Beiträge von sabbl

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    Du hast mit dem Trainer geredet und du hast mit der Jugendleitung geredet.
    Ich würde der Jugendleitung ganz klar sagen das ich so nicht weiter arbeiten will/möchte/kann. Entweder er bekommt gesagt das er bleiben soll wo der Pfeffer wächst oder ich geh selbst und dann hängt die Mannschaft in der Luft oder muss auf Dauer wohl aufgelöst werden, nach deinen Schilderungen.
    20 Kinder alleine sind heftig, aber anscheinend musst du das Training jetzt ja auch schon meistens alleine machen. Heißt es würde sich für dich nichts groß ändern.


    Mit den 3 Störern: Ich würde mal mit den 3 Jungs reden und ihnen erklären das sie zwischen den Übungen, also Trinkpausen, auch mal rumblödeln dürfen. Vllt. auch das du da sogar selbst mitlachst oder mitmachst. Sobald es dann aber weiter geht und die Gruppe wieder zusammen gerufen wird muss es dann wieder vernünftig weiter gehen.
    Wenn du weist das deren Eltern streng sind kannst du am Anfang sagen das du das mit ihnen klären willst ohne die Eltern mit einzubeziehen. Auch nochmal am Ende erwähnen das du hoffst das es jetzt gut wird ohne das du noch ein Gespräch mit den Eltern suchen musst.
    Gerade wenn die Eltern sehr streng sind und schnell Sanktionieren besteht die Hoffnung das die Kids dem aus dem Wege gehen wollen.
    Wichtig nachdem du das Gespräch geführt hast und es wirklich besser wird: Lob die Jungs für ihr besseres Verhalten, sie müssen merken das du es auch registrierst das es klappt!

    Hast du schon mal nachgedacht den Trainer zu fragen ob es möglich wäre in der D3 zusätzlich Spielpraxis zu sammeln?
    Er hätte die Kurzeinsätze sowie Training in der D2 und könnte zusätzlich in der D3 spielen.
    Wichtig: Vorher über die Festspielregelung des Verbandes aufschlauen damit keine Fehler entstehen.


    Korrekt, auch bei den Trainern sollte es ein Team sein. Wenn ein Co-Trainer nur da ist für alle 5 Meter ein Hütchen hin zu legen läuft doch was falsch.....
    Hier haben wohl aber viele "Cheftrainer" oder Mannschaftsverantwortliche Angst gewisse Kompetenzen abzugeben weil es ja am Ende vielleicht nicht ganz so läuft wie man es sich vorgestellt oder gewünscht hat.
    Es herrscht eine gewisse Hierache im Trainerteam, logisch, aber jeder soll und darf sich mit einbringen. Aufstellungen werden gemeinsam besprochen, auch wenn dann einer final das letzte Wort hat.
    Ansonsten wirste dir jede Saison einen neuen Co-Trainer suchen können, oder auch in kürzeren Abständen.

    Wir haben letzte Saison ganz gute Erfahrungen damit gemacht, 2 neue Spieler, die weit hinter allen anderen waren, je nach Trainingsinhalt separat trainieren zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn man ausreichend Trainer hat. Einer hat so Fortschritte gemacht, dass er Ende der Saison zwar am unteren Ende des Leistungsspektrums war, aber nicht mehr Welten von den anderen entfernt. Der andere Spieler hat Hälfte der Saison wieder aufgehört.


    Im Prinzip wäre es natürlich zur Integration förderlicher, alle zusammen trainieren zu lassen, das war aber in dem Fall eher kontraproduktiv, weil die Spieler aufgrund der Niveauunterschiede ständig die Übungen zerschossen haben.

    Vergiss es, nie im Leben darfst du 2 oder 3 separieren!!!! Damit sagst du ihnen eigentlich schon direkt das sie wechseln sollen weil man sie nicht gebrauchen kann. Wenn die Jungs den Wille haben sich verbessern zu wollen und was zu lernen werden sie sich durchbeißen wenn sie mit der Mannschaft trainieren. Wenn jemand separiert wird... Da wird dauerhaft nur mit 2 Leuten trainiert???? Sorry, aber absoluter Schwachsinn in meinen Augen.
    Ich kann so Spieler mal auf die Seite holen und mit ihnen 10-15 Minuten nochmal ne grundlegende Passübung machen und ihnen erklären was der Standfuß machen muss, wie die Fußhaltung beim Pass sein muss, Zehenspitzen durchdrücken oder anziehen etc. und danach gehts zurück ins Mannschaftstraining wo sie genau die erklärten Dinge umsetzen sollen.


    Einem solchen separierten Training habe ich bereits einmal entgegen gewirkt, allerdings zu spät. Diese Kinder spielen mittlerweile keinen Fußball mehr.


    Anders herum kann ich dir auch einige Beispiele aufzeigen wo es funktioniert hat, die Spieler haben sich im Mannschaftstraining durchgebissen, obwohl sie teilweise wenig bis gar keine Spielzeit in den Pflichtspielen hatten, und sind jetzt richtig stark. Ich gehe sogar weiter und bin ein absoluter Fan von ihrer Entwicklung und genau so sage ich es auch diesen Spielern weil ich beeindruckt bin von dem was sie leisten. Andere Spieler haben auch aufgehört, sie gehen jetzt einer Sportart nach in der sie mehr Talent haben und mehr Begeisterung finden.


    a) Mehr vom Spiel hat, sprich mehr Ballkontakte
    b) Mannschaftsdienlicher sein würde als wenn er vorne nur rumtrabt und kaum am Spiel teilnimmt
    c) Die Defensive enorm bereichern würde

    Und damit hast du schon 3 Punkte die du ihm schildern kannst. Dazu wie guenter schrieb ist es wichtig zu wissen wie er seinen weiteren Weg sieht.
    Diese Problemstellungen hatte wohl jeder Trainer schon mal. Ich erkläre es meinen Spielern gerne so das die Leistungsdichte in der Jugend bis zu den Aktiven immer dichter wird. Wenn der Spieler sich auf eine Position(als Beispiel linkes Mittelfeld) versteift dann versuch ich ihm klar zu machen das es genau auf dieser einen Position gut sein kann das er nur auf der Bank sitzt weil eben genau auf dieser Position ein Spieler ist der einen Ticken stärker ist als er. Wenn er sich aber auf den Linken Außenverteidiger einlässt dann ist er auf dem gleichen Flügel und kann offensiv genauso Akzente setzen.
    Umso mehr Positionen du als Spieler spielen kannst, und auch spielen willst, umso variabler bist du für einen Trainer einsetzbar und umso wertvoller für die Mannschaft. Das haben die meisten Spieler auch genau so verstanden und umgesetzt.
    Wenn sich ein Spieler mit Händen und Füßen dagegen wehrt in der Abwehr zu spielen dann bist du halt irgendwann machtlos, oder du sitzt ihn auf die Bank bei nem Spiel und erklärst es ihm wie ich es weiter oben geschrieben habe. Entweder er versteht es und nimmt es an, oder er wird wechseln. Dann geht es ihm im neuen Verein aber vielleicht nochmal genauso. Ende vom Lied ist das er irgendwann ganz aufhören wird.


    Das kann Ich Dir beantworten, und zwar ist in jeden Verein oder lieber fast jeden Verein mindestens einer der eine Trainerlizenz hat, und der sollte dann auch ganz neutral die Einteilung übernehmen, auch sollte man dann keine Rücksicht auf Kumpels, Spendierer etc nehmen, nur so kann es gehen.


    Es sagen doch immer alle, das sie nur das beste für die Spieler wollen, dann muss man aber auch den Spieler aussortieren, der evtl der Sohn des guten Kumpels oder Bekannten ist. Klar wird es Reibungen geben, aber dann muss man es einfach durchziehen.

    Ok.... bei uns im Verein bin ich Lizenzinhaber, dann noch der Trainer der 1. Mannschaft und Vorsicht: Der 1. Vorstand persönlich(ein Schelm wer böses dabei denkt).
    Also soll ich mich jetzt mit denen hinsetzen und in der Sommerpause sämtliche Kader festlegen und dem jeweiligen Trainer mal so richtig eine rein drücken weil wir seine Planungen mal komplett über den Haufen schmeißen?
    Ich kenne unsere Kinder vom Verein vom sehen her alle, die meisten mit Namen und ich kann so gut wie jeden zu seiner Mannschaft zuordnen. Aber soll ich jetzt als Außenstehender, der kaum ein Training oder Spiel sieht, wirklich entscheiden wer in der kommenden Runde 1er spielt und wer nur 2er?
    Ein Fußballlehrer hatte mal auf zu mir gesagt er würde bei einem Training der G-Jugend nach 30 Minuten sehen wer später mal höher spielen wird und wer nicht. Ich halte diese Aussage für Schwachsinnig und Größenwahn und dementsprechend kann ich da auch keine Kaderzuteilung machen!
    Genau dafür hab ich ja meine Trainer in den Mannschaften. Ich vertraue ihnen das sie ihr Ding richtig machen, auch wenn die meisten im unteren Bereich Vatertrainer sind. Die müssen zwangsweise in der F- oder E-Jugend genauso Spielern und Eltern auf die Füße treten wie ich in der B-Jugend. Es passiert zwangsläufig das sich jemand benachteiligt fühlt wenn er in die 2er soll oder in der 1er nicht so viel spielt. Ist es aber nicht so das auch sehr oft bei den Eltern ein gewisser Größenwahn herrscht? Da muss der Sohn im jungen Jahrgang schon unbedingt in der 1er Stamm spielen und gehört ja eigentlich zu den Leistungsträgern und muss durchspielen. Er ist der beste Freistoßschütze und der kopfballstärkste Spieler. Und sowieso sind die anderen so stark das er gleich für 2 spielen muss.... bla bla bla bla.....
    Es wird immer so viel drauf rumgehackt was der Trainer macht, sobald man sagt "pack mit an" wird es immer ganz schnell ruhig. Genau so mach ich es mittlerweile wenn ich merke das ein Gespräch mit Eltern in die falsche Richtung geht, so ist dann relativ schnell wieder Ruhe.


    Zur Frage zurück: Denk dran auch die Lizenztrainer machen es nur als Hobby und üben den Trainerjob nicht hauptberuflich aus. Ich hätte die Zeit nicht um für 12 Mannschaften den Kader festzulegen. Ich bin mit meiner Altersklasse und der Vereinsführung bereits mehr als genug beschäftigt abseits vom Beruf. Dazu kommt das grade zum Saisonwechsel eh sehr viel organisatorische Sachen anstehen um die man sich kümmern muss.


    Abschließend: Wenn ich auf eine solche Art und Weise bei einem Trainer in die Mannschaft rein funken würde dann mach ich das nur genau einmal, nämlich wenn ich ihn von seinen Aufgaben entbinde.
    Alles andere ist absolutes "no go" und liegt in der Entscheidungsgewalt von dem jeweiligen Trainer!


    P.S. Der Sohn vom 1. Vorstand spielt in meiner B-Jugend, allerdings in der B2. Und damit hat weder der Sohn noch der Vorstand selbst ein Problem. Warum? Weil sie den Leistungsstand beide realistisch einschätzen können. Der Junge will Fußball spielen, er will ein gescheites Training haben und am Wochenende mit einer Mannschaft gemeinsam aufem Platz stehen und möglichst 3 Punkte bejubeln. Und genau diesen Aspekt vermisse ich mittlerweile bei den meisten Eltern es heißt immer nur "mein Messi" oder "mein Ronaldo"


    P.P.S. Ja es gibt auch die negativen Beispiele, ich selbst kenne diese Beispiele auch. Auch von Spielern die aktuell bei mir in der Mannschaft spielen und genau deswegen vom alten Verein gewechselt sind. Allerdings habe ich auch schon gemerkt das hier nicht bei allen diesen Spielern(wie auch Eltern) eine gesunde Selbstwahrnehmung statt findet sondern das einiges in den Köpfen zurecht gerückt werden muss.

    Wenn man den Luxus hat, aus einem vorhandenen Spielerpool nach Leistungsgesichtspunkten zwei oder mehr Mannschaften zu bilden, sieht die Entscheidungsfindung nach meiner Erfahrung oft folgendermaßen aus:

    • Die ersten 10-30% sind klar. Das sieht sogar ein Laie.
    • Die ersten 70-80% sind eigentlich auch schnell nachvollziehbar. Da gibt´s auch kaum Diskussionen.
    • Problematisch sind die letzten 20-30%.

    Und da hat man dann auch schnell eine Schnittmenge mit den Top 10-30% der nächsten Mannschaft. Hier sind dann oft mehrere Spieler, die Du fußballerisch gleich beurteilst, kannst aber nicht alle von ihnen nehmen. Und da hat dann jeder andere Kriterien, die für ihn die Entscheidung ausmachen. Der eine sagt, bei zwei gleich guten nehme ich den Jüngeren, da er mehr Luft nach oben hat. Der Nächste schaut auf die soziale Komponente und hat die Stimmng in der Mannschaft im Blick. Manche gucken auch, wer gut mit wem auskommt. Und andere sagen, dass sie den Sohn eines Funktionsträgers nehmen, um nicht hintenrum angeschossen zu werden. Inwiefern es für einen Spieler wünschenswert ist, dass das Pendel zu seinen Gunsten ausschlägt, ist da sehr unterschiedlich zu beurteilen. Hier ging es um eine C. Wenn ich von einem 18er Kader ausgehe, geht es also um die Plätze 15-18. Dem gegenüber stehen die Plätze 1-3 in der C2...

    Das trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut.
    Wobei ich dann bei den letzten 20-30% noch drauf schaue was die Jungs welche in Frage kommen für Positionen spielen können. wenn ich schon 2 linke Außenverteidiger habe dann hole ich bei den letzten 3 Spielern nicht noch einen 3. dazu. Er wird in der 2er Mannschaft Stammspieler sein, das bringt dann vor allem im jungen Jahrgang mehr als nur auf der Bank zu sitzen.
    Ich will Konkurrenzkampf auf jeder Position, in meiner Mannschaft hab ich den auch da fast alle Spieler ohne Probleme 3 Positionen spielen können.


    Zum Thema Kadereinteilung: Wir haben bei uns vor Rundenbeginn 37 Spieler für 2 B-Jugendmannschaften gehabt, ich war mir bewusst das die Kadereinteilung hier ziemlich stressig werden wird. Also bekamen die Jungs eine Aufgabe in der Woche in der wir Sommerpause gemacht hatten(bevor mich jemand steinigt weil es nur eine Woche war: Wir waren am Ende der Ferien mit fast der kompletten Mannschaft 14 Tage in den USA daher wurde dann die Vorbereitung etwas vorgezogen). In der Woche hatten sie 2 Ausdauerläufe mit wenigstens 40 Minuten zu laufen, an welchen Wochentagen blieb ihnen dabei frei überlassen. Da mitllerweile jeder mit Smartphone rum läuft: Eine Laufapp drauf installieren und das Laufen dann Tracken. Anschließend Screenshot via whatsapp an mich.
    Problem war das es von 37 Spielern dann 25 gemacht hatten, ein Spieler den ich als Wackler auf dem Zettel hatte hat es nicht gemacht, er viel damit durchs Raster und spielt jetzt nur in der 2er.


    Hier stand nicht nur der Leistungsgedanke im Vordergrund sondern ich wollte sehen wer etwas für den Erfolg tut und wer bereit ist sich für den Erfolg zu quälen. Eine Bereitschaft die einfach unablässlich ist, dem besten Spieler bringt sein Können nichts wenn er nicht bereit ist weiter zu machen wenn die Oberschenkel brennen.
    Alle die Laufen waren und es nicht in den 1er Kader geschafft haben bekommen allerdings weiter noch zusätzliche Einheiten beim Training der 1er oder fahren auch auf die 1er Spiele mit wenn mal ein Platz im Kader frei ist. So hat am Ende jeder genau gewusst wofür er es gemacht hat, oder die Quittung bekommen wenn er es nicht getan hatte.


    Damit kann ich dann auch gleich bei den Eltern begründen wenn sie ankommen warum ihr Sohn nur 2er spielt. Ganz klare Kriterien bei der Kaderauswahl die man sich selbst vorher stellt. Irgendwelche Ämter vom Vater oder Sponsoring von nem Vater bzw. en organisierter Sponsor intressiert mich alles nicht. Die Kriterien werden vor dem 1. Training der neuen Saison im Trainerteam fest gelegt, eine erste Liste wird angelegt und diese dann immer wieder besprochen.

    Meist brauche ich mir nur das Aufwärmprogramm einer mir unbekannten Mannschaft anzuschauen, um eine meist zutreffende Prognose über das Ergebnis abzugeben.


    WARUM?


    Weil man dort sieht ob eine Mannschaft "Bock" hat. Ob sie motiviert ist, wie der Fitnessstand ist, ob der Torwart was kann oder die Feldspieler alle 2 linke Füße haben.
    Nach ner Zeit lang als Trainer siehst du wo es drauf ankommt.
    Ich mach mir mittlerweile auch einen Spaß draus wenn ich pfeifen gehe und kucke mir vorher das Aufwärmprogramm der Mannschaften an. Danach kann ich schon eine ziemlich gute Prognose abgeben wer hier im Spiel die überlegene Mannschaft ist bzw. wie das Spiel nachher ausgeht(ohne das ich mit meiner Pfeife Einfluss drauf nehme).
    Gleiches gilt auch wenn ich mir ein Spiel anschauen gehe bzw. meinen nächsten Gegner beobachte. Ich schaue mir dann auch schon genau das Aufwärmen an weil man gewisse Rückschlüsse(siehe oben) schon sehen kann.

    Doch was zeichnet Ihn aus?
    Das er vorm Tor die Buden macht, egal ob mit Gefühl einschieben, nach einem 1gg1 oder den Torwart ausspielen. Er brauch keine 3 Torchancen für die 1. Bude zu machen. Und vor allem: Selbstbewusstsein, er muss in sich und seine Fähigkeiten zu 120% vertrauen das er die Dinger auch in den schwierigen Situationen macht. Er denkt nicht viel nach und handelt intuitiv. Er muss die Situationen einfach riechen und spekuliert immer wieder auf die Pässe der Mitspieler aber genauso auf die Fehler der Gegner.
    Was ist da noch wichtig: Zweikampfhärte in den 1gg1 Situationen, den unbändigen Willen sich durchsetzen und erfolgreich sein zu wollen, Schnelligkeit, eine sauber Ballverarbeitung


    Kann ich aus jedem Spieler einen Knipser machen?
    Kann ich mir nicht vorstellen, falls jemand ein Erfolgsrezept hat bitte her damit! Mir fehlt nämlich diese Saison eben dieser Killer vorm gegnerischen Tor


    Ist es vor allem Kopfsache?
    Ein Spieler der vor dem Tor immer nachdenkt wird zu viele Chancen vergeben weil er einfach zu lange braucht, von daher bedingt ja. Ich sage meinen Spielern immer "macht das was euch als 1. einfällt, denkt nicht zu viel drüber nach sondern spielt einfach Fußball"


    Oder ist es Schußtechnik?
    Ich sehe in einem torgefährlichen Spieler, bzw. Stürmer eher so einen Typ der immer wieder in den Strafraum eindringt, bzw. von seinen Spielern die Bälle durchgesteckt bekommt sodass er nur noch einschieben muss bzw. den Torwart umspielen. Eine richtige Technik für einen Schuss aus 25 Meter mit Gewalt aufs Tor zu bringen ist mit Sicherheit nicht verkehrt allerdings seh ich das nicht als Bedingung an, mehr das Ballgefühl wenn er den Ball mit der Innenseite spielt bzw. schiebt oder lupft.


    Oder Geschwindigkeit?
    Definitiv! Er sollte schneller als die Verteidiger sein sonst wird er nicht erfolgreich sein. Problem ist das man Schnelligkeit nur bedingt trainieren kann. Ein bissel kannst du immer aus jedem Spieler raus kitzeln mit gezieltem Training. Allerdings wird einer von 15 Sekunden auf 100m nie auf 11 Sekunden runter kommen sondern vllt. auf 13,5(und das sehe ich schon als durchaus ambitioniert an).


    Was ist wichtiger?


    Es muss einfach alles zusammen kommen und passen. Mit am wichtigsten sehe ich das der Spieler Vertrauen in sich selbst hat und auch das Vertrauen von seinem Trainer spürt. Das er weis wenn er doch mal ne Bude nicht macht oder en Durchhänger von 2-3 Spielen hat trotzdem noch weiterhin in der Startelf stehen wird und ihm nicht gleich der Prozess gemacht wird.


    Und: Ändert sich das im Laufe eines Spielerlebens oder ist die Torgefährlichkeit eine fixe Spielereigenschaft?
    Ich kenne einen Spieler, Jahrgang 97, der hatte jetzt in den letzten 1,5 Jahren beide Kreuzbänder je 1x durch. Er hat immer noch einen mortz Schuss, wenn er mit seinem Schuss den Ball aufs Tor bringt kann ihn kaum ein Torhüter direkt fest halten. Allerdings merkt man ihm auch an das er etwas von seiner Geschwindigkeit und seinem Selbstvertrauen eingebüßt hat. Zudem hat er in der Reha in meinen Augen zu wenig gemacht und geht Gefahr das eines der Kreuzbänder zum 2. Mal reißen wird.
    Um auf deine Frage zu antworten: Ja! Auch durch die Pupertät kann hier mal ein positiver Schwung kommen, vllt. wird der ein oder andere Spieler auch das erste Mal richtig Selbstbewusst wenn er die erste Freundin hat. Genauso können wohl auch schlechte Leistungen in der Schule, Versagen einer Beziehung, Trauerfall in der Familie negative Auswirkungen haben.
    Einmal Killer ist nicht unbedingt immer Killer.

    Da ich die gleiche Altersklasse, nur höher Ligazugehörigkeit, trainiere hier mal mein Ablauf.
    Ich trainiere übrigends ebenfalls 3x pro Woche über eine Dauer von 105 Minuten(mit Nachzüglern und aufbauen komme ich dann auf ziemlich genau 90 Minuten effektive Trainingszeit).


    Ich habe die Erfahrung gemacht das es klüger ist wenn du in der Kabine nicht jeden komplett voll textest. Den Innenverteidiger intressiert es kurz vorm Spiel nicht wirklich was du vom Stürmer erwartest, er wird abschalten. Und die Gefahr ist dann das du nachher noch was wichtiges sagst er dir aber nicht mehr zuhörst. Genau für solche Gespräche habe ich am Anfang vom Aufwärmen die Ballgewöhnung. Hier hole ich mir immer einzelne Spieler raus und erkläre ihnen nochmal genau was ich von ihm will. Gleichzeitig packe ich hier nochmal eine ordentliche Portion Motivation rein sodass der Spieler danach wenigstens genauso geil aufs Spiel ist wie bei deiner ewigen Ansprache. Gleichzeitig ist er immer noch konzentriert und fokusiert aufs Spiel und seine Aufgaben.


    Dazu kommt das ich in 1-2 Trainingseinheiten spezifisch auf das nächste Spiel hinarbeite. Hier erkläre ich meinen Spielern bereits was ich von ihnen erwarte und was welche Position zu machen hat. Üben, unterbrechen und korrigieren und weiter üben. Etwas umbauen und die nächste Spielform dazu. Dazwischen immer wieder den einzelnen Spielern klar machen was sie anders machen müssen damit der Erfolg kommt.
    So wissen meine Spieler am Spieltag bereits was sie zu tun haben. In der Kabine sag ich dann nur noch kurz was über den Gegner, danach wird dann nur die Aufstellung, die Eckballordnung besprochen und ich weise auf 1-2 wichtige Dinge hin welche die komplette Mannschaft betreffen(kein Knter fangen nach eigenem Eckball, genaue Zuordnung bei gegnerischen Standards).


    Mein Ablauf vorm Spiel:


    Treffpunkt: 70 Minuten vor Spielbeginn


    10 Minuten Umziehen
    5 Minuten Ansprache
    7-10 Minuten Ballgewöhnung mit Einzelgesprächen(2 Mann, 1 Ball, kurze Bälle, lange Bälle, etc)
    10 Minuten intensives Aufwärmen der 10 Startspieler im Feld
    4 Minuten Dehnen, nochmals die Möglichkeit von Einzelgesprächen
    2x3 Minuten 5gg5 im Feld 20x30 Meter(hierdrin findet auch das Aufwärmen der ersten 10 an) 1x2 Min mit 3 Kontakten, 1x2 Min mit 2 Kontakten
    6 Minuten Pass-/Torschussübung mit Spielzug sodass es Positions- und Spieltreu ist
    5 Minuten reiner Torabschluss aus der Mitte
    10 Minuten vor Anstoß zur Passkontrolle in die Kabine und dann "finales Heißmachen"


    Ist ein grober Zeitplan den ich mittlerweile aus dem Gefühl raus mache und immer ziemlich genau hin kommt.

    Ich habe mich damals für den C-Breitenfußball entschieden weil es beruflich besser vereinbar war für mich als die Leistungsfußball. Beim SFV werden die einzelne Module für die C-Breitenfußball in Abendform und Vollzeit angeboten. So hab ich dann lediglich ein Modul in Vollzeit gemacht und mit den 2 Prüfungstagen nur 7 Tage Urlaub gebraucht anstatt 17.
    Gerade wenn du im G-, F- und E-Jugendbereich tätig bist ist es mit Sicherheit intressant für dich. Der Basiskurs und das 1. Modul(glaub Kinderfußball) zielt voll auf deine Altersgruppe ab. Dazu sitzen in den Kursen viele Gleichgesinnte mit denen du dich über die komplette Zeit austauschen kannst. Manches wirst du schon kennen, anderes wird neu sein und bei 1-2 Sachen sagst du auch "absoluter Schwachsinn" werd ich so nicht machen. Dann wirst du es trotzdem mal machen und sehen das es gar nicht so verkehrt ist.

    Einfach das Kind kicken lassen. Ein Kind in dem Alter überforderst du schnell mit langen Reden und Gesprächen, länger als 30 Sekunden(wenn überhaupt hört es dir eh nicht zu).
    Dazu solltest du nicht zu hohe Ansprüche stellen weil dann, eben auch wegen Überforderung, das Kind vllt. auch die Lust am Fußball verliert.


    Und wie Nitram geschrieben hat wenn er aus dem Getümmel raus bleibt muss es nicht Spielintelligenz sein, es kann genauso die Angst sein sich dort rein zu stürzen oder vielleicht auch schlichtweg Faulheit dorthin zu laufen.


    Kicken im Garten mit den Eltern ist absolut ok, auch ruhig mal probieren ihn mit den Armen ein wenig weg zu schieben. Allerdings sollte er das Gefühl haben das es hier rein um den Fun geht und das er mit seinen Eltern spielen kann. Keine Erklärungen, taktische Anweisungen oder sonst was. Ermutige ihn immer wieder den Ball holen zu wollen und lob ihn wenn er ihn dir oder deiner Frau abholt. Das sollte reichen.

    Gradwanderung hast du angesprochen, damit kann aber nicht jeder umgehen. Schon erlebt, dass ein Spieler aufgrund einer
    grassen Fehlentscheidung Gelb bekam, der Trainer aber auf Strafe bestand, weil er angeblich nach dem Grundsatz Gleichheit für alle verfahren hat.

    Dann bin ich aber auch wieder fehl am Platz.
    Vom Schiedsrichter wird immer ein gewisses Fingerspitzengefühl erwartet, das sollte auch der Trainer haben. Der Trainer sollte seine Mannschaft so gut kennen um einschätzen zu können ob einer grad das blaue vom Himmel lügt oder wirklich einfach nur en Scheiß Tag hatte. Und dementsprechend dann eine Strafe verhängen oder nicht. Gleiches gilt eben auch für Fehlentscheidungen vom Schiedsrichter und eine daraus normalerweise resultierende Maßnahme.
    Ich hatte so einen Vorfall grade letztes Wochenende, da bekam ein Spieler von mir gelb-rot, für mich hatte es den Anschein er hätte nach einer Freistoßentscheidung gegen ihn gemault. 3 meiner Spieler versicherten mir das da nix war und er nix gesagt hätte. Zudem hat mir der Schiedsrichter keine vernünftige Aussage zu dem Feldverweis machen können, im Onlinespielbericht hatte ich nachgeschaut da hat er weder gelbe Karten noch den Feldverweis mit Begründung vermerkt.... Also schenke ich hier dem "Täter" sowie den anderen Spielern glaube und mache weiter nichts, auch wenn der Spieler als Heißsporn bekannt ist und gerne mal über die Strenge schlägt.

    Also generell mal: Bei Auswärtsspielen haben wir immer Treffpunkt am Platz und fahren von dort aus gemeinsam zum Spielort.


    Bei Heimspielen sind die meisten der Jungs schon 5-10 Minuten vor Treffpunkt da, sagen hallo und verschwinden direkt in der Kabine. Dank fester Nummerzuordnung können sie sich direkt umziehen ohne das ich vorher was sagen muss. Dazu läuft dann auch schon die Musikanlage wo sie dann lieber in die Kabine rein wollen als draußen rum zu stehen. Falls doch mal jemand zu lange draußen ist wird er halt drauf hingewiesen das es langsam mal Zeit wird.


    Bewehgründe für den Strafenkatalog mit zu spät kommen war dann einfach das ich mich schon bei Testspielen tierisch aufgeregt hatte weil teilweise nicht einfach mal einer zu spät kam sondern gleich 4, 5 oder 6 Spieler. Da es sich auch bei den ersten Punktspielen nicht gebessert hatte hab ich es dann eingeführt. 6 Kuchen pro Spiel erscheinen mir dann einfach zu viel und der Jugendtreff muss auch nicht unbedingt jede Woche geputzt werden. Deshalb haben wir uns im Trainerteam dazu entschlossen hier einen Obolus zu kassieren der dann am Saisonende wieder der Allgemeinheit zugeführt wird.


    Ich habe mich auch bewusst für die Karenzzeit zum Treffpunkt entschieden weil wie gesagt immer mal was dazwischen kommen kann. Im Groß und Ganzen sollte aber der Tagesabauf ja schon halbwegs drauf abgestimmt sein. Wenn ich einen Arzttermin um 17 Uhr hab und um 17:30 Uhr Treffpunkt ist dann weis der Spieler das des knapp werden kann. Und dann ist es nicht mehr als normal als das der Spieler dann im Training vorher oder Nachmittags kurz bescheid sagt "du ich hab morgen noch en Arzt-/Frisörtermin" oder was auch immer und "es könnte etwas später werden." In meiner Mannschaft hab ich aktuell das "Problem" der Fahrschule. Da kommt dann morgen auch einer etwas später zum Treffpunkt zum Spiel weil er noch Fahrstunde hat.
    Bei meiner Mannschaft reden wir von den Jungs im Alter von 15 und 16 Jahren, da erwarte ich von meinen Spielern auch das sie alt und reif enug sind bescheid sagen falls es später wird oder werden könnte. Und das wissen meine Jungs auch. Ich lass natürlich nicht zählen das einer am Freitag sagt "du für das Spiel am Sonntag morgen könnt ich es evtl. nicht zum Treffpunkt packen weil ich verschlafen könnte" aber in der Terminwelt von heute kann es ansonsten immer mal zu Überschneidungen kommen.
    Und um die viel verwendeten Begriffe von Breitensport oder Leistungssport mal zu verwenden: Egal wie eine Mannschaft oder eine ganze Abteilung bzw. Verein ausgerichtet ist so sollten doch abseits der fußballerischen Ausbildung auch noch die ein oder andere Eigenschaft in Sachen Erziehung und Sozialverhalten probiert werden positiv zu beeinflusen. Denn hier haben wir als Trainer, wenn wir unseren Job gescheit machen, wesentlich bessere Möglichkeiten auf Kinder und Jugendliche einzuwirken als Eltern oder Lehrer.


    Mit einem Strafenkatalog wird man sich immer auf einem schmalen Grat bewegen. Meine Jungs sehen aber auch das ich mich da nicht raus nehme und für mich das gleiche zählt. Wenn ich zu spät komme zahle ich, wenn dem Schiri mein Verhalten beim Spiel nicht passt dann gibts auch was von mir für die Mannschaft außer der Reihe(und nein das kommt nicht jede Woche vor, in knapp 9 Jahren 1 mal). Und somit ist unser gemeinsames Vorgehen in der Mannschaft auch akzeptiert, auch wenn gern mal noch diskutiert und ein Uhrenvergleich verlangt wird.


    Negativbeispiel:
    Ich weis von einem Trainer der einer B-Jugend in der Verbandsliga, mit Aufstiegsambitionen, trainiert das er mal sämtliche Playstations und X-Boxen einkassieren wollte. In der heutigen Zeit ja durchaus ein intressanter Ansatz der allerdings zum einen das Ziel komplett verfehlt und zum anderen meine Handlungskompetenz als Trainer doch bei weitem übersteigt.

    Zum Thema Spiel anmelden: Bei uns wird jedes Freundschaftsspiel über das dfbnet angemeldet. Hier geht es nicht darum das bei den Bambinis ein 25:0 irgendwo auftaucht sondern darum die Statuten erfüllt werden. Dazu kommt dann das Thema Versicherungsschutz. Auch nicht zu vernachlässigen ist der Neid anderer Vereine bzw. das Verlangen sich gegenseitig eins rein zu drücken. Wenn man an dem Sportplatz von einem anderen Verein kommt und dort ein Spiel ist wird zuerst mal bei fussball.de geschaut ob das auch gemeldet ist. Steht da nix drin wird es direkt beim Staffelleiter oder Kreisjugendleiter angezeigt. Gibt dann ein Urteil zu "Nicht angemeldetem Freundschaftsspiel" kostet mit Urteilsgebühren etc. im SWFV aktuell glaub 30€ und mehr. Achtung: Auch wenn man es mit zwei Mannschaften aus verschiedenen Vereinen als "gemeinsames Training" deklariert muss die Strafe gezahlt werden. Offiziell gibt es kein gemeinsames Training von verschiedenen Vereinen sondern es wird als Wettkampf/Spiel gezählt und ist somit Anmeldepflichtig.
    Da es bei uns mehrere solcher, sorry, Idioten gibt die nur Sportplätze kontrollieren melden wir alle Spiele und investieren das gesparte Geld lieber sinnvoll.


    Zum Thema Spieler ohne Pass: Es gibt ein Formular für Gastspielrecht. Ein Spieler ohne Verein(Anfänger in den Bambinis oder in der Sommerpause beim alten Verein abgemeldet und somit Vereinslos) muss auf dem Formular unterschreiben, der Verein muss es abstempeln und unterschreiben. Danach geht es zum Verband und der genehmigt das Gastspielrecht. Ein Spieler mit Verein braucht zusätzlich noch die Zustimmung des aktuellen Vereins auf den die Spielberechtigung läuft.
    So können auch eure Jüngsten mitspielen und keiner kann Probleme machen, im Onlinespielbericht gibt es ein Feld "Spieler die nicht auf der Spielberechtigungsliste stehen" dort einfach mit Geburtsdatum eintragen.



    Einfach bei der Vereinsführung und Kreisjugendleiter mal schlau machen wie streng es gehandhabt wird im Kreis und wann Sanktionen von Verbandsseite kommen(könnten) und wie viel Idioten in den umliegenden Vereinen rum laufen die drauf aus sind den anderen zu schädigen. Es gibt meistens ja irgend einen Haken an den man als Trainer im ersten Moment gar nicht denkt weil man einfach nur will das die Kids Fußball spielen.

    Zunächst zum Thema: Meine Spieler wissen das ich es wünsche das sie nach dem Training duschen gehen, da aber auf manche nach dem Training auch noch 20-30 Minuten Autofahrt warten und dann zuhaue auch noch die Schulaufgaben is es einfach efektiver wenn nicht in den Kabinen geduscht wird. Allerdings gibt es hier dann auch die klare Ansage das unser Vereinsgelände nicht mit verschwitzten Kleidern verlassen wird und etwas "langes" übergezogen wird, bei schlechtem Wetter(vor allem Herbst und Winter) machen meine Jungs mittlerweile von sebst das fast alle Duschen gehen ohne das ich nochmal darauf hinweisen muss.
    Bei Spielen, egal ob Heim oder Auswärts, gibt es die klare Anweisung das nach dem Spiel jeder zu duschen hat.


    Diese Hinweise/Ansage gibt es bei mir zu Saisonbeginn, bisher bin ich auch immer gut damit gefahren meinen Spielern einen gewissen Handlungsfreiraum zu geben. Falls sich jemand bei mir als krank abmeldet der nicht geduscht hatte wird er von mir nochmal darauf hingewiesen das es nach dem nächsten Training wohl besser wäre schnell unter die Dusche zu springen.


    Egal ob ich bisher einen Strafenkatalog hatte oder nicht, es war nie nötig das Duschen nach Training/Spiel darin aufzuführen.



    Zu dem zu spät zum Treffpunkt: Hier wissen meine Spieler mittlerweile das ich da ziemlich korrekt bin, das erwarte ich von mir wie auch meinen Spielern. Pünktlichkeit zum Treffpunkt bei den Spielen setze ich voraus und habe es auch im aktuellen Strafenkatalog drin stehen. Allerdings mit einer Toleranz von 2 Minuten. Eine Rote Ampel kann immer mal vorkommen. Allerdings sage ich genauso so etwas wie ein Traktor und "Rote Welle" kalkuliert man auf der Fahrtstrecke mit ein, mache ich auf dem Weg zur Arbeit ja auch.


    Und sollte ich mal zu spät sein zahle ich den gleichen Beitrag in die Mannschaftskasse wie meine Jungs, da wird dann sogar gefeiert wenn der Trainer mal zu spät kommt.


    Ansonsten gestalte ich meinen Strafenkatalog lieber dynamisch und ohne Geldstrafen. Als Beispiele: Ein Spieler ist wegen Schiedsrichterbeleidigung gesperrt worden. Er durfte im nächsten Heimspiel die Kabine so herrichten wie man es von Bildern aus der Bundesliga kennt. Heißt Trikots an der Garderobe aufhängen sodass die Nummer zu sehen ist, Stutzen und Hosen parat legen. Als die Spieler gekommen sind hat er dann die Tasche rein tragen müssen und stellt die Schuhe parat. Ein anderer Spieler hat den Beginn des Training mal nach hinten gelegt und ist erst kurz vor Schluss gekommen. Als Entschuldigung hat er dann zum nächsten Spiel einen Kuchen mitbringen dürfen. Tat er auch anstandslos und hat mir nach Spielende sogar ein Stück aus der Kabine heraus gebracht und mit einem Lachen auf dem Gesicht überreicht.
    Solche Maßnahmen empfinde ich als sinnvoller als irgendwelche Geldsanktionen. Es gibt einen erzieherischen Hintergrund und die Spieler lernen dabei auch fürs Team einzustehen und nicht nur auf sich selbst zu achten. Der Spieler hat bei mir keine rote Karte, noch nicht mals ne Gelbe, wegen unsportlichem Verhalten mehr bekommen. Ebenfalls waren auch die Mitspieler gewarnt und wollten so etwas nicht machen müssen.
    Jugendarbeit sollte Nachhaltigkeit beinhalten, auch in der Schulung von Sozialverhalten. Ich habe eh schon die Erfahrung gemacht das die wenigsten Spieler diese Strafen wirklich von ihrem Taschengeld bezahlen sondern meistens Mama oder Papa den Geldbeutel aufmachen, also verpufft es im Nichts. Mit einem solchen "dynamischen Strafenkatalog" bekommen die Jungs auch was mit. Zudem ist er beim Team gefürchtet wie auch geliebt weil am Ende jeder Einzelne davon profitiert.