Beiträge von Trainer114

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    @Robert1982
    Sorry, Robert, ich muss nochmal intervenieren:
    "Damals waren es noch 24 Kids ( paar 05 und 07 Jahrgänge) . Ende vom Lied war das bei jedem Spieltag ich gerade so 2 Mannschaften zusammengebracht habe mit 1 Einwechselspieler. Organisatorisch immer extrem stressig." Ich kriege diese Zitierfunktion einfach noch nicht hin :(


    Genau so ist es immer. Lieber 24 Kinder (bei 7 Spielern!), da habe ich als Trainer keinen Stress. Da bin ich "safe". Was willst Du denn noch mehr als "2 Mannschaften mit einem Einwechselspieler". Wie viele brauchst Du denn? Genau deswegen hören bei uns bald Kinder auf.


    Mein Lösungsvorschlag: die Eltern fragen, was sie wollen. Wollen Sie ein heiliges WE oder wollen sie, dass ihre Kinder regelmäßig auch Spiele gegen andere machen. So kann man beim Melden der Mannschaften abchecken, wer was will. Dann auch hinterher bitte kein Rumgemeckere von den Eltern. Wollen die Eltern 2 Mannschaften, dann können auch die Eltern die Organisation übernehmen. So merken sie wie stressig es ist, ständig rumzutelefonieren und Kinder zu bitten, doch zu spielen. Aber bei 24 Kindern und einer Mannschaft würden unsere auch keine Lust haben.

    Ich schreibe jetzt hier mal als Vater, denn mein Sohn spielt auch in einer Jugendmannschaft (G1). Ich bekomme den Unmut der anderen Eltern mit, der in nächster Zeit dazu führen wird, dass einige Kinder den Club wechseln oder sich einer anderen Sportart zuwenden.


    Unser "Kader" besteht aus 19 Kinder. Sie trainieren 2x/Woche. Es gibt einen sehr guten Spieler, einige gute, einige mittelmäßige und einige schlechte (bitte liebe anderen Leser jetzt nicht wieder Diskussionen, dass man gut,schlecht jetzt noch gar nicht entscheiden kann etc. nehmt es einfach mal so hin wie ich es schreibe, völlig egal, ob meine Einschätzung zutreffend ist oder nicht.)


    Im Training langweilen sich die Kinder bei uns, weil sie aufgrund der Gruppengröße bei EINEM Trainer viel zu selten drankommen. Der Trainer legt das aber immer wieder als Unaufmerksamkeit (mit ggf. nachfolgender Bestrafung aus).


    Beim Spiel im Training spielen zu viele Kinder gegeneinander (8:8, 9:9) und das Ende vom Lied ist, dass sowieso nur einige mitspielen: Die nicht so guten werden fast nie angespielt und ziehen sich zurück (gehen nicht in Zweikämpfe etc.). Für 4 Gruppen, um 4:4 zu spielen, fehlt ein 2. Trainer, der das andere Spiel beaufsichtigen könnte.


    Bei den Punktspielen gibt es eine feste Stamm-Mannschaft (5 Spieler) und der Rest rotiert. Mit dem Ende, dass bei 16 spielberechtigten Personen die Ergänzungsspieler eigentlich nur 2 von 5 Spielen bestreiten können. Damit es nicht ganz so krass ist, nimmt der Trainer jetzt 13 Kinder !!! mit zum nächsten Spiel. Die Einsatzzeiten der nicht so guten Spieler werden folglich sehr gering sein. Dann sagen die Eltern und die Kinder: super, wegen 10 Min. muss ich am Sa um 7:00 Uhr aufstehen ??!! Nimmt er weniger mit, sind die Kinder auch frustriert, weil sie gar nicht mitfahren. Der Trainer hat also die Wahl zwischen Pest und Cholera.


    Ich behaupte, dass in kleineren Gruppen die Fluktuation nicht so hoch wäre, weil die "schlechteren" Kinder mehr wertgeschätzt würden, weil man ja sonst evtl. mal nicht genügend hat. Sie wären viel häufiger am Ball und würden sich automatisch verbessern würde. Aber die Vereine brauchen Geld, also wird -wie in unserem Fall- Druck auf die Jugendleitung ausgeübt, noch mehr Kinder aufzunehmen, auch wenn man keine zusätzlichen Trainer hat. Die mittleren (ab dem 6.-10.) sind jetzt total frustriert, weil sie mit den "schlechten/noch nicht so guten" gleichgestellt werden.


    Ich weiß auch, dass nur wenige Menschen in der Lage sind, ehrlich Ihre Meinung zu sagen. Schon im Restaurant, wenn es mir nicht geschmeckt hat und der Kellner fragt, ob alles O.K. war, sage ich: "Sorry, war zu viel." Statt: "Es war unter aller Kanone." Deswegen glaube ich, dass die Eltern Dir nicht sagen würden, wenn es an Dir liegen würde.


    Eltern wollen, dass Ihre Kinder sich bewegen und Spaß haben. Oft ist das eben nicht der Fall. Wir Eltern neigen dazu, unsere Kinder zu stark zu beschützen und alles Negative von Ihnen fernzuhalten. Bevor mein Kind also heulend und schlecht gelaunt zu Hause rumsitzt, überlegt man: Muss ich meinem Kind das antun? Da sagt man sich häufig. Nein, muss man nicht und wechselt.


    Mein Sohn muss am Sa aussetzen, ob wohl er zum Stammkader gehört, weil auch von den besten 5 immer nur 4 spielen und er jetzt eben dran ist mit aussetzen. Er kommt zu jedem Training (außer wir sind in Urlaub), er hat am Mo im Training 7 von 8 Toren seiner Mannschaft geschossen und das, obwohl der beste Spieler in der gegnerischen Mannschaft ist. Er wäre wahrscheinlich in vielen anderen Mannschaften der beste und müsste nicht aussetzen. Deswegen überlegen auch wir zu wechseln. Die mittleren Spielen überlegen auch zu wechseln, weil sie auf eine Stufe gestellt werden mit Kinder, die (noch) wesentlich schlechter sind. Glücklich ist momentan nur der beste: spielt immer, darf alles und die nicht so guten, weil die Eltern froh sind, dass sie überhaupt mal mitspielen dürfen.


    Vielleicht trifft das eine oder andere ja auch auf Dich/Dein Training zu.

    Man muss sagen, dass er noch jung ist und gerade deshalb mögen ihn die Kinder. Er gibt sich Mühe, das ist schon mal wichtig. Ich denke, dass es für ihn schwierig ist, wenn Eltern Co-Trainer sind, die seine Eltern sein könnten. Ich hoffe, dass er sich einen Gleichaltrigen Kumpel sucht, wenn er die Eltern nicht will. Ist ja O.K. Meiner Meinung wäre es dringend notwendig, dass er einen Trainerschein macht, weil er eben noch keine Kinder hat und manchmal Anweisungen gibt, die die Kiddies nicht verstehen. Er ist kein Schlechter nur eben am Anfang seiner Karriere :) Lernen müssen alle.

    August
    Beim letzten Elternabend haben wir dem Trainer ans Herz gelegt, sich dringend einen Co-Trainer/Unterstützer zu suchen, weil niemand von uns in der Lage wäre, eine "Meute" von 16-20 Kindern allein im Griff zu haben. Egal welches Alters. Es haben sich bisher 3 verschiedene Leute (u.a. Ich) zur Unterstützung angeboten, er hat alle abgelehnt. Beratungsresistent! Als ich das Training mal aushilfsweise mit einem anderen Vater geleitet habe, war es total super, weil wir 2 Gruppen mit 8 Kindern gemacht haben. Ich bin nicht besser als er, aber die Kinder kommen dann häufiger dran und man muss nicht so oft schimpfen, da sie weniger Zeit zum Quatsch machen haben. Leider kopiert unser Trainer die alten Methoden seines Trainer. Er hat z.B. Vorletztes Mal gar kein abschlusspiel gemacht hat, weil angeblich manche Kinder nicht aufmerksam waren. Werden mal wieder alle bestraft :( weiß nicht, ob das die richtige Methode ist.

    Oh Mann, und da sage noch einer: Wenn man 3 Juristen fragt, kriegt man 4 Antworten; Das ist bei Trainern aber auch nicht anders :))))



    Ihr macht es komplizierter als es ist. Wenn ich "Foul" schreibe, unterstellt doch einfach den Fall, dass es auch so ist. Was bringen denn Spekulationen, ob die Kinder schon so koordiniert sind etc. Ich rede von glasklaren Fouls. Die strittigen Fälle können wir doch außer Acht lassen.


    Wenn ich "Schlägerei" schreibe, meine ich auch "Schlägerei" (hier: X schreit Y an, weil er eine andere Entscheidung will, dann tritt Y ihm gegen das Bein. Daraufhin läuft X 2 Runden hinter Y her, uns Eltern war klar, was gleich passiert, und als X den Y endlich zu fassen kriegt tritt er ihn, woraufhin Y ihm ins Gesicht schlägt, so dass die Brille runterfällt. Die Mutter von X schnappt ihren Sohn, beides Deutsche, und schleppt ihn nach Hause. Abends schreibt Sie uns, dass Ihr Sohn sich gerade übergeben hat. Mir fällt daraufhin "Gehirnerschütterung" ein, sie meint, es sei nur ein "blaues Auge").


    Darum ging es mir aber gar nicht. Ich wollte von Euch wissen, wie ich mich beim nächsten Mal verhalten soll, denn wir Eltern wissen ja genau, dass Trainer es nicht gut finden, wenn die Eltern reinreden. Deswegen haben wir es alle gelassen.


    Jemand wollte aus Neugier noch ein paar Infos. Der Trainer ist noch sehr jung, er hat keinen Trainerschein. Das Spiel ging von Anfang des Trainings bis zum Ende und noch darüber hinaus. Es wurde auf einem etwas größeren Feld als jetzt vorgeschrieben (32mx35m) gespielt, es gab keine Auswechselspieler und es waren mindestens 6 gegen 6.


    Ich selbst halte es -aus dem Bauch heraus- nicht für sinnvoll, da ich das Gefühl habe, dass die Jungs erstmal Ihre Power (um es mal positiv auszudrücken) ein bisschen loswerden müssen. Deswegen hätte ich erstmal was gemacht, damit sie ein bisschen ruhiger sind. Außerdem bin ich der Meinung, dass man mit weniger spielen sollte 4:4, damit alle mal den Ball bekommen und nicht nur immer die 2 besten.


    Ich habe das mit dem Fair-Play ins Spiel gebracht, weil ich glaube, dass die Idee gut ist, aber es irgendwie falsch verstanden wurde. In der Broschüre vom hess. Fußballverband steht zur
    Schiedsrichter-Regel:
    "Die finale Einhaltung der Spielregeln obliegt den Trainern, die am Spielfeldrand gemeinsam in der Coachingzone stehen und gemeinsam bei strittigen Entscheidungen eingreifen."
    Später zur Trainer-Regel:
    "Die finale Einhaltung der Spielregeln obliegt den Trainern"


    Sollen die Trainer nur dann eingreifen, wenn die Kinder sich UNEINIG sind oder gemeinsam dafür sorgen, dass die Spielregeln eingehalten werden? Das ist nicht immer dasselbe.


    Besipiel 1: Klares Handspiel, alle Kinder bemerken es aber nicht (das andere Kind hat versucht, den Ball mit beiden Händen zu fangen- es war nicht der Torwart;) )Kinder haben weiter gespielt, keiner hat sich eingemischt.


    Beispiel 2: Eckball, Verteidiger lenkt den Ball mit der Hand ins Tor. Kinder wollen 9-er, wäre aber eigentlich Tor. Was jetzt?


    Wann sollen die Trainer eingreifen und wann nicht?

    Ich habe mich offensichtlich missverständlich ausgedrückt: Es handelte sich um ein "Trainingspiel".


    Dort hat der Trainer die kids einfach machen lassen. Wir Eltern haben uns immer wieder lautstark beschwert, weil es sowohl für die Eltern der foulenden Kinder (u.a. mein Sohn) peinlich war und die anderen Eltern irgendwann Angst um Ihre Kinder hatten. Am liebsten hätte ich meinen Sohn runter genommen und ihm einen Denkzettel verpasst. Wollte mich aber nicht einmischen, da der Trainer ja verantwortlich ist. Wie gesagt: es wurde immer schlimmer, schließlich lag ständig ein gefoultes Kind am Boden.

    Hallo, ich bin Vater (jedoch beabsichtige ich den Trainerschein zu machen und habe mich daher als "Trainer" angemeldet),
    heute hat unser Trainer (G-Jugend) ausschließlich ein Spiel gemacht. Da wir in Hessen seit dieser Saison nach den Fair-Play-Regeln spielen (d.h. ohne Schiri etc.) hat unser Trainer sich total zurückgehalten und die Kinder entscheiden lassen. Das führte dazu, dass das Spiel immer brutaler wurde und zum Schluss sogar in einer Schlägerei zwischen 2 Kindern endete. Auch ein anderer Trainer berichtete mir, dass bei einem Punktspiel die zunächst noch erlaubte Härte in brutales Spiel umschlug, weil niemand da war, der mal regulierend (ggf. sogar Auszeit) eingriff.


    Wie sind Eure Erfahrungen? Wie verhaltet Ihr Euch?