Beiträge von Teamchef

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    Also, ich lasse den TW bei Bedarf mitspielen und habe kein Problem damit, wenn der Gegner das auch macht.

    Ich kann mich an ein E-Jugend-Spiel erinnern, bei dem wir zur Halbzeit 4:0 in Führung lagen. Mein Team war deutlich überlegen, hätte auch schon höher führen können, doch ohne einen Knipser traf mein Team damals nicht all zu oft. Es war November und dem Torwart war kalt.

    Unser Torwart war während der zweiten Halbzeit in erster Linie für die unzähligen Eckbälle zuständig und sollte dann wieder zurücklaufen. Das Spiel endete 8:2, beide Gegentreffer entstanden durch Konter, bei denen unser TW nicht schnell genug zurückgeeilt war.

    So hatte die gegnerische Mannschaft zwei Erfolgserlebnisse, die lautstark bejubelt wurden und unser TW hatte Bewegung und konnte sich bei eigenen Treffern im Kreis der Mannschaftskameraden mitfreuen statt allein im Kasten zu stehen.

    Ein paar Monate später das gleiche, nur umgedreht. Wir waren klar unterlegen, lagen zur Halbzeit mit 1:4 hinten und als in der zweiten Hälfte der gegnerische Torwart in unserem Strafraum mitwirbelte, fingen wir uns weitere fünf Treffer ein. Wir konnten aber im Gegenzug dreimal ins leere Tor treffen, so dass das Spiel schließlich mit 4:9 verloren wurde.

    Und in der Vergangenheit gab es einige ähnliche Situationen. Für mein Team war es dann immer Motivation, bei fehlendem gegnerischem Torwart einen Weitschuss zu probieren und manchmal hat es auch geklappt.

    Wenn man als Trainer mit der Situation umzugehen weiß, dann sollte das kein Problem sein. Gerade auf dem Kleinfeld, das sind Kinder, die wollen spielen und sich nicht zwischen den Pfosten langweilen.

    Schlimmer finde ich, wenn auf dem Kleinfeld bei sechs Feldspielern mit Vierabwehrkette und Doppelsechs gespielt wird und dann keine Treffer fallen, weil das Tor quasi zugenagelt ist. Das erlebe ich leider häufiger, als Spiele mit stürmendem Torwart.

    Beim Kinderfußball ist doch ein 4:9 oder 5:5 schöner als ein 0:1 oder ein 0:0, oder?

    Hallo,

    wir sind ein kleiner Verein, der mit 25 D-Jugend-Spielern sowohl eine D1-Großfeld- als auch eine D2-Kleinfeldmannschaft stellt. Die Spieler wurden so aufgeteilt, dass alle 12 Spieler des älteren Jahrganges und die drei Besten des jüngeren Jahrganges D1 spielen. Die anderen 10 Spieler des jüngeren Jahrganges wurden der D2 zugeteilt. So ist sichergestellt, dass nicht nur die schwächeren Spieler in der D2 spielen und diese Mannschaft mit besseren jüngeren Spielern auch ihre Erfolgserlebnisse feiern kann.

    Neulich fanden bei uns hintereinander zwei Spiele statt, zuerst das Kleinfeldspiel unserer mittelmäßigen D2 und im Anschluss das Großfeldspiel unserer ganz guten D1. Die Mannschaft war mit 12 Spielern knapp besetzt, also spielte der D2-Torwart als Feldspieler mit, dort ist er auch recht gut, so dass zwei Auswechselspieler auf der Reservebank Platz nahmen.

    Diese zwei waren an dem Tag die beiden vermeintlich schwächsten D1-Spieler. Wenn genug Spieler da sind, zählen sie nie zur Anfangsformation. Sie werden meist irgendwann eingewechselt und oft auch wieder ausgewechselt. Zahlenmäßig kann der Trainer, der sehr erfolgsorientiert ist, was er selbst aber nicht so sieht, nicht auf sie verzichten, weil selten alle Spieler anwesend sind.

    Spielverlauf: Unsere Mannschaft ging Mitte der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung, spielte aber nicht berauschend und fing sich kurz vor dem Wechsel den Ausgleich ein. Auch in der zweiten Hälfte klappte das Zusammenspiel bei unserer Mannschaft weniger gut, der Trainer kritisierte einige Spieler heftig und das Team geriet nach etwa 15 Minuten in Rückstand. Ein paar Spieler machten mittlerweile einen etwas erschöpften Eindruck, bissen aber die Zähne zusammen.

    10 Minuten vor Ende des Spieles gab es Tumulte und man hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn einer unserer Spieler vom Platz gestellt worden wäre. Das Spiel endete schließlich mit einer verdienten 1:2 Niederlage. Einige unserer Spieler zeigten sich als schlechte Verlierer und verweigerten anschließend den üblichen Sportgruß beider Teams.

    Das zum Spiel, was aber eher nebensächlich war. Interessant ist, und darum geht es hier, dass die beiden Reservespieler keine Minute gespielt haben. Die Eltern dieser beiden Spieler engagieren sich manchmal für den Verein, indem sie Bratwurst grillen und Getränke verkaufen, und waren nach dem Spiel nicht ganz so gut gelaunt.

    Der Trainer begründete seine Maßnahme wortwörtlich damit, dass die Spieler, die nach dem 1:0 den Karren in den Dreck gezogen haben, den Schlamassel auch selbst wieder ausbügeln sollten. Die beiden Reservisten blieben bewusst zu ihrem Schutz draußen, weil sie es nicht verschuldet haben, dass die Mannschaft ihre Möglichkeiten nicht genutzt hat, dadurch unnötig in Rückstand geraten ist und vom Trainer heftig kritisiert wurde. Ob die zwei Jungs diesen Grund nachvollziehen konnten, ist mir nicht bekannt, jedenfalls denke ich, dass sie gerne gespielt hätten.

    Ich als unbeteiligter Zuschauer dieses Spieles war sprachlos über diese Begründung zur Nichteinwechslung und nun interessiert mich einfach eure Meinung dazu.

    Besten Gruß...

    Kunstrasen ist nicht gleich Kunstrasen.

    Da gibt es die alten, die einem ollen Teppich gleichen, entweder mit Sand oder gewässert, ideal für Verbrennungen durch Grätschen.

    Dann die zweite Generation mit etwas festeren kurzen "Grashalmen", meist mit Sand befüllt, auch nicht so angenehm beim Fallen.

    Die neuen Plätze ähneln einem englischen Rasen, weiche Grashalme mit Gummigranulat, praktisch ohne Verletzungsgefahr.

    So einen haben wir, zusätzlich einen Rasenplatz mit üblichen Unebenheiten, der aber kaum noch genutzt wird, weil alle den neuen Kunstrasen bevorzugen. Den muss man außerdem nicht dauernd abzeichnen.

    In der Nachbarschaft muss ein Verein nachweisen, dass ein gewünschter neuer Kunstrasen 1.800 Stunden im Jahr genutzt wird. Erst dann wird er durch den Landkreis finanziert.

    Das ist wieder einmal regional geregelt und wird von Kreis zu Kreis unterschiedlich gehandhabt.

    Bei uns meldet der, der meint, eine stärkere Mannschaft zu haben, sein D-Jugend-Team für die Bezirksliga mit Hin- und Rückrunde. Oder man lässt sich in eine der Kreisklassen einteilen, die im Winter nach der Hinrunde neu aufgeteilt werden - jeweils die vorderen 7 zusammen und die hinteren 7 zusammen o.ä.

    Es gibt im Sommer keinen Auf- und keinen Abstieg, jedes Jahr wird neu gemeldet. Es kann natürlich passieren, dass keine Bezirksliga zusammenkommt. Wenn zu wenige Teams dafür angemeldet werden, dann spielen auch die Stärkeren im Kreis und putzen alles weg.

    Im Nachbarkreis dagegen wird bereits in der E-Jugend mit Kreisliga A, B und C gespielt. Da kann es dann so passieren, wie Andre das beschrieben hat.

    Grüße

    Teamchef

    Bei uns besagt die Festspielregel, dass jemand, der dreimal in der 1. Mannschaft, bei dir also A1, gespielt hat, ein Spiel für die zweite Mannschaft gesperrt ist, bei dir wäre das dann so, dass der Spieler in der A2 einmal aussetzen muss.

    Jedoch wäre er für die B-Jugend nicht gesperrt.

    Bei Einsätzen ab April gibt es dann noch Verschärfungen, aber so weit sind wir ja noch nicht.

    Informiere dich bei deinem Kreis, Bezirk oder Verband, das scheint wirklich sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden.

    Tom,

    um dir Tipps zu geben, müsste man wissen, in welcher Größenordnung und für welche Altersklassen du das planst.

    ---

    Nachtrag:
    Sorry, du hast ja F-Jugend geschrieben, habe ich übersehen. Ich lasse den Rest trotzdem so stehen.

    ---

    Bevor du helferintensive Dinge planst, und da du noch gar keine Erfahrung im eigenen Verein hast, solltest du dir am besten schon im Vorfeld möglichst verbindliche Zusagen holen, wer bereit ist, an einem Turniertag eine Helferschicht zu übernehmen und Kuchen, Salat etc. zu spenden.

    Wenn du dann einen Überblick hast, ziehst du etwa 30% ab, denn am Ende hast du immer mehrere Ausfälle.

    Gefährlich sind Wochenenden im Mai/Juni, an die ein Feiertag angrenzt oder ein Brückentag zu einem Kurztrip einläd. Da bekommt man oft ganz kurzfristig Absagen (von Helfern, eigenen Spielern und anderen Mannschaften), weil einige Familien bei schönen Wetter überraschend ein paar Tage wegfahren.

    Wenn du Geld einnehmen willst, konzentriere dich auf die jüngeren Jahrgänge. Je älter die Kinder, desto weniger (zahlungskräftige) Eltern sind dabei, außerdem hast du bei den Älteren Schiri-Kosten.

    Wenn ich mit meiner Mannschaft an einem Turnier teilnehme, wünsche ich mir möglichst kurze Pausen, max. eine halbe Stunde im Schnitt, und möglichst viele Spiele.

    Turniere mit mehreren Vierergruppen, bei denen die Möglichkeit besteht, nach drei kurzen Spielen auszuscheiden, weil nur die besseren weiterspielen können, meide ich. Mir sind kleine Turniere, bei denen vielleicht jeder gegen spielt, oder nachher auch die Gruppenletzten ein Spiel um den 13. Platz austragen, lieber.

    Bis einschließlich D-Jugend sollte es für alle Spieler einen Preis geben und nicht nur für die Besten. Selbst über die sounsovielte Medaille freut sich ein Kind, mit einem Pokal für die ganze Mannschaft können die einzelnen nur wenig anfangen.

    Torwandschießen, Hüpfburg und andere Wettbewerbe, das hört sich schön an, meist ist die Nachfrage aber nicht so groß, weil die Kinder lieber kicken wollen und solche Sachen auch oft bei anderen Gelegenheiten angeboten bekommen.

    Halte dir Ersatzmannschaften in Reserve, denn du bekommst immer mehrere Absagen. Auch musst du leider damit rechnen, dass vereinzelt Mannschaften ohne Absage fehlen und du den Spielplan ganz kurzfristig umschmeißen musst.

    Übernimm dich nicht bei deinem ersten Turnier, halte es klein und nutze deine Erfahrungen für die Zukunft.

    Viele Grüße

    Teamchef

    In einem Regelheft habe ich gelesen, dass jeder Schiedsrichter, der z.B. als Zuschauer ein Spiel besucht, das Recht hat, dieses Spiel zu leiten, wenn nicht zufällig ein älterer das gleiche Recht beansprucht oder ein für das Spiel angesetzter Schiri vor Ort ist.

    Einen Anspruch auf Erstattung seiner Reisekosten hat er dann natürlich nicht.

    Ich wäre dankbar, wenn bei unseren Spielen ein Jugendlicher käme, seinen Ausweis zeigen und, um Erfahrung für seine junge Schiri-Karriere zu sammeln, pfeifen würde.

    Vorausgesetzt, der macht nicht einen Fehler nach dem anderen, wäre allen geholfen und die Trainer können an der Außenlinie ihrem eigentlichen Job nachgehen.

    Da in diesem Fall der junge Schiri den Spielbericht nicht mitnimmt, gäbe es sogar die Möglichkeit, seine Leistung zu beurteilen und einen kurzen Vermerk auf dem Bericht zu machen.

    Das setzt natürlich voraus, dass sich die beiden Trainer einig sind. U.U. hilft das dem jungen Schiri sogar bei seiner Karriere, wenn er es gut gemacht hat.

    Zum Thema Schiri noch eine Frage in die Runde:

    Stimmt es, dass ein angesetzter Schiri, der ohne offizielle Assistenten (Linienrichter) pfeift und z.B. von den beiden Trainern an der Außenlinie unterstützt wird, von denen keine Anzeichen zu einer Abseits-Situation annehmen, also nur seiner eigenen Wahrnehmung vertrauen darf?

    wenn du das nächste mal mit denn Trainierst, kann mann die spiler Runden laufen lassen, 2 x 20 Minuten, zuerst rechtsrum, dann linksrum
    dann finden sie das Trainig noch langweiliger und du fragst sie, ob das andere besser war
    dann machst du wieder Finten und Ballkontrolle biss sie übersteiger und so konten
    wenn sie das tozdem langweilig finden machst du Kopfball, Fallrückzieher und Abseitsfalle.

    gruss schwarz


    Lieber Gott, habe Erbarmen mit den armen Kindern

    Üblicherweise sind Beiträge für Kinder und Jugendliche bei Sportvereinen schon ermäßigt. Ein kleiner Fußballverein wird kaum mehr als den vom Verband veranschlagten Mindestbeitrag erheben.

    3-5 Euro z.B. sollte fast jeder im Monat aufbringen können, wenn Geld z.B. für Handy, Zigaretten, Hundesteuer etc. da ist. Ich will hier nichts verallgemeinern, ganz wenigen Menschen geht es wirklich sehr schlecht und hier kann man sich ernsthaft Gedanken machen.

    Aber sind wir doch mal ehrlich. Es ist schon erstaunlich, für welchen Kram einige Sozialhilfeempfänger Geld ausgeben können. Da sind oft Dinge dabei, die ich mir als eher gut verdienender Familienvater, der keinerlei Zuschüsse erhält, verkneifen muss.

    Wenn ich die Mitgliedschaft in einem Sportverein für eine bestimmte Personengruppe beitragsfrei halte, dann ist es in unserer Gesellschaft so, dass einige in diversen Vereinen Mitglied werden, nach Lust und Laune mittrainieren und irgendwann stellt sich die Frage, ob die Mitgliedschaft überhaupt ernst gemeint ist, geschweige denn, gekündigt wird, wenn man gar nicht mehr kommt.

    Im Verein wird man nämlich Mitglied einer Gemeinschaft, auch wenn viele gar nicht so denken und nur zweimal die Woche Training und samstags das Spiel sehen.

    Und gerade beim Mannschaftssport Fußball kann man solche Leute nicht gebrauchen. Und bitte, ich will wiederum nicht alle über einen Kamm scheren.

    Wenn mein Herz wirklich daran hängt, dass mein Kind Fußball spielen will, ich aber tatsächlich den monatlichen Beitrag nicht aufbringen kann, dann wird man sich auch anders arrangieren. Wenn bei uns einer zusagt, z.B. nach dem Training um den Platz zu gehen um vielleicht liegen gebliebenen Müll oder ein paar Kippen aufzuheben, dann ist das schon ein tolles Engagement, für das der Beitrag im Ausnahmefall gerne erlassen wird.

    Neben diesem Beispiel finden sich nach kurzer Überlegung jede Menge andere kleine Dienste, die wertvoll sein können. Ohne die vielen Freiwilligen und die, die schon einmal unter der Hand etwas machen, können viele kleine Vereine gar nicht existieren.

    Ich denke, dass ich zur weiteren Diskussion provozieren konnte.

    Mainz 05 holt sich ebenfalls Kinder des jüngeren F-Jugendjahrganges, ich weiß sogar von einem Jungen, der als fester Torwart abgeworben wurde. Der war gerade mal 7 Jahre alt, eigentlich unfassbar.

    Die Kindermannschaften spielen dann eine Jahrgangsstufe höher, also z.B. als jüngerer E-Jugendjahrgang gegen Spieler des älteren Jahrganges, um auf einigermaßen gleichwertige Mannschaften zu treffen. Trotzdem sind sie allen überlegen.

    Viele Kiddies finden sich nach einiger Zeit nicht mehr in der Aufstellung fürs Spiel und werden nach einem Jahr wieder ausgemustert, auch weil schon im Winter neue und bessere Spieler geholt werden, die im Gegensatz zu manchen eigenen bei ihren Vereinen regelmäßig Spielpraxis sammeln konnten.

    Das wiederholt sich dann jedes Jahr und einige Spieler, die bei weitem nicht die Schlechtesten sind, hören ganz mit dem Fußball auf, statt z.B. zu ihrem Heimatverein zurückzukehren. Die Schande wäre zu groß oder der Spaß ist vergangen.

    Beim älteren D-Jugendjahrgang findet man dann in der Regel kaum jemanden mehr, der damals als F-Jugendlicher im Kader war.

    Leider gibt es genug Eltern, die diesen Mist mitmachen.

    Die großen Clubs sollten m.E. den Kleinfeldfußball aufgeben und mit diesen Machenschaften erst ab D-Jugend anfangen dürfen. Das sind sowieso keine Vereine, sondern Wirtschaftsunternehmen.

    Förderung schön und gut, aber irgendwie muss man die Kinder schützen, wenn es die Eltern nicht freiwillig tun.

    Hallo,

    in der kommenden Saison übernehme ich die zweite von drei E-Jugendmannschaften mit 11 oder 12 Spielern. Anfänger sind nicht dabei, alle spielen schon seit ein bis fünf Jahren Fußball, die meisten kommen aus der F-Jugend hoch, manche sind sogar recht gut.

    5 Spieler haben schon mal im Tor gespielt, jeder hat Stärken und Schwächen, z.T. sogar erhebliche. Keiner von ihnen will zukünftig Stammtorwart sein, höchstens ab und zu mal als Vertretung. Die Eltern von zwei dieser Jungs wollen überhaupt nicht, dass ihr Sohn im Tor spielt, darunter auch die Eltern des besten.

    Ich bin mir noch nicht schlüssig, wie ich nach der Sommerpause vorgehen soll.

    Wie regelt ihr das? Würdet ihr einen Jungen versuchen zu motivieren, die Nr. 1 zu werden? Vielleicht sogar mit den Eltern sprechen?

    Oder ist es sinnvoll, ständig zu wechseln mit der Gefahr, dass auch ein schwächerer mal dran ist und vermehrt haltbare Gegentore kassiert?

    Für die Schilderung eurer Erfahrungen und Ideen wäre ich dankbar.

    Viele Grüße

    Teamchef

    Bei uns im Nachbarkreis spielt eine reine Mädchenmannschaft eine Altersklasse tiefer in der Kreisklasse, also Mädels Jahrgang 94, 95 und jünger bei 96/97er E-Junioren, die nicht so stark sind.

    Das sieht zwar manchmal merkwürdig aus, wenn die großen Mädchen gegen die kleinen Jungs spielen, aber die Spiele laufen mehr oder weniger ausgeglichen und die Mädels stehen in der Tabelle relativ weit oben.

    Nein, dafür, dass die Mannschaft zu den Jüngsten zählt, schlägt sie sich nicht schlecht.

    Das Team hat 6 x gewonnen, 9 x verloren und 1 x Remis gespielt, das ist nicht ungewöhnlich oder auffällig.

    Nur kommt eben von außen meiner Meinung nach unnötigerweise Erfolgsdruck, weil die Mannschaft spielerisch oft überlegen ist, vermeidbare Gegentore kassiert und dann als Verlierer da steht.

    Dreimal war der Gegner wirklich besser. Sechs Niederlagen wären vielleicht vermeidbar gewesen, wenn ich die Kinder erfolgsorientiert spielen gelassen hätte, d.h. ohne die beiden Schwächeren und jeder auf seiner Spezialposition.

    Ein paar Tage später bekommen die Kids dann von den Eltern die Tabelle in der Zeitung gezeigt und dann fangen sie an zu grübeln.

    Hallo zusammen,

    in meiner E2-Jugend-Mannschaft, alles jüngerer Jahrgang, ergänzt mit ein paar besseren F-Junioren habe ich insgesamt 11 Kinder, von denen zwei relativ stark sind und zwei etwas abfallen.

    Wir halten uns in unserer Kreisklasse im unteren Mittelfeld, gehören zwar in dieser Spielklasse zu den spielstärksten Teams, sind aber aufgrund des durchschnittlich sehr jungen Alters anderen manchmal körperlich unterlegen.

    Dass sich das in diesem Jahr so entwickelt, war mir zu Saisonbeginn bewusst und ich erkläre meinen Spielern immer wieder, dass wir auch verlieren, weil die anderen im Schnitt ein Jahr älter und daher manchmal etwas cleverer, schneller und eben robuster sind.

    Mir persönlich sind Spielresultate nicht so wichtig, ich freue mich mehr über das gute Zusammenspiel der Jungs. Ich übe mit den Kindern weniger Spielsituationen oder Torschüsse, das Letztere machen die außerhalb des Trainings sowieso, sondern ich setze meinen Schwerpunkt auf Balltechnik und Zuspiel. Was die manchmal auf dem Spielfeld zeigen, sieht wirklich gut aus.

    Manche Kinder und ein paar Eltern werfen mir nun vermehrt vor, dass wir mehr Spiele gewinnen könnten, wenn ich die beiden Schwächeren nicht so oft einsetzen würde und die Kinder immer auf einer Position belassen würde. Damit haben sie sicher nicht Unrecht, aber ich sehe das bei Kindern, die gerade mal 9-10 Jahre alt sind, anders. Ich will auch nicht, dass sich die beiden Schwächeren irgendwann frustriert abmelden, denn wenn mir mal ein paar Spieler fehlen, dann brauche ich die beiden dringend.

    Die beiden Stärkeren spielen fast immer im Mittelfeld, einer mit der Aufgabe, in der Abwehr auszuhelfen, der andere soll verstärkt das Spiel nach vorne aufbauen, die anderen spielen 3-4 mal hier und dann ein paar Spiele hintereinander da. Ich will beispielsweise keinen festen linken Außenverteidiger, ich meine, die sollten fast überall spielen sollen. Auch im Tor wechsele ich mit 5 Spielern, die das gerne ab und zu machen. Die haben als Torwart alle ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen und wir kassieren dadurch natürlich auch einige dumme Gegentore.

    Wir haben noch zwei andere E-Jugend-Mannschaften, jeweils mit festem Torwart, ich sehe bei uns in dieser Altersklasse daher keinen Sinn, einen dritten zu züchten.

    Sicher wird mir jemand raten, die beiden Schwächeren verstärkt gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte einzusetzen. Neulich war so ein Spiel und der punktlose Tabellenletzte hat uns deutlich geschlagen. Die waren alle einen halben kopf größer als meine Spieler und das liest man eben nicht in einer Tabelle. Außerdem hatten bei uns fast alle irgendwie einen schlechten Tag.

    Wir spielen nur eine einfache Runde ohne Rückspiel, mehr als Resultate oder Tabellenplatz kennt man von den anderen nicht.

    Ich würde den Kindern natürlich mehr Siege gönnen, die sie spielerisch sicher verdient hätten, will aber eigentlich nicht von meinen Prinzipien abrücken. Schon gar nicht will ich mich von Eltern beeinflussen lassen, die ich nur samstags sehe und sich dann an der Außenlinie als Bundestrainer fühlen.

    Wie steht ihr dazu? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Sollte ich etwas ändern?

    Viele Grüße

    Teamchef