Beiträge von Sturmi97

    Die A-Jugend ist in vielen Vereinen ein leidiges Thema!
    Aus eigener Erfahrung waren wir in der Stadt ambitioniert und wollten aufsteigen. von 20 Mann waren meistens nur 6 beim Training!
    Weil der Trainer ja 11 spielen lassen muss und immer die Besten spielen lässt, wenn er aufsteigen will.
    Meiner Meinung nach, muss nach Trainingsbeteiligung aufgestellt werden!
    Dabei ist es optimal, wenn der Trainer einen leistungshomogenen Kader zur Verfügung hat, aber wer hat das schon.
    Wenn die Jungs keinen Bock haben, kannst du als Trainer nichts machen.

    Die Spieler, die von NLZ's kommen, sind meistens überheblich!
    Die Einstellung ist schwach, sie wollen etwas besonderes machen, vernachlässigen die Defensivarbeit und feiern sich für normale Aktionen.
    Es kommt jedoch auf den Menschentyp an, manche geben alles und sind dann enttäuscht. Die sind dann geknickt und müssen aufgebaut werden. Insgesamt werden diese dem Verein mehr weiterhelfen.

    Das kommt ganz auf die Spieler an.
    Wenn ich 15 ehrgeizige Spieler habe, die schon vor dem Spiel in der Kabine sitzen und ich das Feuer in ihren Augen sehe, brauche ich gar nichts sagen, weil ich weiß, der Gegner hat keine Chance.
    Wenn wir als Favorit gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner spielen und das Team nicht bei der Sache ist, gibt es eine lautere Ansprache.
    Zur Spielvorbereitung:
    Bei langen Auswärtsfahrten (>90 Minuten) treffen wir uns 1:45 vorher und gegen nach der Autofahrt 20 Minuten spazieren, um die Beine auszulockern. Danach Taktikbesprechung in der Kabine, wo jeder Spieler seine individuelle Rolle und die Mannschaftstaktik noch einmal gesagt bekommt. Jedoch sollte das alles im Training schon besprochen UND geübt sein!
    Dann Erwärmung mit Lauferwärmung, dynamische Dehnung, Sprints, Umschaltformen und Torschuss.
    Das Coaching im Spiel kommt auch auf meine Stimmung an. (Klingt schlecht, ist auch so)
    Je nach Situation muss die Taktik und Technik korrigiert werden oder einfach nur motiviert.

    Ich würde die Mannschaft in zwei Trainingsgruppen teilen, aber den gleichen Trainingsplan erstellen.
    Nehmen wir an, der Schwerpunkt des Trainings ist Übung des Übersteigers.
    Dann trainierst du nach der methodischen Reihe, d.h. das die guten Spieler den Übersteiger und das 1 gegen 1 mit aktiven Gegner oder in einer anspruchsvollen Übungsform und die leistungsschwächeren Kindern machen Vorübungen und danach den Übersteiger mit Anschlussaktion (Torschuss).
    Weitere Faktoren sind, ob du alleine trainierst oder du einen CO-Trainer hast.
    Wenn du keinen hast, kannst du die guten alleine Üben lassen, mit einem Auge im Blick behalten und dich um die leistungsschwächeren kümmern?

    Genau diese Alibibewegungen sind bei uns das Problem. Wir spielen ein 2-1-2-1-System, d.h. die Verteidiger stehen beim Abstoß breit außerhalb des 16ers und sind meistens gedeckt. Daher versuchen wir durchs Zentrum auf den zentralen Mittelfeldmann zu eröffnen. Auf der Position werden auch meistens super Auftaktbewegungen gemacht und so oft gute Räume geschaffen. Das Problem sind aber die offensiven drei, die sich leider nur selten so anbieten, dass sie wirklich anspielbar sind. Meistens sind das so kurze Antritte, weil sie halt irgendwie mitbekommen haben, dass sie sich bewegen sollen, aber ein echtes Anbieten ist das leider sehr selten. Wenn der Ball dann im Spiel ist, sieht das komplett anders aus. Aber beim ruhenden Abstoß fühlen sich die drei irgendwie nicht zuständig. Ich finde es aber auch schwierig, den Jungs da die richtige Lösung mit auf den Weg zu geben. Sie müssen ja irgendwie selbst ein Gefühl dafür kriegen, wann sie gefragt sind. Grundsätzlich sollen sie ja zunächst nicht zu kurz und zu nah kommen, damit die hinteren drei mehr Räume haben. Und die flachen Zuspiele bis zur Mittellinie werden von unseren Offensiven wohl nicht als wirkliche Option angesehen, obwohl unser Stamm-TW da durchaus den Blick für hat.

    Als Trainer musst du ihnen aber zeigen wie es geht, bzw. sagen, was sie machen sollen.
    Möglichkeit 1: Außenspieler tauschen die Position
    Möglichkeit 2: Verteidiger und Außenspieler tauschen die Position
    Möglichkeit 3: Stürmer geht nach rechts, der rechte Außenspieler nach links und der linke Außenspieler ins Sturmzentrum
    Sei einfach kreativ :) Das kannst du im Training aus Trockenübung oder Spielform spielen lassen und dann Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Vor dem Spiel kannst du den Spielern das per Taktiktafel aufzeigen.

    Ich finde, es kommt auf die Bambinis an. Wenn sie noch gar keine Technik haben, brauche ich keine Spielform machen, weil es wenig bis kaum Abschlüsse gibt. Ich würde das ganze als Übungsform organisieren und vorzeigen, wie die Kinder schießen sollen. Dann dürfen die Kinder ausprobieren und ich gebe individuelle Tipps.
    Hilfen sind sinnvoll, z.B. dass der Ball auf ein Hütchen gelegt wird. Das erleichtert den Vollspannstoß.

    Ich finde, dass alle die gleich Spielzeit erhalten müssen, egal ob leistungsstark oder leistungsschwach.
    Welcher Spieler kommt mit Erwärmung etc zwei bis drei Stunden zu einem Spiel um 5 Minuten zu spielen? Die Wenigsten. Abmeldungen vorprogrammiert.

    Das ist auch immer eine Philosophiefrage... Fordere ich anspruchsvolle Dinge von meinen Spieler, wo 50% zu Gegentoren führen (z.B. das 1-gegen-1 auf allen Positionen) oder sage ich, wenn der Gegner mich unter Druck setzt, spiele ich den langen Ball und stelle vorne einen Stürmer hin.
    Alle Spieler sollten auch die gleiche Spielzeit bekommen, ob leistungsstark oder leistungsschwach. Alle müssen sich entwickeln. Auf dem Großfeld braucht eine gute Mannschaft 16-18 Spieler gute Spieler und nicht nur 6-8.
    Bei mir steht die langfristige Ausbildung der Spieler im Vordergrund.

    Zum eigentlichen Thema:
    Ich finde es nicht sinnvoll, den Gegner zuzustellen. Meine Philosophie ist es, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Wenn wir am Strafraum zustellen, spielt der Gegner auf jeden Fall den langen Ball. Wir lassen die Verteidiger offen und sprinten dann an. Entweder wir erobern den Ball oder der Ball wird von uns abgefälscht und geht ins Seitenaus oder der Gegner spielt einen sehr ungenauen Ball, den unser mitspielender Torwart abfängt.


    Zum Thema langer Ball:
    Ich bevorzuge das Dribbling als Philosophie und verbiete lange hohe Pässe. Auch die Verteidiger sollen ins 1-gegen-1 oder sogar 1-gegen-2 gehen und versuchen die Situation zu lösen. Der andere Verteidiger muss gegebenenfalls absichern. Gewinnen wir diese Situation und haben Überzahl in der gegnerischen Hälfte. Die Stürmer öffnen bei Manndeckung den Raum und lösen sich vom Gegner.