Vielen Dank für eure bisherigen Kommentare. Ich versuche jetzt mal nicht all zu lang auf die Zuschriften einzugehen.
Was will ich eigentlich? war die Frage. Den Trainer abwatschen - nein Danke. Für die jüngeren Spieler ist er trotz seiner zweifelhaften Einstellung (Vereinsmüll und so) eine Bereicherung, zumal diese dann nächste Saison einen wohl ausgebildteten Trainer mit ihm als Co. auf die bisherigen Übungen aufbauen können und jüngere Kinder bekanntlich viel unbedarfter mit den unterschiedlichsten Situationen umgehen. Ergebnisorientierung - nein Danke. Wir konnten in der Vergangenheit richtig feiern, als unsere Kinder tatsächlich ein 1:12 gegen eine haushoch überlegene Mannschaft erreichen konnten. Klar würden die meisten Eltern ihren Kindern auch mal ein Erfolgserlebnis gönnen, ich denke aber, dass ein Erfolgserlebnis nicht allein am Sieg gemessen werden kann, sondern ehe daran, wie sich die Kinder als Team präsentiert haben. Wenn ich sozusagen ein Erfolgserlebnis daran ausmache, dass ich mich darüber freuen möchte, dass die Kinder mal nicht auf dem Spielfeld rumstochern als wäre es ihr erstes Mal, sehe ich erstmal nichts falsches darin. Star-Hoffnungen - nein Danke. Mein Zwerg durfte nachdem er viel auf der Straße und im Garten mit dem Ball gespielt hat selbst entscheiden, ob er in den Verein möchte oder nicht. Nach Probetrainings vor Beginn dieser Saison bei einem anderen Trainer hat er sich dazu entschieden. Wir die Eltern sind selbst sehr fußballbegeistert und wünschen uns für unseren Zwerg, dass er den Spaß an diesem Sport beibehält und irgendwann in späteren Altersklassen in die Lage versetzt ist (insofern nicht völlig ohne Vermögen), mit immer noch Spaß an der Sache seiner Mannschaft in irgend einer Weise nützlich zu sein. Wie lange er spielt oder vielleicht zwangsmäßig durch Lehre oder sonstwas der Jugendfußball verabschiedet werden muß, soll seine Entscheidung bleiben. Er soll aber rückblickend behaupten können, Fußballjahre geile Jahre. Helfen - gerne wäre kein Problem aber: Wir hatten bereits einen Vater zur Co.-Funktion begeistert, da er eh meistens mit am Platz war. Nach vielen Wochen des komplett Ignorierens der angebotenen Hilfe und einem unschönen Zusammenprall der zwei und auch für den Co. kaum bis gar nicht realisierbar geänderten Trainingszeiten herrscht zwischen den beiden sibirischer Winter ohne Aussicht auf Erwärmung. Ich selbst habe auch schon mit anderen Eltern zwei Hallentrainings mit den Kindern bestritten um keinen Ausfall zu haben, musste dazu aber meinen Arbeitsplatz vorzeitig verlassen, was eben nicht laufend realisierbar ist. Sämtliche organisatorischen Dinge werden weitesgehend von einem anderen Elternteil abgedeckt.
Im Moment hat sich gerade wieder der Vater eines neueren Mitspielers bereit erklärt vorübergehend auszuhelfen, wie lange dieses Paar funktioniert bleibt offen. Was soll dieser Beitrag - Ich könnte mir gut vorstellen, dass meine Probleme oder auch Sorgen nicht einzigartig sind. Viele hatten bestimmt schon ähnliche Erlebnisse oder aber zumindest davon gehört. Feste Rezepte um eine Sache richtig anzugehen gibt es nicht, aber durch viele Intensionen die gegeneinander abgewägt werden können, den einen oder anderen Lösungsansatz. Tue ich meinem Zwerg auf längere Sicht einen Gefallen einfach alles so zu belassen und zu hoffen, dass er und die anderen betroffenen Kinder nach dem halben Jahr noch am Ball sind? Ist es empfehlenswert in einer kleineren Gruppe außerhalb des regulären Trainings mit einigen Kindern aktiv zu werden? Könnte es sein, dass die Kids dann nicht vielleicht noch mehr Probleme mit dem derzeitigen Trainingsleiter bekommen? Oder soll ich meinen Zwerg aus der jetzigen Truppe ganz raus nehmen und vielleicht in der kommenden Saison neu anmelden? Was würdet ihr tun? Außer mit dem Trainingsleiter reden und die Vereinsleitung hinzu zu ziehen ist alles möglich. Reden ist gescheitert, Vereinsleitung ist gescheitert.
