Beiträge von Neuling21

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    Im Saarland gibt es zwei sehr Gute NLZ.

    Elversberg und Saarbrücken und da das Saarland nicht gerade groß ist sind die Fahrwege dahin eher kurz.

    In unserem Fall sind wir zum Sichtungstraining vom Jahrgang 2015 eingeladen. Also zur kommenden U9 nächste Saison.

    Die Mannschaft dürfte doch eigentlich noch gar nicht komplett stehen und die Spieler müssten noch bei ihren aktuellen Vereinen sein.


    Kann also passieren, dass man schon zum Sichtungstraining eine Tendenz mitgeteilt mitbekommt oder findet eine Sichtung in mehreren Etappen statt ?

    Die Sichtung findet in mehreren Etappen statt.


    Zuerst werden alle Kinder zu einem gemeinsamen Training eingeladen. Mehrere Trainer beobachten die Kinder während dem Training. Das beginnt beim gemeinsamen "Aufwärmen" und an den einzelnen "Stationen".


    Nach dem Training gehen die Kinder nach Hause und bekommen einige Tage mitgeteilt, ob sie ins Perspektivteam kommen, weiterhin beobachtet werden oder ob es noch zu früh ist.


    Die Kinder, welche ins Perspektivteam kommen, dürfen dann 1 mal in der Woche im NLZ trainieren.


    Die Kinder, welche weiterhin beobachtet werden, dürfen dann sehr wahrscheinlich nochmal zu einem Sichtungstraining.


    Wer das Sichtungstraining "bestanden" hat, darf dann mal mit der momentanen Mannschaft mittrainieren.


    Die Kinder des Perspektivteams bekommen im Frühjahr gesagt, ob sie zur nächsten Saison im Team sind.


    Zumindest wurde uns das so gesagt.

    Unser Sohn hat maximal 3 Trainingseinheiten pro Woche. 1 mal Stützpunkt, 1 mal Vereinstraining und manchmal, wenn er Lust hat, noch Privattraining.


    Wie das mit dem Sichtungstraining "normalerweise" abläuft weiß ich nicht. Bei uns war es so wie oben beschrieben.


    Was den Stützpunkttrainer angeht fand ich die Aussage völlig ok. Weitere Förderung im Stützpunkt ohne Druck und "verlorener" Kindheit. Seine Aussage war unter anderem, dass unser Sohn sowieso schon von einigen Clubs beobachtet wird und wenn sie ihn unbedingt haben wollen, werden sie sich immer wieder bei uns melden.

    Bedenkt man, dass er hier sogar hoch gezogen worden ist...

    Das mit dem "hochziehen" sehe ich eher skeptisch.


    Oft ist es so, dass die Kinder dann eher die Mitläufer sind.


    Unser Sohn sollte auch hochgezogen werden. Wir haben abgelehnt und für seine Entwicklung war es das beste. Er ist in seiner Mannschaft der absolute Führungsspieler. Sein Selbstbewusstsein ist enorm gestiegen. Er übernimmt Verantwortung und dirigiert seine Mitspieler.


    Aber wie schon erwähnt.... jedes Kind ist anders und es muss individuell entschieden werden.

    Dazu kann ich folgendes berichten.


    Mein Sohn ( 10 Jahre) bekam Anfang September das Angebot in einem Perspektivteam eines NLZ zu trainieren. Dies wurde von uns abgelehnt. Im November kam dann ein Anruf, dass er zu einem Sichtungstraining eingeladen wird. Das Angebot nahm unser Sohn an. Wir fuhren hin. Es waren ca. 40 Kinder da, 75 Minuten Training und dann der Hinweis an die Kinder und Eltern, dass man innerhalb einer Woche ein Feedback bekommt.

    Ein Tag später erhielten wir eine Mail mit der Nachricht, dass unser Sohn ein sehr interessanter Spieler und in der engeren Auswahl sei. 3 Tage später erhielten wir einen Anruf mit der Info, dass sie ihn weiterhin beobachten werden und er im Frühjahr nochmals zur Sichtung eingeladen wird. Desweiteren erfuhren wir, was er noch verbessern könnte ( vermehrt 1:1 Situationen suchen).


    Wenn ich mir überlege, dass für eine bereits bestehende D-Jugend so viele Kinder gesichtet werden kann das nur bedeuten, dass die bereits dort spielenden Kinder jedes Jahr knallhart aussortiert werden. Dazu kommt noch der extreme Zeitaufwand. 3 mal pro Woche Training, an den Wochenenden die Spiele (die meist einen sehr langen Anfahrtsweg bedeuten). Freizeit bleibt da nur sehr wenig bzw. überhaupt nicht mehr.


    Was die Förderung angeht bin ich der Meinung, dass sie für ein Kind bis U14 im "normalen" Verein mit evtl. Zusatztraining in einer Fussballschule besser ist. Talentierte Kids bekommen ja meist auch noch die Möglichkeit im Stützpunkt zu trainieren.


    Gerade die sozial- emotionale Entwicklung der Kinder wird in einem NLZ vernachlässigt.


    Wir haben nach der Sichtung mit unserem Sohn, dem Stützpunkttrainer und dem "Privattrainer" gesprochen. Unser Sohn findet es cool, dass er in einem NLZ mittrainieren durfte möchte aber weiterhin mit Freunden was unternehmen.

    Stützpunkttrainer und "Privattrainer" haben uns von einem Wechsel in dem Alter abgeraten. Sie hätten oft genug erlebt, dass Kinder nach einem Wechsel in ein NLZ Probleme hätten. Der Leistungsgedanke und Druck sei für viele zu groß, viele hätten, wenn sie aussortiert werden, das Gefühl versagt zu haben und Freundschaften seien oft auch nicht mehr vorhanden, da sich alles nur noch um Fussball gedreht hätte.


    Von daher... lieber noch einige Zeit warten und das Kind die Kindheit genießen lassen.

    Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass ein Trainer einen so talentierten Spieler nicht in seiner Mannschaft haben möchte.

    Naja, weil der Spieler eben zum Stützpunkttraining geht statt in die private, kostenpflichtige Fußballschule des Trainers.

    In dem anderen Threat von soccermum steht, dass ihr Sohn schon seit 3 Jahren in dieser Fussballschule trainiert....

    Jede Fussballschule ist doch froh, wenn ihre "Kunden" im Stützpunkt trainieren dürfen.

    Als die Fussballschule unseres Sohnes erfahren hat, dass er im Stützpunkt trainieren darf hat der Trainer gesagt: " Ich freue mich sehr für ihn - auch wenn er jetzt nicht mehr so oft bei mir trainieren kann." Bessere Werbung gibt es da doch eigentlich nicht.


    Mir sind da zu viele Wiedersprüche. Auf der einen Seite hat dem Sohn das Probetraining sehr gut gefallen und er möchte dort hin wechseln. Dann wird aber geschrieben, dass soccermum nicht so überzeugt von einem Wechsel wäre. Die Eltern des Probevereins würden andere Kinder schlecht machen, usw.


    Mit dem momentanen Verein ist sie auch nicht zufrieden. Und wenn mein Kind von einem Trainer angeschrien und psychisch runter gemacht wird würde ich mein Kind dort sicherlich nicht mehr trainieren lassen.


    Die Gegenseite zu hören wäre mal sehr interessant. Aber diese Möglichkeit haben wir leider nicht.

    Sorry aber, ich weiß gerade nicht was du willst.


    Auf der einen Seite schreibst du dein Sohn soll weiterhin in dem momentanen Verein spielen auf der anderen Seite sprichst du von Vereinswechsel, Probetraining, etc.


    Dann wird immer wieder betont wie gut dein Sohn ist....


    Lass deinen Sohn entscheiden was er möchte.


    Wenn er wirklich so "Bombe" ist wie du schreibst bekommt er nächstes Jahr bestimmt etliche Anfragen von anderen Vereinen. Dann hat sich das ganze eh erledigt.


    Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass ein Trainer einen so talentierten Spieler nicht in seiner Mannschaft haben möchte.

    Vielen dank für die vielen Antworten.

    Der Stützpunkt wollte ihm jetzt schon die Möglichkeit geben dabei zu sein. Da wollte er natürlich unbedingt hin und wir haben dem Ganzen zugestimmt.

    Ich bin froh, dass eure Meinungen mit unsrer übereinstimmen. Für uns hat es sich angehört, als wollten sie ihn dort "parken" bevor andere auf ihn aufmerksam werden.

    Wir werden dann alles so lassen wie es zur Zeit ist. Wenn der Verein weiterhin Interesse hat werden sie sich im nächsten Jahr nochmal melden. Hauptsache unser Sohn hat weiterhin Spaß am Fussball. Alles andere werden wir sehen.

    Danke für die Antwort,

    das Vereinstraining ist leider Montags. Da das Stützpunkttraining am gleichen Tag ist, kann er zwangsläufig nur 1 mal in der Woche mit der Mannschaft trainieren. Zur Mannschaft muss man sagen, dass die Trainer sich sehr viel Mühe geben. Aber die "Qualität" der Mannschaft sorgt dafür, dass das Training für unseren Sohn nicht so anspruchsvoll ist. Deshalb trainiert er auch noch 1 mal pro Woche in einer Fussballschule.

    Dem Scout haben wir mitgeteilt, dass wir dieses Jahr Stützpunkt und Privattraining effektiver finden als das Perspektivteam. Unser Sohn hat das damals auch so geäußert. Allerdings wurde angeboten, dass er nicht wöchentlich ins Perspektivteam kommen muss. Sie seien froh, wenn er schon 1mal pro Monat dabei sei.

    Jetzt ist er unsicher und sagt immer öfter, dass er es gerne im Perspektivteam versuchen möchte.

    Meine Meinung ist auch, wenn sie wirklich Interesse an ihm haben dann warten sie noch bis zum Sommer. Zumal er als 12er Jahrgang mit bis zu 2 Jahren älteren Kinder im Stützpunkt trainieren darf.

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal den Rat erfahrener Jugendtrainer.

    Folgender Sachverhalt: Wir wurden vor einiger Zeit von einem "Scout" angesprochen, dass er unseren Sohn (2012er) gerne im Perspektivteam eines Profivereins mittrainieren lassen würde. Das Training findet wöchentlich und am gleichen Tag wie das Vereinstraining statt. Auf unsere Aussage, dass er dann nicht daran teilnehmen kann, da er auf jeden Fall 1 mal pro Woche mit seiner Mannschaft trainieren soll (Stützpunkttraining findet ebenfalls an einem Tag des Vereinstrainings statt) wurde uns angeboten, ihn 1 bis 2 mal im Monat mittrainieren zu lassen.

    Unser Sohn findet es auf der einen Seite interessant dort zu trainieren - andererseits ist er der Meinung, dass ihm das Stützpunkttraining und alle 2 Wochen Einzeltraining evtl. auch genug fördern und "weiterbringen" würde.

    Wir wissen jetzt nicht so recht was wir machen sollen. Kann uns irgendjemand seine Meinung darüber mitteilen?

    Danke im Vorraus.