Beiträge von hahni

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    Vielen Dank TRPietro.


    Ich bin momentan schon dabei den Teamgeist wieder zu stärken und die Mentalität in die Richtung "Wir probieren das gelernte aus und haben unseren Spaß dabei" zu lenken.
    Ob es klappt, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber ich bin mittlerweile sehr zuversichtlich, dass wir es packen werden und die Saison mit Spaß absolvieren werden.


    Noch einmal vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und mir Tipps gegeben hast.


    Die Einzelgespräche werden in kürze folgen.


    Viele Grüße hahni

    @ Andre


    Ich glaube du hast mich falsch verstanden, oder ich hab mich falsch ausgedrückt.


    Eigentlich sollte die gesamte Mannschaft total entspannt sein.
    Weder der Verein, noch unser Trainer, noch die Abteilungsleitung machen uns Druck. Aber wir selbst machen ihn uns, weil wir uns selbst fragen, warum es nicht voran geht und weil wir auf die Außenstehenden hören und uns runter zeihen lassen.


    Wie gesagt es ist eine deutliche Verbesserung erkennbar nur erkennen es einzelne Spielerinnen nicht.
    Unser Trainer tut alles, um uns diese Verbesserung zu verdeutlichen und dennoch ist in der Mannschaft das Gefühl wir würden uns im Kreis drehen.


    Ich erwarte nicht, dass wir jedes Spiel gewinnen, es ist noch nicht einmal wichtig besonders viele Spiele zu gewinnen. Aber 1 oder 2 sehe ich nicht als zu viel erwartet.
    Wir haben im letzte Spiel 1:4 verloren und der gegnerische Trainer kam her und sagte: "Wie könnt ihr das Spiel denn nur verlieren? Ihr habt 70 Minuten das Spiel in der Hand gehabt und wir hatten nicht die geringste Chance!"
    Natürlich kann es mal vorkommen, dass die Leistungsstätkere Mannschaft verliert, aber bei uns ist es jedes Mal so.
    Und das nicht weil wir schlecht sind, sondern weil wir uns schon als Verlierer abgeschreiben haben bevor das Spiel überhaupt beginnt.


    Das man Spiele verlieren kann und darf und das man auch nicht nur einen sondern auch mehrere Fehler machen darf, ist ganz meine Meinung.
    Nur wenn du mal einen Fehler machst und dann eben mal ein Spiel verlierst, fällt es dir deutlich leichter, wenn du dich bei anderen Spielen wieder aufbauen kannst und deine stärke beweisen kannst.
    Und auch wenn wir eine gute Leistung hinlegen, dann reicht es dennoch nicht das Selbstvertrauen wieder aufzubauen.


    Und genau das macht unsere Mannschaft kaputt, wir sehen uns von vornherein als Verlierer, weil wir es zu oft erlebt haben und diesen Gedanken möchte ich aus den Köpfen bekommen.


    Ich habe kein problem damit zu verlieren. Und wenn wir 20Niederlagen einstecken müssen, bis wir kapieren, dass auch wir gewinnen können, dass wir kämpfen müssen und nicht die Verlierer sind, dann wäre es ok.
    Aber das ist meine Meinung. Die Meinung mehrerer Spieler ist "wenn wir nicht gewinnen, dann haben wir uns auch nicht verbessert. Deshalb werden wir immer die Verlierer bleiben"

    Schon mal vielen Dank, dass hr euch mit meinem Problem beschäftigt.



    TRPietro


    Dein Fazit ist vollkommen richtig, die Frage ist nur wie wir die Einstellung ändern können, um das Problem zu beheben.


    Nun zu deinen Fragen:


    1. Es gibt definitiv einen großen Leistungunterschied in der Mannschaft. Wir haben sowohl Spielerinnen, die seit 5 Jahren durchgängig trainiert haben, als auch Spielerinnen die erst seit einem Jahr oder auch seit erst wenigen Wochen dabei sind. Ich bin mir sicher, dass die Spielerinnen im einzelnen ihre Leistung verbessern könnten, wenn sie in eine fremde Mannschaft kommen würden, aber aich auch mit deutlich erfolgreiceren Mannschaften messen könnten. Denn im einzelnen sind wir nicht schlecht. Dennoch ist es genau andersrum, als in deiner Frage gestellt. Die stärkeren ziehen die schwächeren mit, dennoch ist ein Unterschied zu erkennen, wer wie lange spielt und wieviele Erfahrungen gesammelt hat.


    2. Es gibt mehrere Spielerinnen, die ängstlich und verunsichert werden, wenn sie merken, dass es nicht so läuft wie es sollte. zB wenn wir das komplette Spiel machen, dabei aber das Tor nicht machen und der Gegner durch einen Glückstreffer in Führung geht. Unser ehemaliger Libero ist dafür das beste Beispiel. Ihre größte Angst ist es, allein hinten zu stehen, einen Fehler zu machen, dadurch gnadenlos von den Gegnern abgeschossen zu werden und eine weitere hohe Niederlage auf dem Konto zu haben. Ihre Angst steigert sich so sehr, dass sie des öfteren Bauchschmerzen durch ihre Verkrampfung bekommt und am liebsten mit 10 Mann um den 16er verteidigen würde. Daraus folgt dann, dass sie im Spiel die 6er soweit zurück zieht, dass sich zwischen Offensiv und Defensiv eine Lücke öffnet, in die die Gegner laufen und durch die vielen Freiräume das Spiel in die Hand nehmen können.


    3. Führungsspieler gibt es nach wie vor, allerdings geht auch bei diesen das Selbstvertrauen zurück und man merkt, dass sie dadurch nicht das Spiel machen, dass sie eigentlich könnten.


    4. Es ist in der Tat vorgekommen, dass eine Führungsspielerin(!) in der zweiten Halbzeit lautstark zu mir sagte "Wieso soll ich laufen? Die anderen machen doch auch nichts!"
    Allerdings war das bei dem Spiel, das wir 13:0 verloren haben(das einzige Spiel in dieser Saison, bei der wir kein Tor geschossen und mehr als 4 Tor bekommen haben). Dadurch würde ich diese Aussage als reine Frust interpretieren, denn niemand in der Mannschaft hat daran gedacht, dass es noch einmal vorkommen wird, sich so abschießen lassen zu müssen. Ansonsten gibt es bei keinem einen solchen Gedanken. Natürlich kommt es mal vor, dass jemand lauf-faul ist, aber dann nicht um die anderen mehr laufen zu lassen, sondern wegen einer schlechten Tagesform.


    5.Die Ziele wurden von den Trainern immer klar definiert: Wir wollen nicht letzter in der Tabelle sein, wir wollen zeigen, was wir können, wir wollen uns Respekt verschaffen, wir wollen unseren Spaß am Fußball durch unsere Leistung zeigen.
    Diese Ziele werden der Mannschaft oft genug mitgeteilt und die Mannschaft an sich hat sie verinnerlicht, aber verschiedene einzelne Spielerinnen haben sich selbst kein Ziel vor Augen gestellt.


    6. Zwar gibt es eine Spielerinn die private Probleme hat, allerdings gehört sie nicht zu denen, die schnell aufgeben, unmotiviert oder ängstlich sind. Ganz im Gegenteil, sie ist im Training und bei den Spielen dabei, bringt ihre Leistung und redet auch bis zu einem bestimmten Punkt über dieses Problem.
    Dagegen haben die Spielerinnen, die momentan unzufrieden/unotiviert sind, keinerlei Probleme, was aber auffällig ist, dass es nur Spielerinnen sind, die von Anfang an dabei waren. Was sich wiederum daraus erklären lässt, dass die Enttäuschung und der Frust über zu viele, zu sinnlose zu unverdiente Niederlagen einfach zu groß ist.(Die Mannschaft hat einfach zu lange verloren)


    7. Von einer Formkrise würde ich nicht sprechen. Die Mannschaft hat ein großes Sicherheitsdenken(Möglichst viele hinten reinstellen, damit keiner ein Tor schießen kann), aber das ist durch die hohen Niederlagen und nicht durch eine Formkrise entstanden. Und im Gegensatz zu den letzten Saisons hat es sich sehr verbessert und tritt nur noch dann ein, wenn die Mannschaft sich aufgibt(weil der Wille fehlt) oder kurzzeitig die Konzentration verloren geht.
    Vor 3 Wochen haben wir zB 70 Minuten lang gegen den Tabellenzweiten unser bestes Spiel gemacht und verlieren dann 1:4 gegen einen (wenn nicht sogar den) schwächsten Gegner, obwohl wir der klare Favorit waren.


    8. Erst kürlzlich habe ich in der Mannschft eine anonyme Umfrage gemacht. Es gab niemanden, der das Training kritisiert hat oder es zu eintönig findet. Allerdings gab es eine Rollenveränderung. Unser ehemaliger Libero hat zur Sommerpause sein Amt als Kapitän auf eigenen Wunsch hin abgelegt...und damit auch die Mannschaft. Als sie nun krankheitsbedingt darum bat, nicht länger als 15 Minuten zu spielen, mussten wir einen anderen Libero aufstellen und es hat mindestens genauso gut fuktioniert ( der neue Libero hat die zwei 6er nicht zurückgezogen, sodass im Mittelfeld keine Lücke entstehen konnte. Als man dem alten Libero nun die Fehler sachlich und ohne böse Absicht aufgezeigt hat (wir ginngegn bis dato noch davon aus, dass sie weiterhin als Libero fungiert), ging sie wütend und enttäuscht vom Platz. Seitdem ist sie zwar wieder im Training und auch in den Spielen dabei, aber sie interessiert sich nicht für die Mannschaft und hat meinem Gefühl zufolge auch DEUTLICH an Motivation, Ehrgeiz und Lust verloren und kommt aus Gewohnheit ins Training und weil sie zugesichert hatte, die gesamte Saison zu spielen.


    9. Auch das wurde schon einmal diskutiert und die gesamte Mannschaft bestätigte unsere Meinung. Die Mannschaft hat nicht an Lust verloren, weil sie genügend Spiele gespielt haben, aber einzelne Spielerinnen verlieren an Lust, weil sie keine Verbesserung sehen, obwohl diese deutlich erkennbar ist(Zur Info in unserer 1.Hinrunde hatten wir ein Torverältnis von 0:93, jetzt haben wir eins von 11:38). Aber wenn der Druck von außen zu hoch ist ("Und wie hoch habt ihr diesmal verloren?" "Wieso gewinnt ihr denn nicht, letzte Saison hats doch auch geklappt!"), ist in den Köpfen nur noch ein Gedanke: Wir müssen gewinnen, anstatt zu sagen spielen wir unser Spiel und machen das beste daraus.


    10. Bis jetzt war es noch nie der Fall. Jeder Spieler hat die Möglichkeit zu sagen "Ich hab heute keine Lust" oder "Ich hab zuviel zu tun" und mal ein Training auzusetzen. Dafür hat jeder Verständnis. Aber es ist nicht der Fall. Klar ist icht jeder in jedem Training, aber das sind dann keine Ich-bin-überfordert- Aussagen, sondern Geburtstage etc.


    11. Nein, das denke ich nicht. Das Training ist zwar sehr bedacht und den Fehlern /Schwächen angepasst, aber dennoch nicht zu anstrengend. Zudem haben wir immer wieder ein Spielfreies Wochenende oder haben auch schon verschiedene Aktivitäten anstatt dem Training unternommen. Die meisten freuen sich auch aufs Training 2mal die Woche und wem es zuviel ist, der kann auch für sich entschieden, dass er nur einmal ind er Woche komt, dann aber 100 %ig dabei ist.



    Die Gespräche mit den Führungsspielern oder der ganzen Mannschaft haben wir schon öfter durchgeführt, hatten aber dann immer nur kurzfristig eine Besserung. Einzelgespräche sind zwar eine gute Idee und warenn schon lange von seitens der Trainer erwwünscht, waren aber leider bisher nie durchführbar.


    Ich hoffe ich habe dir alle Fragen so beantwortet, dass du damit etwas anfangen und uns natürlich helfen kannst.

    Hallo zusammen.


    Ich habe ein riesen Problem, was meine Mannschaft betrifft und ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.


    Vor 4 Jahren haben wir eine Damenmannschaft gegründet und haben im Alter von 16 Jahren das erste Mal einen Ball am Fuß gehabt.
    Da wir gegen Mannschaften spielten, die bereits seit über 15 Jahren zusammen spielen und einen Trainer hatten, der sich mehr für den Alkohol interessierte, haben wir 2 1/2 lange Jahre lang wirklich alles verloren. Dabei ging es meistens nicht um humane Niederlagen, sondern u Ergebnise 13:0 , 16:0 oder auch einmal ein 21:0
    Aber es war uns egal. Ganz nach dem Motto: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. spielten wir als ein Team und wurden für unseren Charakter von vielen anderen Vereinen gelobt.
    Vor 1 Jahr wechselten wir den Trainer und bereits nach 2 Spielen gewannen wir das erste Mal.
    Und auch in dieser Saison stehen wir nicht mehr ganz unten. Die Erfolge und Verbesserungen sind nicht nur in den Ergebnissen bemerkbar. Unsere Gegner haben Respekt, ja teilweise sogar Angst vor uns, und wir haben schon etliche Spiele gehabt bei denen wir die Favoriten waren und das gesamte Spiel gemacht haben.


    Eigentlich sollten wir stolz sein, aber uns fehlt zunehmend das Selbstvertrauen. Wenn wir durch einen doofen Fehler ein Tor kassieren, schalten wir einfach ab. Wir hören auf zu spielen, auch wenn wir zuvor das ganze Spiel in der Hand hatten. Sobald wir ein Tor kassieren sitzt in unseren Köpfen der Gedanke "Wir haben verloren, es bringt jetzt eh nichts mehr" fest und wir vergeben die Führung, lassen uns regelrecht niederschiesen und verlieren an Motivation.


    Die Mannschaft hat lange genug gekämpft, Höhen und Tiefen erlebt, zahlreiche Niederlagen eingesteckt und hatte dennoch den Mut immer wieder anzutreten, immer wieder den Weg nach vorn zu suchen und nicht aufzugeben.
    Doch diese Mentalität fehlt uns jetzt. Ausgerechnet die Spielerinnen, die schon seit längerem dabei sind, fangen nun an ernsthaft ans Aufhören zu denken.
    Das traurige ist, dass wir nach allem was wir zusammen durchgemacht haben nun kein Team mehr sind.
    Ich organisiere Partys, Essen und sonstige Aktionen, aber leider sagen immer die gleichen Leute ab und zwar genau die, die bis dato Führungsspieler waren.


    Ich weiß einfach nicht mhr, was ich machen soll. Die jüngeren Spielerinnen sind bei allem dabei und wir haben unseren Spaß aber die älteren grenzen sich aus.


    Wie kann ich es schaffen die Mentalität meiner Mannschaft zu ändern?
    Dass wir wieder mehr zusammenhalten, sich gegenseitig wieder zu vertrauen, wieder als Team auftreten und diese ständige Angst vor einer Niederlage endlich ablegen?

    Ich bin euch für jede hilfreiche Antwort mehr als dankbar!
    Es ist meine Mansnchaft und ich will nicht tatenlos ansehen, wie sie kaputt geht.


    Liebe Grüße