Die Beschreibung der Spielintelligenz wurde hier schon hinreichend aufgeführt. Ein spielintelligenter Spieler entscheidet aus verschiedenen Möglichkeiten, welche die beste ist. Allerdings gehört für mich die Handlungsgeschwindigkeit bereits dazu!
Wahrscheinlich fällt nach reiflicher Überlegung zumindest 90 % der Spieler auf, welches der beste Weg wäre, was ihnen dann nur leider nichts mehr nutzt, weil der Ball weg ist! Nur der spielintelligente Spieler entscheidet hier "spontan" richtig. Ich halte vom Spielintelligenztraining weitaus mehr als von stupiden Laufeinheiten, Dribbelübungen und sonstigem! Diese sollten nur zusätzlich zum Spielintelligenztraining erfolgen. Am Beispiel von Bayern München unter PEP Guardiola kann man sehr gut erkennen, worin der Unterschied besteht. Tolle Pässe in Mittelfeld und Sturm mit Positionswechsel, schwer einschätzbar für die Abwehr!!! ![]()
Beiträge von Fussi-F2
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ich meine eine "E-Jugend".Ich sehe schon, daß die meisten für die Leistungsorientierung sind. Und ich habe trotzdem ein Problem damit.
Kurz zur Historie meiner Mannschaft. Nach der Bambini-Zeit hat sich ein etablierter Trainer die nach seiner Meinung besten 15 Spieler ausgesucht und die restlichen 15 standen "auf der Strasse". Es war im schlicht egal, ob die noch zum Fußball spielen kommen oder nicht. Es haben sich dann 2 Väter bereit erklärt die restlichen zu trainieren (meine Vorgänger).
Und da sich Kinder unterschiedlich entwickeln sind die scheinbar schlechteren jetzt fast auf dem Niveau der scheinbar besseren. Beispiel: wir haben am gleichen Hallenturnier teilgenommen. wir sind 2. geworden, die "besseren" 5.Primäres Ziel muß es sein, daß alle Kinder Spaß am Fußball haben und daß alle Kinder sich weiterentwicklen. Und meine Erfahrung zeigt (siehe oben), daß es zumindest bis zur E-Jugend dabei nicht darauf ankommt, daß alle Jungs einer Mannschaft gleich gut sind. Vielmehr ist es wichtig, daß auch alle Erfolgserlebnise haben. Wenn man nur die schlechteren in einer Mannschaft spielen läßt, würden die nur verlieren und wahrscheinlich bald keine Lust mehr zum Fußball spielen haben.
Wir haben heute die Situation im Verein, daß wir zwar 4 E-Jugenden haben (ca. 55 Spieler), aber keine A-Jugend !!!!Mein Fazit:
Ansich ist die Mannschaftszusammenstellung nach Leistung nichts schlechtes, wenn man dabei an die Kinder denkt. Wenn man es aber in Kauf nimmt, daß die Motivation der nicht ganz so guten auf der Strecke bleibt, Zitat: "die hören später sowieso auf, also können sie auch jetzt schon aufhören", dann finde ich das erschreckend. Für mich ist das ein Zeichen dafür, daß man vor allem den eigenen Ehrgeiz befriedigen will, auf Kosten der Kinder.Da ab der D-Jugend sowieso meist die Mannschaften neu zusammengestellt werden müssen wegen der größeren Spielerzahl und es ab der D-Jugend auch um Auf-/Abstieg geht ist das für mich der richtige Zeitpunkt, auf die Leistung zu schauen. In der D1 wären die besten Spieler, die restlichen Mannschaften sollten gleich stark sein, um dort auch Erfolgserlebnisse zu haben.
Bitte sagt auch zu meinem Fazit eure Meinung.
Ich bin robust, also "Feuer frei"Nach der Bambini-Zeit hat sich ein etablierter Trainer die nach seiner Meinung besten 15 Spieler ausgesucht und die restlichen 15 standen "auf der Strasse". Es war im schlicht egal, ob die noch zum Fußball spielen kommen oder nicht. Es haben sich dann 2 Väter bereit erklärt die restlichen zu trainieren (meine Vorgänger).
In unserem Verein gibt es sehr viele fußballinteressierte Kids! Es gibt jeweils mehrere G-Jugenden / F-Jugenden und E-Jugenden pro Jahrgang. Mein Sohn hat mit zwei Freunden zusammen das Fußballspielen angefangen und Mitte des ersten G-Jahres (im Alter von 5 Jahren) wurden die Kinder in zwei Mannschaften eingeteilt nach angeblichem Talent, es handelte sich jedoch eher um eine Trennung nach Körpergröße und "Schusskraft". Freundschaften waren dem Trainer egal!
Das führte dazu, das die damalige G3 ab diesem Zeitpunkt alle Spiele gewann und die G4 alle Spiele verlor. Dem Trainer war das egal! Zu den wichtigen Spielen nahm er die G3 mit und zu den unwichtigen die G4. Die Eltern der Kinder der G3 drehten durch, da ihre Kinder ja von nun an der "Elite" (Zitat) angehörten und gaben das auch bei jeder Gelegenheit (auch den Eltern der G4-Spieler und natürlich den eigenen Kindern) gegenüber zum besten. Viele Kinder weinten, da sie nicht mehr mit den Freunden spielen durften. Die Kinder untereinander fingen ebenfalls an sich zu beleidigen (Zitat: Du bist ja in der schlechten Mannschaft). Der Trainer gab zu Beginn der 2. G-Saison die Mannschaften an zwei Väter ab und natürlich wurde die "Elite"-Mannschaft zur G1 und die andere Mannschaft zur G2.
Zum Glück fand sich ein Vater, der die G2 trainierte. Inzwischen stehen die beiden Mannschaften kurz vor der E-Jugend und spielen beide auf einem Niveau! Allerdings hängt die damalige Trennung immer noch mental nach und es ist schwer vorstellbar, dass aus diesen beiden Mannschaften mal eine starke D1 gebildet wird, da dieses damalige Vorgehen des G-Jugendtrainers einen Keil zwischen Eltern und Kinder getrieben hat und es sich um einen ständigen Konkurrenzkampf handelt.
m.E. gibt es in beiden Mannschaften ungefähr gleich viele Spieler mit einem sehr guten fußballerischen Potenzial und ich bin aus dieser Erfahrung heraus fest davon überzeugt: Eine Trennung frühestens ab 2. F-Jahr, denn erst dann kann man die Spreu vom Weizen trennen!!
