Beiträge von gruschka

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    Was uns bislang immer geholfen hat, ist mit den Spielern einen geheinsamen Verhaltens-/Ehrenkodex aufzustellen am Anfang der Saison. Damit kann man auch schon junge Spieler abholen und sie fühlen sich mitgenommen. Auf diesen kann man sich anschließend auch berufen, in den jüngeren Jahrgängen nicht so verpflichtend, aber die meisten Spieler fühlen sich schon ein wenig berührt, wenn sie ihre eigenen Regeln brechen. Der zweite Punkt sind häufig die unterschiedlichen Erwartungshaltungen. Ein erwachsener Trainer hat einen ganz anderen Bezugsrahmen, als die Kinder- und Jugendlichen. Hier kommt es häufig zu Missverständnissen, wenn die Aufgaben- und Rollenverteilung nicht eindeutig geklärt sind. Hierbei hilft die Frage: "wiederhole mal in deinen eigenen Worten, was du verstanden hast." Es ist bemerkenswert, was eine einzige Frage ausmacht. Es öffnet wirklich die Augen, weil es häufig unterschiedliche Auffassungen über Aufgaben und Anforderungen gibt und man diese jetzt ausräumen kann. Was die Spieler auch super motiviert, sind Auswahlmöglichkeiten. Frage doch im Training vorher, welche der Übungen/Spielformen sie machen möchten: 1, 2, oder 3. Dann werden die Kinder zumindest in manchen Trainingsteilen nicht überrascht und freuen sich drauf

    Ich finde, dass ist eine spannende Frage. Wie in manch anderem Post geschrieben, finde ich auch, dass häufige unterschiedliche Erwartungshaltungen innerhalb des Teams und auch mit den Eltern zu Problemen führen. Aus meiner Sicht steht und fällt die Motivation allerdings mit den Trainern! Wenn diese komplette Persönlichkeiten sind, welche die Spieler begeistern können und mitreisen können, kommen die Schützlinge gerne ins Training. Dabei ist sehr wichtig, dass der Trainer auch mit den Sportler seine Erwartungshaltungen klärt, da Kinder- und Jugendlich selten den gleichen Bezugsrahmen haben, wie der erwachsene Trainer! Es gibt einfach unterschiedliche Auffassungen von Erfolg, Trainingsumfang, usw. Wenn die Wünsche und Erwartungen vom Trainer dann nicht klar kommuniziert sind kommt es häufig zu Missverständnissen, welche wiederum die Spieler demotivieren. Am Ende sollten die Kinder den Sport oder die Leidenschaft ausüben, in welche sie richtig aufgehen, nur dort können sie sich bestmöglich entwickeln.

    Ich finde das Verhalten des Trainers (so es denn so passiert ist) sehr schade. Leider passiert es viel zu häufig, dass sich Trainer nicht um die optimale Entwicklung der Kinder- und Jugendlichen kümmern, sondern sich selber profilieren wollen. Aus meiner Sicht sollten sich wieder mehr Trainer darauf besinnen, ihre Verantwortung in der Persönlichkeitsentwicklung der Schützlinge wahrzunehmen. Dazu bedarf es allerdings einer guten Selbstreflektion, was vielen Trainern die ich kenne sehr schwer fällt. Ich hoffe, dass sich dein Sohn von dem Trainer und seinem Verhalten nicht unterkriegen lässt. Wichtig ist noch, dass auch die Eltern jetzt nicht anfangen über den Trainer zu schimpfen, sondern die Situation annehmen. Kommuniziert offen mit eurem Sohn, schenkt ihm das Vertrauen und gebt ihm das Gefühl, dass er diese Situation mit euch durchsteht und vorallem wichtige Erfahrung für die Zukunft sammelt.