"Wenn Aufklärungsbedarf besteht, würde ich auch eine Schulung in Hamburg machen."
Das halte ich für eine gute Idee, wie würde das ablaufen?
"Wenn Aufklärungsbedarf besteht, würde ich auch eine Schulung in Hamburg machen."
Das halte ich für eine gute Idee, wie würde das ablaufen?
Danke für die Antwort. Etwas muss ich richtig stellen. Mit Künstler meine ich nicht Egoisten, sondern tatsächlich die Kinder, denen es motorisch einfach leichter fällt, sich mit anspruchsvollen technischen Bewegungsabläufen auseinanderzusetzen. Ich habe mich schon ein wenig mit Coerver auseinandergesetzt, aber ich gebe zu, wohl nicht genug um mir eine abschliessende Meinung zu bilden.
Servus zusammen - ich war hier schonmal angemeldet und hab mich jetzt wieder registriert, bin sozusagen ein alter Neuer.
Zum Thema:
Bill Shankly, Liverpools legendärer Manager hat mal gesagt: "Es interessiert mich nicht, wie oft einer den Ball hochhalten kann. Entscheidend ist es, wie er sich im Spiel in entscheidenden Situationen verhält. Es ist praktisch nicht möglich, während des Spiels den Ball hochzuhalten, von daher ist es irrelevant."
Und hier noch ein Ausspruch von Ernst Happel: "Ein gutes Team hat einen Torwart, sieben Arbeiter und 3 Künstler".
Was nun die Coerver Methode anbelangt, so ist es sicherlich richtig das viele Wiederholungen die Technik schulen, jedoch zielt mir diese Methode viel zu sehr auf die Belange der Künstler ab. Zudem interpretiert doch jeder Spieler seine eigene Art Fußball zu spielen. Und darum geht es mir im eigentlichen Sinne. Derartige Methoden zielen mir viel zu sehr darauf ab einen bestimmten Typ Spieler hervorzubringen. Und wenn man den modernen Fußball so anschaut, so fällt auf, dass es auch dort nur einige wenige sind, die zaubern. Der Rest sorgt vor allem dafür, dass schnell und direkt gespielt wird. Je besser eine Mannschaft dies beherrscht, besonders unter Druck, umso erfolgreicher wird sie sein. Ich habe vor 2 Jahren eine schwache D-Jugend übernommen. Anfänglich habe ich es auch mit derlei Übungen versucht, aber schnell festgestellt, das es einfach nur zu Frustration geführt hat. Dann bin ich dazu übergegangen, praktisch jeden Schwerpunkt in 4 vs. 4-Spielen zu üben, dazu dann jeweils eine besondere Regel, z. B. Passen nur mit links, 2 mal berühren, 5 Pässe ein Punkt uswusf. Und siehe da, die Steigerungen sind teilweise enorm. Durch die geringe Anzahl von Spielern pro Team hat jeder enorm viele Ballkontakte und dies in echten Spielsituationen. Darüberhinaus gibt es auch ständig Zweikampfsituationen in denen die Spieler sich behaupten müssen. Dabei lernen sie auch, eigene Lösungen zu finden. Zudem sind wir konditionell super drauf, weil jeder sich bewegen muss. Spielerisch läuft der Ball inzwischen auch und wir gewinnen gegen Mannschaften, die uns vor einem Jahr noch vorraus waren. Seltsamerweise gibt es neuerdings im Spiel und Training auch Tricks zu sehen - obwohl wir soetwas nur sehr wenig geübt haben. Die Spieler machen es einfach von sich aus. Daher mein Motto: Das Spiel ist der beste Trainer.
