Es beeindruckt mich immer wieder, was alles in einen einzelnen Vorgang hinein interpretiert werden kann. Was es doch alles zu bedenken und zu beachten gibt. Am Besten gefällt mir die Ansicht von uns Uwe, die ich auch so unterschreiben kann.
Er fragt: „Auf was für eine Schule geht der Junge, ist er vielleicht da überfordert und liegt es überhaupt am Fußball, das er schlechte Noten schreibt.“
Sebastian kann das wohl am Besten beurteilen. Ohne Hintergrundwissen zu haben, kann ich mir vorstellen, dass er seinen Erfolg im Fußball als eine Art Selbstbestätigung empfindet als Ausgleich für Schwierigkeiten in der Schule. Nach dem Motto „ich kann auch Etwas gut hinbekommen“. Diese Einschätzung dürfte für ihn sehr wichtig sein. Durch das Spielverbot würde er sich dann evtl. doppelt oder gar dreifach (bei Vorwürfen und Strafen aus der Mannschaft /Trainer) bestraft fühlen.
Mein Vorschlag wäre: Das Ganze nicht zu hoch hängen. Den Spieler für die Mannschaft als unsicheren Kantonisten einordnen. Bei Aufstellungsüberlegungen alterrnative Besetzungen
einplanen, um nicht noch einmal so eine Pleite erleben zu müssen. Dem Spieler die Frage stellen, ob er durch eigenes Verhalten den Zustand herbeigeführt hat. Wenn ja, möge er sich in Zukunft seinen Möglichkeiten entsprechend verhalten, da er sehr wichtig für die Mannschaft ist. Der Mutter bei sich bietender Gelegenheit mitteilen, dass durch das Spielverbot die ganze Mannschaft mitbestraft wurde und die Arbeit, sprich das Engagement von Sebastian, nicht die Achtung erhalten hat, die es verdient hätte. Zusätzlich muss der Mutter dabei aufgezeigt werden, dass ihr Spross etwas sehr Gutes leistet und man ihm diesen Erfolg nicht nehmen sollte. Zusätzlich von uns Uwe den Satz: „Ich spreche vor jeder Saison mit den Eltern und erkläre ihnen, dass eine Mannschaftssportart eine andere Gewichtung hat, als ein Einzelsport.“
Übernehmen und vertiefen.
