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Muss jedes Kind immer spielen ?

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    • Muss jedes Kind immer spielen ?

      Ebooks fürs Fußballtraining
      Wir hatten heute eine Versammlung mit den Eltern der Kinder. Einige Eltern haben gefordert , das alle Kinder gleichberechtigt immer spielen. Dabei soll es egal sein ob die Mannschaft verliert oder Gewinnt . Wir sind 13 Kinder 5 davon sind noch etwas schwächer beim spielen . Nachdem einige Kinder gegen einen sehr starken Gegner sehr kurz gespielt hatten. War der Ärger darüber bei einigen Eltern sehr groß. Der Trainer hat vor diesem Spiel bei den Kindern um Verständnis gebeten , dass sie diesem Tag weniger oder an gar nicht spielen werden , alle Kinder waren einverstanden. Aber dafür wurde ein Freundschaftsspiel organisiert bei dem diese Kinder fast ausschließlich spielen können.

      Auch heute auf der Versammlung hat unserer Trainer um Verständnis gebeten , das er bei schweren Spielen verstärkt die besseren Kinder einsetzt und dafür bei anderen Spielen verstärkt die schwächeren.

      Ist die Forderung dieser Eltern gerechtfertigt ? Sollte der Trainer bei wichtigen Spielen alle einsetzen obwohl dann klar ist das wir verlieren ? Ich persönlich denke doch alle Trainer wollen Gewinnen wenn sie die Möglichkeit haben.
    • Ich finde es nicht schlimm, solange die Spielzeiten über alle Spiele TATSÄCHLICH gleich sind. Ich frustriere doch schwache Spieler nur, wenn sie sich reihenweise austanzen lassen müssen. Was natürlich nicht gehen würde, wäre, wenn die (Ersatz) FS dann zu unbequemen Zeiten wie z.B. zur Nicht-Trainingszeit unter der Woche stattfinden.

      Meiner Meinung tut der Trainer diesen Kindern eher einen Gefallen. Ich bin sehr umgänglich, aber da würde ich auch nicht mit den Eltern groß diskutieren.

      Voraussetzung bleibt aber: Gleiche Spielzeiten für alle...aber über mehrere Spiele hinweg!

      "Gerade im Fußball passieren in schöner Regelmäßigkeit Wunder."
    • Ich finde es ein NoGo, Kinder einzuladen und dann nicht spielen zu lassen. Wenn ich weiß, dass der kommende Gegner sehr stark ist und die Gefahr einer Überforderung besteht, lasse ich die schwächeren eben gleich zu Hause und lasse sie dann später spielen. Aber Eltern+Kind früh aufstehen und den Weg beseitigen lassen, damit diese anderen beim SPielen zuschauen können ist einfach Quatsch
    • Es gibt meiner Meinung nach drei wunderbare Varianten:

      1.) Alle Kinder, die an einem Spieltag anwesend sind, spielen in etwa die "gleiche" Zeit.

      2.) Der Trainer läd Kinder zu Spielen ein, und bevorzugt im weiteren Verlauf der Saison immer diejenigen, welche zuvor nicht nominiert wurden.

      3.) Der Trainer besitzt genug fachliche und soziale Kompetenz, um Belastungen und Zeiten steuern zu können. Er ist dabei in ständigem Kontakt und regem - wertschätzenden - Austausch mit den Eltern und Angehörigen.

      Es gibt kein Patent, nur Hilfestellungen. Und so sollten die Leitlinien des DFB und von Horst Wein und wem auch sonst verstanden werden. Ein Kind mit niedriger Stressresistenz (Resilienz), oder fehlenden sozial-emotionalen Kompetenzen darf man nicht in dieses Schema zwingen.

      Euer Trainer kann in diesem Falle auch sehr verantwortungsvoll gehandelt haben, als dass er eben Punkt 3 beherzigt. Ein Kind gar nicht spielen zu lassen ist aber ein krasser Fehler, der ihm so nicht nochmal passieren sollte.
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      Spieler-papa schrieb:

      Wir hatten heute eine Versammlung mit den Eltern der Kinder. Einige Eltern haben gefordert , das alle Kinder gleichberechtigt immer spielen. Dabei soll es egal sein ob die Mannschaft verliert oder Gewinnt . Wir sind 13 Kinder 5 davon sind noch etwas schwächer beim spielen .
      Öfter sehen sich die Trainer einer anderen Elternschar ausgesetzt. Da müssen Erfolge her und wenn das nicht gelingt, ist die Unruhe gleich da.

      Schade, dass der Trainer diese Vorlage nicht freudig nutzt, auf Rotation und Ausbildung setzt und den offensichtlich geduldigen Eltern folgt, die den Erfolg für noch nicht so wichtig ansehen.
      Was die Umsetzung konkret angeht, da bin ich bei Danhem. Dem ist nicht mehr viel hinzu zufügen. Hinfahren, warm machen, dann zugucken müssen und nicht spielen zu dürfen - da wüsste ich auch nicht, wie ich so was meinem Kind erklären sollte. Das kann ich als Spieler bis heute nicht leiden denn ist ist immer nur ein Hobby.

      Bei einer F/E-Jugend kann man ja auch mal die Kinder fragen: Alle spielen und evtl verlieren wir dann auch mal ein Spiel oder wir wollen vorallem gewinnen auch wenn dann nicht alle mitmachen dürfen. Ich denke, der mehrheitliche Tenor dürfte eindeutig ausfallen.
    • Versteht mich nicht falsch, Kinder einladen und diese gar nicht spielen lassen ist für mich ebenfalls ein Nogo. Meine obige Aussage bezog sich auf die Variante, den Kader immer gegnerbezogen aufzustellen.

      Ich hab früher die Radikalvariante durchgeführt, alle Spieler egal gegen welchen Gegner immer gleich viel spielen zu lassen. Am Ende waren nach einer hohen Niederlage restlos alle Kinder enttäuscht. Entwickelt haben sich die schwächeren Spieler gegen die starken Gegner auch nicht, die haben vielleicht 3-5 Mal den Ball am Fuß gehabt.

      Früher war ich dogmatisch für KiFu in seiner Idealform: Gleiche Spielzeiten für alle, viel Rotation etc. Die Rotation finde ich immer noch gut. Aber dass ich die Kinder gegen JEDEN Gegner - egal welcher Spielstärke - gleich viel spielen hab lassen, sehe ich im Nachhinein als einen klaren Fehler meinerseits an.

      Nachtrag: Genauso schwachsinnig finde ich es übrigens, den starken Spielern gegen schwache Gegner genauso viel Spielzeit zu geben wie den schwächeren Kindern. Letztere MÜSSEN da mehr spielen. Für die stärkeren ist das nur ein Sparringspartner, dann ist bei denen kaum Entwicklung da.

      "Gerade im Fußball passieren in schöner Regelmäßigkeit Wunder."
    • Prinzipiell würde ich einen Kader pro Spiel machen und dann allen viel Spielzeit geben die dabei sind.


      Ich sage dir aber auch jetzt schon, wenn du einfach alle mitnimmst und alle gleichlang einsetzt und du dann eine Klatsche nach der anderen einfährst, dann melden sich die anderen Eltern, die mal gerne gewinnen würden (und an den Kinder geht das auch nicht spurlos vorüber, auch wenn hier immer behauptet wird das es komplett egal ist).

      Der Kompromiss den ich gerade fahre: Ich nehme immer einen 11er Kader mit, also 7 Spieler plus 4 Auswechselspieler. Jedes anwesende Kind bekommt, bei jedem Spiel ausreichend (auf die Minute genau gleich Spielzeit bekomme ich nicht immer hin) spielzeit.
      Wenn ich gegen eine gute Mannschaft spieler und genau 11 Zusagen habe, dann nehme ich alle mit und alle spielen auch (und dan eben auch lange Einsätze und nicht nur Alibi). Wenn ich gegen eine sehr gute Mannschaft 15 Zusagen habe, dann nehme ich die stärkeren mit. Umgekehrt, wenn ich gegen eine schwächere Mannschaft 15 zusagen habe, dann nehme ich die schwächeren mit.

      Zusätzlich organisiere ich 1-2 Freundschaftspiele pro Monat und wann immer es geht turniere. Da präferiere ich dann die schwächeren, damit die viel Spielpraxis bekommen...
      "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly
    • auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, vertrete ich mittlerweile folgende Ansicht.

      Nicht jeder muss immer spielen.
      Ausnahme Spieler die am Spieltag aufgestellt sind, spielen. Ob alle immer gleich spielen kann ich nicht garantieren, da ich keine Stoppuhr dabei habe.

      Sollte ein Spieler im Spiel null Motivation zeigen, warum soll dieser die gleiche Spielzeit bekommen?
      Spieler die nicht ins Training kommen, warum sollen die gleich lang spielen dürfen?

      Kinder müssen lernen, dass bestimmte Handlungen Konsequenzen haben. Spätestens ab Großfeld fällt uns, jeder soll immer gleich spielen, vor die Füße.
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      hoeness2 schrieb:

      auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, vertrete ich mittlerweile folgende Ansicht.

      Nicht jeder muss immer spielen.
      Ausnahme Spieler die am Spieltag aufgestellt sind, spielen. Ob alle immer gleich spielen kann ich nicht garantieren, da ich keine Stoppuhr dabei habe.

      Sollte ein Spieler im Spiel null Motivation zeigen, warum soll dieser die gleiche Spielzeit bekommen?
      Spieler die nicht ins Training kommen, warum sollen die gleich lang spielen dürfen?

      Kinder müssen lernen, dass bestimmte Handlungen Konsequenzen haben. Spätestens ab Großfeld fällt uns, jeder soll immer gleich spielen, vor die Füße.
      Habe mehr oder weniger die gleiche Meinung.

      Habe auch schonmal sowas angesprochen: Argumente dagegen waren
      • die Kinder können ja meistens nichts dafür wenn sie nicht beim Training waren, sondern die Eltern
      • woher wei0t du denn ob die Kinder motiviert sind, manche zeigen das halt nicht so, geben aber trotzdem ihr bestes


      Wie gesagt ich bin da bei dir, aber ich hatte da mal so ein nettes Gespräch mit einer Mutter. Deren Kind hat sich beim Spiel auf dem Platz auf den Boden gelegt, weil es keine Lust hatte und die wollte mir sagen, das Kind hatte sein bestes gegeben.......oooooooookaaaaaaayyyy....
      "Some people think football is a matter of life and death. I don't like that attitude. I can assure them it is much more serious than that." - Bill Shankly
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      Goncare schrieb:

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      hoeness2 schrieb:

      auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, vertrete ich mittlerweile folgende Ansicht.

      Nicht jeder muss immer spielen.
      Ausnahme Spieler die am Spieltag aufgestellt sind, spielen. Ob alle immer gleich spielen kann ich nicht garantieren, da ich keine Stoppuhr dabei habe.

      Sollte ein Spieler im Spiel null Motivation zeigen, warum soll dieser die gleiche Spielzeit bekommen?
      Spieler die nicht ins Training kommen, warum sollen die gleich lang spielen dürfen?

      Kinder müssen lernen, dass bestimmte Handlungen Konsequenzen haben. Spätestens ab Großfeld fällt uns, jeder soll immer gleich spielen, vor die Füße.
      Habe mehr oder weniger die gleiche Meinung.
      Habe auch schonmal sowas angesprochen: Argumente dagegen waren
      • die Kinder können ja meistens nichts dafür wenn sie nicht beim Training waren, sondern die Eltern
      • woher wei0t du denn ob die Kinder motiviert sind, manche zeigen das halt nicht so, geben aber trotzdem ihr bestes


      Wie gesagt ich bin da bei dir, aber ich hatte da mal so ein nettes Gespräch mit einer Mutter. Deren Kind hat sich beim Spiel auf dem Platz auf den Boden gelegt, weil es keine Lust hatte und die wollte mir sagen, das Kind hatte sein bestes gegeben.......oooooooookaaaaaaayyyy....
      Das läuft bei mir ab Beginn der D-Jugend genau so, weshalb ich nicht generell gegen diese Meinung bin. Selbst in der D gibt es hier eine Eingewöhnung. Grund ist genau der das ich ab diesem Alter die Kinder selbst für ihr Handeln verantwortlich machen kann. So kann z.B. ein D-Spieler selbst mit dem Rad kommen oder aber eine Fahrgemeinschaft organisieren wenn er möchte.

      Für F und E Jugend finde dieses "Die Kinder müssen lernen das Handeln Konsequenzen hat!" völlig fehl am Platz.
      • Auswechseln wenn ein Kind am Boden liegt oder ähnliches ist völlig in Ordnung.

      • Auswechseln weil ein Kind einen schlechten Tag hat geht gar nicht. Außer natürlich der Trainer ist von diesen Schwankungen 100%ig befreit wovon ich bei euch beiden dann ausgehe. Ansonsten müsst ihr auch den Kindern dies zugestehen.

      • 11 Spieler zu den Spielen mitnehmen und dann über Stoppuhr sprechen ist Fehlplanung. Kinder können sich durchaus im Normalfall 20 oder 25 Minuten bewegen. Warum brauche ich also vier Auswechsel? 1-2 Auswechsel und ich brauche auch keine Stoppuhr um Einsatzzeiten zu überprüfen. Das kann man überblicken.



      Eine Frage sie ich mir hier stelle ist woher wisst ihr wie "stark" eure Gegner sind?
      Bei uns wird in der F ohne Tabellen und öffentliche Ergebnisse gespielt. Und ich habe ehrlich besseres zu tun als mir Spiele anderer Mannschaften anzusehen. Natürlich weiß ich gegen ende der Runde von den anderen Mannschaften gegen wen Sie zuletzt (und wie) gespielt haben. Diese Informationen liegen mir aber zu Beginn der Runde nicht vor.

      Gruß
      Torsten
    • Für mich auch ein Thema der Leistungseinteilung dort, wo es möglich ist....was für ganz kleine Vereine nicht zutrifft.

      Die Jugendspielverordnung gibt eine maximale Spielerzahl pro Pflichtspiel aus und dabei durften zu meiner aktiven Zeit vier Spieler - im Gegensatz zur späteren Fußballzeit - so oft ein.- und ausgewechselt werden wie man will.

      DAS...GENAU DAS...hat einen Grund. Wissende, mitdenkende Verantwortliche haben das so bestimmt und das hatte seinen Grund.

      Diesen Grund findet man in diesem Thema hier wieder.

      1. Ich nehme als Trainer immer die volle Spielerzahl mit.

      2. Sie spielen zu gleichen zeitlichen Anteilen (ohne Stoppuhr in der Hand)

      3. Ich empfehle Blockwechsel...(Dreierriegen zu tauschen)....die hinteren drei Spieler rücken im 3:3 nach vorne...die vorderen Drei gehen runter....die neuen Drei gehen hinten rein und fertig.

      So werde ich dem gerecht, mache alles richtig.

      Bin ich in einem großen Verein tätig mit mehreren Mannschaften pro Altersgruppe, so habe ich eine Leistungseinteilung und da gilt für mich im Kifu und im Prinzip auch darüber, dass ich dort - wo kein Leistungssport und Verdienfußball stattfindet...

      -ALLE spielen und zwar ohne Ausschluss

      und meine Denke so ist, dass meine GESCHLOSSENE Mannschaft halt dort spielt, wo sie hingehört.

      Wem das nicht passt, der kann ja wechseln.

      Und nicht stattfinden würde, dass ein Spieler am Samstag oder Sonntag nacht Hinterafrika mitfährt, und der liebe gottähnliche Trainer der Breitensportgurkentruppe von Timbuktu meinen Sohn nicht spielen lässt, weil die Göttlichkeit meint, dass seine Leistung im Spiel um die goldene Ananas nicht reichen könnte!

      Übrigens kann ich das bis heute noch einsehen, ob der Trainer meinen Sohn aufstellt oder auf der Bank einteilt oder überhaupt nicht eingetragen hat, ihn aber verpflichtet mitzufahren...lach mich weg.

      Und dort...wo der Verein zu klein ist für eine Leistungseinteilung...da besteht die Verpflichtung dazu, dass alle spielen ebenso.

      Soll der Verein doch erstmal seine Hausaufgaben so machen, das so viele Mitglieder dorthin strömen, das man eine Warteliste hat, um nach Leistung einteilen zu können.

      Ich kenne inzwischen dutzende durchschnittliche, teilweise hervorragende Breitensportkicker, die genau deshalb nicht mehr zum Fußball gehen.

      Parallel dazu ...spielen genau die Vereine, wo sie weggingen...immer noch in der Kreislliga B 2 usw....

      WORAN liegts meine Herren Trainer, woran? Hats was gebracht ausser vereinsschädigendem Verhalten...was ja bekanntlich einen Ausschluß deiner Mitgliedschaft auf Antrag bewirken könnte? Da denkt mal kritisch drüber nach!!!!
    • Auf die Eingangsfrage von mir ein grundsätzliches

      "JA"

      Wenn Du zu viele Kinder hast, um alle einsetzen zu können, dann stelle die nicht auf, die in der Woche beim Training gefehlt haben. Ganz egal, ob " Leistungsträger " :thumbsup: oder nicht .

      Auf keinen Fall kann es sein, dass Spieler, die vom Trainer zum Spiel eingeladen wurden, dann nicht spielen ? Was ist das für ein Trainer, der sich dann noch hinstellt und behauptet, dass die Kinder damit einverstanden wären ? :thumbdown: Was erwartet er denn ? Dass die Kinder ihm dauerhaft widersprechen ? Lässt er sie dann doch spielen ? Die Kinder sagen zwar ja, aber selber sind sie traurig.

      Zum Schluss mal noch eine Frage ? Es handelt sich um eine F -Jugend !

      Was ist ein wichtiges Spiel ? Und für wen ?

      Ich bin gespannt...
    • Im Verein meiner Tochter gilt folgende Regelung, welche die Trainer einzuhalten haben:

      - jeder Spieler wird gleich oft aufgestellt / gehört gleich oft mal nicht zum Aufgebot
      - jeder Spieler im Aufgebot spielt mindestens eine Halbzeit / die Hälfte der Spieldauer
      - am Ende der Saison darf der Spieler mit den meisten Einsatzzeiten höchstens doppelt so viel Einsatzzeit gehabt haben wie derjenige mit der geringsten.

      Die einzigen Ausnahmen werden bei langfristigen Krankheiten oder Verletzungen gemacht.

      Ich finde, diese Regelung gibt den Trainern einen gewissen Spielraum - ohne einzelne Spieler zu sehr zu benachteiligen.
      Die Eltern kennen die Regelung und können sich ggf. darauf beziehen.
    • Hallo Zusammen,

      ich lese hier schon etwas länger mit und möchte mich nun doch auch mal zu Wort melden.

      Grundsätzlich sollte ein Trainer seine Vorstellungen vom Fußball incl. Teamgeist, Aufstellungen usw. vor der Runde ganz offen kommunizieren. Somit wissen die Kinder und die Eltern wo sie dran sind.

      Ich betreue mein Team nun seit den Bambinis und habe das Aufstellungsthema immer auch etwas angepasst.

      - Bambinis: Bei den Spielfesten war die Mannschaftsanzahl ja meist recht flexibel daher konnten auch immer alle spielen die angemeldet waren.
      - F-Jugend: Ab da habe ich mit einer Doodleliste gearbeitet. Am Anfang der Runde werden alle Spieltage in die Liste eingepflegt und die Eltern konnten schon mal eintragen wann die Kids können und wann nicht. Die Einträge können natürlich im Laufe der Runde noch geändert werden. Bei der Einteilung habe ich geschaut (unabhängig ob stärker oder schwächer) das alle in etwa die Gleichanzahl von Spieltagen haben. Trainingsbeiteilung war bei mir nie ein Problem da im Prinzip immer alle da waren (außer es war jemand krank).
      E-Jugend: Im Prinzip genau wie bei der F-Jugend. Bei den Spieltage hatte ich immer 10Spieler dabei (7+3). Bei zu vielen Ersatzspielern wären mir die Einsatzzeiten je Spieler zu kurz. Dann lieber einen Samstag aussetzen. Die 10 Spieler die dabei waren hatten in etwa die gleichen Einsatzzeiten. Natürlich ohne hier mit der Stoppuhr am Spielfeldrand zu stehen.

      D-Jugend: Da bei den Jungs die schulische Belastung ab hier so langsam zunimmt ist die Trainingsbeteiligung auch nicht mehr ganz so konstant. Es ist aber ganz klar kommuniziert das die Schule vor geht und schulbedingte Trainingsausfälle keine Auswirkungen auf die Aufstellung haben. Ich habe die Möglichkeiten der Mannschaftsaufstellung vor der Runde mit dem Team (nicht mit den Eltern) diskutiert.
      Möglichkeit 1: Es spielen zumeist die stärksten und wir könnten dadurch evtl. ganz vorne in der Tabelle stehen.
      Möglichkeit 2: Wir schauen das alle zum Einsatz kommen (unter Berücksichtigung der Trainingsbeteiligung und des Engagements, nicht der Leistung) und verlieren dadurch evtl. auch mal ein oder mehrere Spiele.
      Die Jungs haben sich natürlich für die Möglichkeit 2 entschieden. Bei der Einteilung schaue ich nun das immer ein Stamm von Spielern dabei ist die derzeit etwas besser ist (Dieser Stamm wechselt aber auch immer wieder). Etwas schwächere Spieler werden dann dazu gemischt. Somit ist es gerade auch für die schwächeren leichter in das Spiel rein zu kommen, Fehler werden nicht gleich bestraft da die stärkeren dies vielleicht noch ausbügeln können. Es ist hier natürlich Elementar das die vermeintlich stärkeren Spieler die "schwächeren" im Spiel auch mit einbeziehen und denen auch Fehler zugestehen. Ich habe das Glück das dies bei meinem Team schon immer recht gut funktioniert und es im Spiel niemals Vorwürfe an andere Spieler (egal ob stark oder schwach) gibt. Selbstverständlich von mir auch nicht. Es ist sogar so das sich die Mannschaft am meisten freut wenn einer der "schwächeren" ein Tor erzielt.
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      Spieler-papa schrieb:

      Ist die Forderung dieser Eltern gerechtfertigt ? Sollte der Trainer bei wichtigen Spielen alle einsetzen obwohl dann klar ist das wir verlieren ? Ich persönlich denke doch alle Trainer wollen Gewinnen wenn sie die Möglichkeit haben.
      Was sind denn wichtige Spiele? Warum ist das vor einem Spiel klar, dass man verliert? ?(
      Bist du für oder gegen diese Forderung der anderen Eltern?

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      Danhem schrieb:

      Es wiederholt sich wieder alles

      EMPÖRT EUCH
      Und täglich grüßt das Murmeltier... :D
    • Wie soll man den Gegner einschätzen?

      Bei uns wird jedes Spiel rotiert, trotzdem spielen fast alle Spieler vorne oder hinten deutlich besser/schlechter als anders herum.
      Auch im Tor ist nicht jeder gleich begabt.
      Je nach Aufstellung liegen bei uns gravierende Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der Mannschaft.

      Ist das bei euch nicht so? Und wir habt ihr das gemacht?
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      Trainero schrieb:

      Wie soll man den Gegner einschätzen?
      Was bzw. wie meinst du das?
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      Trainero schrieb:

      Bei uns wird jedes Spiel rotiert, trotzdem spielen fast alle Spieler vorne oder hinten deutlich besser/schlechter als anders herum.
      Natürlich hat jeder seine Sahne-Position. Entweder weil er ein BuLi-Spieler hat, dem er gerne nacheifert, geil auf's Tore schießt oder schüchterner ist und deshalb lieber hinten spielt. Gibt es doch alles und noch viel mehr Facetten. Aber ist es nicht gerade die Aufgabe und auch der Reiz eines Kinder- und Jugentrainers genau daran zu arbeiten? Aus den Kindern etwas rauszuholen, von dem sie selbst noch gar nicht überzeugt sind?
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      Trainero schrieb:

      Auch im Tor ist nicht jeder gleich begabt.
      Das Tor ist ja nochmal so ein Spezialfall. Da wechsel ich nur die, die sich das zutrauen. Bei mir waren es bei Übernahme der Mannschaft ein, zwei Kinder die ins Tor wollten. Jetzt, 2 Jahre später, habe ich beim Training 6-8 Spieler die ins Tor wollen. Die streiten sich sogar. Bei Spielen haben wir derzeit 3, 4 Spieler die gerne ins Tor gehen. Der Rest würde aber sofort bereitstehen wenn Not am Mann ist. Und ich hätte dabei keine Sorgen. Sogar mein bester Spieler, der früher nie ins Tor gegangen wäre.
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      Trainero schrieb:

      Je nach Aufstellung liegen bei uns gravierende Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der Mannschaft.

      Ist das bei euch nicht so? Und wir habt ihr das gemacht?
      Gravierend ist es bei mir eben nicht mehr. Da ich die Rotation von Anfang durchgezogen habe, sind die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit nicht mehr so groß.
      Zuerst sollte man als Trainer von der Positions-Rotation (egal in welcher Form) überzeugt sein. Diese Überzeugung musst du den Kindern übermitteln und mit ihnen zusammen (siehe @RaAd28) an diese Herausforderung gehen. Die Überzeugungsarbeit ist das Wichtigste! Und wenn sich dann auch noch Erfolgserlebnisse einstellen - und die kommen garantiert - wirst du sehen, das es es Wert ist. Ungläubige, freudige Kindergesichter wenn Spieler die sonst nur Hinten spielen, zum ersten Mal ein Tor schießen. Oder Kinder die mit ihrem schwachen Fuß (auch so ein Überzeugungsding) ein Tor schießen oder ein Tor vorbereiten.

      sb
    • wie haben die ersten drei Jahre komplett ohne Positionen gespielt.
      Nun spielen wir mit 3 vorne 3 hinten. Im Tor wird komplett rotiert (pro Halbzeit und pro Spiel)

      Trotzdem können wir mit einer Aufstellung bei der jeder nach seinen aktuellen Qualitäten aufgestellt ist, jedes Team im Umkreis von 50km schlagen.
      Rotationsmaschine angestellt und wir haben Mühe gegen die Teams der 2 Staffel unserer Stadt.