin und es mir mittlerweile auch echt an die Nerven geht wenn ich sehe was da teilweise an Rückmeldung kommt bzw. nicht kommt (trotz unzähliger Gespräche, unnötige Diskussionen mit Eltern etc.). Auch mein Sohn der Fußball über alles liebt verliert die Lust und würde am liebsten nicht mehr hingehen. Wie würdet ihr euch verhalten bzw. habt ihr Tipps, wart vielleicht mal in einer ähnlichen Situation oder könnt mal von eurer Erfahrung berichten.


    Würde mich über jedes Feedback freuen.


    Danke schon mal...


    LG