Beiträge von dikon

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    TW-Trainer


    Du bist einer der erfahreneren User hier und hast auch bestimmt mehr Wissen über Kinderfußball als manch ein anderer, und mehr als ich sowieso. Wenn nun ein Neues Forenmitglied (und relativ neuer Trainer) wie ich, sich hier in diesem Forum anmeldet um Hilfe zu bekommen und gleich nach seiner ersten Frage so provokant und besserwisserisch wie von Dir begegnet wird, dann frage ich mich wer sich noch traut etwas zu posten, und welchen Sinn hat dann so ein Forum.
    Wenn Du alle Beiträge gelesen hast wirst Du festgestellt haben das ich mit diesem "Anliegen" nicht alleine dastehe. Ich gebe zu meine Wortwahl mit wegtrainieren oder austreiben sind im Nachinein nicht glücklich gewählt, aber ich konnte nicht wissen das hier jedes Wort wohl gewählt sein muss. Mit austreiben oder wegtrainieren meinte ich, ob es ein Mittel gegen diese Unaufmerksamkeit im Spiel gibt und wenn ja, welches? Mir war auch klar das es aber auch nur an den einzelnen Kindern liegen könnte (Charakter), da ja nicht alle diese "träumerischen" Eigenschaften haben.
    Einige (ebenfalls erfahrene) User hier, wie tobn oder Andre, haben mir durch ihre Beiträge schon sehr geholfen, weil sie wohl mein Anliegen eher verstanden haben wie Du.
    Wenn man über ein Jahr von ca. 20 Eltern ihr Kind anvertraut bekommt es zu trainieren, die Kinder selber mit Ihrem Trainer sehr viel Spass haben und nur unter ihm trainieren wollen, dann habe ich vlt. doch nicht alles falsch gemacht bis jetzt. Wieso ich jetzt auf einmal Co-Trainer werden soll, nur weil ich gefragt habe ob es ein Mittel gegen die "Blümchenpflücker" gibt, erschliesst sich mir nicht.

    dikon


    Also wenn deine Truppe nach wie vor nicht mit der nötigen Agressivität in die Zweikämpfe geht, dann solltest du die Vertrauensfrage stellen. Wenn alle Maßnahmen, wie Rundenlaufen, Kniebäugen, Liegestütz sowie Anschreihen nichts gefruchtet haben, dann haben die auch keinen erfolgsorientierten Trainer verdient! Soll doch diese "Weicheier" trainieren wer will, aber verwende du doch deine kostbare Freizeit nicht mit dieser Gurkentruppe :thumbup: !


    Genau das habe ich befürchtet! Aber ich werde deinen (lustigen) Beitrag nicht kommentieren da ich ein paar Beiträge darüber mein eigentlich verfolgtes Ziel beschrieben habe:


    "ich möchte aber klarstellen das es mir bei der von mir geschilderten
    Hilfesuche nicht darauf ankommt Europameister mit diesem Team zu werden.
    Vielmehr denke ich das wenn die Jungs diese negativen Eigenschaften
    ablegen, sie viel mehr Spass und Lust für diesen Sport entwickeln
    werden. Das ist es doch was wir in diesen Altersklassen als Ziel
    verfolgen sollten."


    Hallo Andre und danke für deinen Rat,


    ich möchte aber klarstellen das es mir bei der von mir geschilderten Hilfesuche nicht darauf ankommt Europameister mit diesem Team zu werden. Vielmehr denke ich das wenn die Jungs diese negativen Eigenschaften ablegen, sie viel mehr Spass und Lust für diesen Sport entwickeln werden. Das ist es doch was wir in diesen Altersklassen als Ziel verfolgen sollten.

    Hallo zusammen,


    ich trainiere seit ca. einem Jahr eine Bambini-Mannschaft. Natürlich waren mein Sohn und die Liebe zu diesem Sport die Gründe meines Einstiegs.
    Letztes Jahr nahmen wir als jüngste Mannschaft in unserem Kreis an sog. Turnierrunden teil. Da wir fast immer auf ein Jahr ältere Teams trafen, und wir auch von Jahrhunderttalenten nicht gerade gesegnet waren, verloren wir fast alle Spiele. Soweit nicht schlimm dachte ich mir da die Jungs mächtig Spaß hatten und ich meinen Schwerpunkt im Zusammengehörigkeitsgefühl, Spaß und einfache Ballübungen setzte.
    Träumereien während des Trainings und in den Spielen, Angst vor Ball und Gegner, das kennzeichnete die kleinen Kicker in ihrer ersten Spielzeit aus. Ausser ein paar mal darauf hinweisen und zurufen (aufwecken) während Training oder Spiel ging ich aber nicht weiter darauf ein, immer mit dem Hintergedanken: Die Kinder sind noch viel zu jung. (Letztes Jahr 4-5 Jahre alt)
    Nun hat die neue Saison begonnen, unser Team darf sich älterer G-Junioren-Jahrgang nennen. Ich bin natürlich nicht davon ausgegangen das in der Sommerpause jemand auf den Knopf drückt und die Kinder kommen wie ausgewechselt und reif für die Viererkette zurück. Aber so eine leise Hoffnung der Besserung im Hinblick auf die Träumer in unseren Reihen habe ich schon gehegt.
    Am letzten Wochenende nahmen wir am ersten Turnier in dieser Saison teil und das "Träumen" geht weiter. (War schon im Training wieder zu sehen) Einige Kinder haben immer noch Angst vor Ball und Gegner, nehmen gar nicht am Spielgeschehen teil. Im Training versuche ich natürlich darauf einzugehen, spreche auch viel mit diesen Kindern darüber, aber bisher erfolglos. Bei anderen Mannschaften in unserem Jahrgang sieht man das alle 6 Feldspieler aktiv im Spiel sind und fast immer in Spielgeschehennähe, im Gegensatz zu uns.


    Meine Frage an Euch: Kann man das "Träumen" wegtrainieren? Kann man die Angst vor Ball und Gegner (Training und Spiel) wegtrainieren, austreiben? Oder sind das Charaktereigenschaften der Kinder, die nur mit der Zeit und dem älter werden von alleine weggehen?


    Schönen Gruß und Danke für Eure Hilfe