Beiträge von Morelli

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    Hallo


    vielen Dank für Eure Tips ,


    also ich muss sagen. Das "Probetraining" hat besser geklappt als gedacht.


    Es waren insgesamt 13 Kinder da. Bis auf 2 alles "neue" Kinder.


    Von den 13 waren 5 unter 4 der Rest, bis auf einen fast 6-Jährigen alle 4 Jahre alt.


    Da ich davon ausgehen musste, dass die Kinder vielleicht etwas Angst vor dem Neuen, dem Trainer, dem grosse Platz usw. haben, habe ich eine ziemlich ausgeprägte "Tummelphase" gemacht. Ich hab zunächst jedem einen Ball in die Hand gedrückt und mich kurz vorgestellt. Sie sollten einfach ein bisschen herumlaufen und ins Tor schiessen. Nachdem so nach und nach auch die Schüchternen Kinder Zutrauen gefunden hatten, hab ich alle um mich gescharrt und hab bei der ersten Begrüssungsrunde mit viel Quatsch erzählen versucht, die Scheu auch vor mir zu nehmen.
    Anschließend hab ich in einem kleinen Feld die "Königsbegüssung" (genaue Bezeichnung weiß ich nicht) gespielt. Ich bin der König und bestimme, wie man sich in meinem Land begrüsst (mit Namn nennen): Montags per Handschütteln, Dienstags Schulter an Schulter, Mittwochs Po an Po usw. , . Das kam meine ich eigentlich ganz gut an, auch wenn nicht alle Kinder mitgemacht haben.


    Dann kamen Spiele mit Ball
    - Hütchen umschiessen
    - Zwei Mannschaften in zwei Felder viele Bälle, auch Platikbälle. Ziel nach Ablauf der Zeit so wenig Bälle in seinem Feld haben. Da hab ich mehrere Durchläufe gemacht auch mit Tennisbällen Plastikbällen einem Football.


    Nach ausgiebiger Trinkpause und Mama erzählen gehen, habe ich dann "normal" Fussballspielen lassen. Ohne Einwurf ohne Abstoss möglichst ohne Unterbrechung (ich hab den Ball einfach zurück ins Spielfeld geworfen) leider auf kleine Tor, da die Grossen auf der Anlage weit verstreut standen.


    Nach einer Stunde war Schluss und nachdem die Kinder mitgeholfen haben alles wieder aufzuräumen, habe ich sie noch mal um mich gescharrt und ihnen gesagt, dass mir das erste mal viel Spass gemacht hat und dass ich hoffe, dass ihr das nächste mal wiederkommt.


    Insgesamt muss ich sagen, dass es vielleicht mal abgesehen von dem 5 1/2 -Jährigen, der schon deutlich weiter war als die übrigen Kinder (das war beim Abschlussspiel ein Problem) nicht unbedingt darauf ankam, wer unter 4 oder schon fast 5 war. Meine Beobachtung war, dass es entweder Kinder gab, die nach einer gewissen Zeit nicht mehr ganz bei der Sache sind und eher zu Mama gucken oder sich sonst ablenken liessen oder eben die Kinder, die nur Bälle sehen und gegen alles was rund ist treten wollen. Blümchenpflücker und Ballgucker.


    Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt. Wer wieder kommt und ob es Sinn macht das weiter zu machen. Insgesamt habe ich es mir schlimmer vorgestellt. Die meisten Kinder haben erstaunlich lange mitgemacht und kamen, so denke ich, auch mit mir und meiner Art die sie anzusprechen, gut klar.


    Es stellt sich jedoch für mich allerding immer noch die grundsätzliche Frage, ob es den Kleinen etwas bringt. Kann ich mit meinen eingeschränkten Fähigkeiten (ich bin halt als Spielerpapa zu dem Job gekommen) die Kinder in Ihrer Entwicklung, noch nicht mal unbedingt als zukünftiger Fussballspieler, fördern. Oder mach ich nur den "Gutelauneonkel", der den Kindern einen Ball gibt und Hütchen aufstellt.


    Liebe Grüsse


    Morelli

    Wow vielen Dank für Eure Antworten,


    @ Tom Bobadil: Mein Sohn spielt nicht in unserem Verein in der F-Jugend, sondern als Spielgemeinschaft mit dem Nachbarort. Dort besteht ein "Trainerteam". Ich bin halt gefragt worden, ob ich die Bambinis trotzdem weitermache. Und da mir das im letzten halben jahr meistens Spass gemacht hat, hatte ich mich grundsätzlich bereiterklärt, das weiterzumachen.


    Wie schon erwähnt, fange ich quasi von Null an. Wir haben daher im dorfeigenen Kindergarten die Werbetrommel gerührt. Dabei haben sich fast ausschließlich die Eltern von 3-Jährigen gemeldet. (Da die Eltern unter einander befreundet sind, haben sie sich offensichtlich kurzgeschlossen und ihre Kinder zum "Probetraining" (morgen) angemeldet.) Die Initiative dieser Aktion und auch die Anmeldung erfolgte nicht bei mir, sondern bei einem sehr engagierten Mitglied des Vorstands.


    Ich denke, ich werde mir mal anschauen, wer da morgen kommt und dann entscheiden, ob das insgesamt Sinn macht. Wahrscheinlich werde ich mit der Option in einem Jahr noch mal einen Versuch zu starten, es zunächst sein lassen.


    Nichtsdestotrotz muss ich mir für dieses nunmal angesagte "Probetraining" Gedanken machen, was ich mit den Kindern mache.


    Gruß


    Morelli

    Moin zusammen,


    da sich vor einem halben Jahr kein Trainer für die Bambinimannschaft finden ließ, wurde ich vor einem halben Jahr als Spielervater mit der Betreuung der Bambinimannschaft betraut. Seit der Zeit habe ich versucht (im Wesentlichen mit 5 bis 6 Kinder aus dem Jahrgang 2004) zumindest ein wöchentliches "Training" zu ermöglichen. Da dieser Jahrgang (incl. meinem Sohn) nach der Sommerpause F-Jugend spielen wird, habe ich dem Verein gesagt, dass ich nur dann mit den Bambini weitermache, wenn genügend "neue" Bambinikinder mitmachen.


    Nun haben wir im dorfeigenen Kindergarten verstärkt die Werbetrommel gerührt. Ergebnis: Es werden Kinder vor allem aus dem Jahrgang 2007 zum "Probetraining" noch vor der Sommerpause kommen. Der Jahrgang 2005 ist überhaubt nicht vertreten.


    Meine Bedenken, dass Bambini doch erst mit 4 Jahren eigentlich anfängt, wurde von Seiten des Vereins unter dem Hinweis, dass man nun mal Nachwuchsprobleme habe, bei Seite geschoben.


    Jetzt meine Frage:


    1. Sollte ich unter den Umständen überhaubt nach der Sommerferien weitermachen, auch wenn genügent Kinder dabei bleiben ?


    3. Welche Übungen oder besser Spiele mache ich mit den 3-Jährigen ?
    Viele Übungen und Spielformen mit meinen 6-Jährigen kann ich wohl hier vergessen.


    2. Inwieweit kann ich hier den herkömmlichen Aufbei einer Trainingsstunde (Aufwärmspiel, versch. Übungen, Spiel, Ausklang) beibehalten.


    Viele der im Internet oder in Literatur zu findenden Übungungen kann ich, weil es die Kinder überfordern würde, nicht machen. Ich denke, dass bei 3-Jährigen quasi nur Übungen funktionieren, bei dem jeder einen Ball hat, mit dem er etwas machen darf. Ich bin also auch an vielen kleinen einfachen Übungen interessiert. Wenn man ohnehin Wartezeiten vermeiden sollte, so gilt das für die ganz Kleinen wohl besonders.


    Vielen Dank für Eure Hilfe




    Gruß Morelli




    P.S.: hat jemand noch Plastikbälle ? =)

    Moin zusammen,


    Ich bin seit Kurzem als Spielervater ohne Vorkenntnisse zum Bambinitrainer ernannt worden (zunächst mal bis zum Sommer)


    Eher theoretisch weiß ich, aus welchen Bestandteilen eigentlich eine Trainingsstunde besteht.


    Mein Problem ist, dass meine Bambinis eine wilde Hode ist, die einen unbändigen Bewegungsdrang haben und ausleben wollen.


    Das funktioniert mit diversen Fangspielen zum Aufwärmen noch ganz gut. Wenn ich allerdings koordinative Übungen oder gar technische Übungen mit den Kindern machen möchte (ich bemühe mich wirklich diesen Bereich nicht lang werden zu lassen und alle Kinder in Bewegung zu halten mit Staffelläufen etc.) so gelingt mir dies nur unter Aufbietung meiner gesamten Energie.


    Wie gelingt es mir ohne dass ich anschließend heiser und völlig erschöpft bin den Ablauf einer Trainingsstunde einfacher zu vermitteln.
    Ich muss dazu sagen, dass mein Vorgänger lediglich 2 Mannschaften gebildet hat und die Kinder dann die gesamte Stunde hat spielen lassen.
    Bei einigen Kandidaten habe ich massiv damit zu tun, mir überhaupt Gehör zu verschaffen. Regeln aufzustellen ist schwierig, wenn einige Kinder wie von der Leine gelassen durch die Halle toben und Du ihnen ansiehst, dass Sie im Zweifel auch im Elternhaus machen dürfen was sie wollen. Ganz zu schweigen, welche Möglichkeiten ich überhaubt habe, Regeln durchzusetzen. Ich kann ja schließlich die störenden Kinder nicht nach Hause schicken. Hilfestellung von den Eltern werde ich wahrscheinlich nicht erwarten können. Sie auf die Bank zu setzen klappt maximal eine halbe Minute. Bei meinem eigenen Sohn muss ich selten Laut werden, weil er von zu Hause Regeln kennt und auch weiß, dass es Konsequenzen gibt, wenn er Sie missachtet. Bei einigen meiner Bambinis habe ich den Eindruck, dass sie Regeln nicht kennen. Ich bin da sehr unsicher, wie "rigoros" ich bei diesen Kindern vorgehen darf.


    Ausserdem habe ich dass Problem, dass gerade beim "Abschlussspiel" (das nimmt ca die Hälfte der Trainingszeit in Anspruch) die kleineren Kinder schnell die Lust verlieren, weil das Leistungsgefälle zwischen einem 4.- und einem 6-Jährigen zumindest bei menen Kindern so stark ist und sie somit zwangsläufig wenig bis garnicht an den Ball kommen.


    Ich wäre für Tipps und Anregungen dankbar. Auch für konkrete Übungen/Spiele, die allen Spass machen und bei denen sich alle nach ihren Fähigkeiten austoben können.


    Vielen Dank


    Morelli