Hallo Franktastic,
zuerstmal: Spielaufbau von hinten raus gewinnt in der F-/E-/D-Jugend nicht unbedingt Spiele und schon gar nicht, wenn man anfängt so spielen zu wollen. Spiele gewinnt man damit, einen physisch starken Spieler vorne zu parken, den Ball wegzubolzen und Angriffspressing zu drillen.
Warum sollte man trotzdem hinten raus spielen? - Um Fußball zu lernen. Irgendwann, als Jugendliche, lassen technisch, individual- und gruppentaktisch gut ausgebildete Spieler bzw. Mannschaften die Ergebnisjäger aus dem Kinderfußball hinter sich.
zur Formation: ist ziemlich egal, viele Dreiecke auf dem Feld helfen aber.
zum Training:
Vereinfachte Spielformen, z.B: 3 gegen 1, oder 4 gegen 2 als Basis für das Passspiel: dabei coachen/vormachen:
- dem Ballführenden Angebote machen (aus dem Deckungsschatten kommen)
- den Ball in der offene Spielstellung erwarten
- Ball mit dem ersten Kontakt in Spielrichtung in die Bewegung mitnehmen (nicht "tot stoppen"!)
Das ganze kann man mal als Rondo spielen, aber auch z.B. im Funino-Feld mit Spielrichtung auf Tore.
Ganz viele kleine Spiele, 3 gegen 3 (reicht in der F) bis 5 gegen 5 (dann in der E), (Funino, Formino, aber auch auf Dribbeltore, Jugendtore mit TW, usw. - Abwechslung ist gut!), dabei immer wieder an die 3 Punkte von oben erinnern, bzw. diese einfordern.
Nächster Schritt wäre für mich dann, an der Handlungsschnelligkeit zu arbeiten. Hier bieten sich Chaosspiel an - z.B. 5 gegen 5 längs und auf dem selben Feld 3 gegen 3 quer spielen, oder während dem Spiel immer wieder die Aufgaben ändern (einfaches Beispiel dazu: Funino, ist der Ball im Aus, holt sich die Mannschaft einen an der Linie bereitliegenden Ball von einem farbigen Hütchen, die Hütchenfarbe bestimmt auf welche Tore gespielt wird (z.B. nach links, nach rechts, diagonal,...).
Und du brauchst Geduld, denn das ganze braucht Zeit. Eher Monate als Wochen...
Vielleicht hast Du ein paar Ideen bekommen.
