Fussball Trainingshilfen

1 gegen 1 auf vier Tore mit Umschalten

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      Umschalten und Kontern gehört natürlich dazu.

      Eigentlich geht es aber in der Übung darum, dass ein Pass leichter als ein Durchdribbeln ist. Wenn deine Spieler frontal anlaufen und das Passtor nicht zumachen, reicht ein einziger Innenseitstoß zum Torerfolg. Sie müssen also im Bogen anlaufen (Passtor in den Deckungsschatten nehmen) und den Angreifer zum Dribbeltor lenken. Wenn der Angreifer sich dann entscheidet durch das Dribbeltor zu gehen, können die Verteidiger aus der seitlichen Stellung sofort mitgehen und idealerweise Körper zwischen Ball und Gegner bekommen und den Ball ablaufen und erobern.

      Wenn du den Effekt des Bogenlaufes noch steigern willst, kann du die Spieler auch diagonal aus den Ecken starten lassen. Anspiel dann vom Verteidiger aus der Ecke wo das Dribbeltor ist. Damit zwingst du den Verteidiger sofort nach dem Anspiel zum Bogenlauf anzusetzen und das Passtor zu schließen.

      Gruß, Christoph

      P.S. Die Herkunft der Übung ist oben auch verlinkt. Dafür auf "Fupa schrieb" klicken.
      D 1 Viktoria Buchholz

      Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
      Martin Rafelt
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      Schimanski schrieb:

      Umschalten und Kontern gehört natürlich dazu.

      Eigentlich geht es aber in der Übung darum, dass ein Pass leichter als ein Durchdribbeln ist. Wenn deine Spieler frontal anlaufen und das Passtor nicht zumachen, reicht ein einziger Innenseitstoß zum Torerfolg. Sie müssen also im Bogen anlaufen (Passtor in den Deckungsschatten nehmen) und den Angreifer zum Dribbeltor lenken. Wenn der Angreifer sich dann entscheidet durch das Dribbeltor zu gehen, können die Verteidiger aus der seitlichen Stellung sofort mitgehen und idealerweise Körper zwischen Ball und Gegner bekommen und den Ball ablaufen und erobern.

      Wenn du den Effekt des Bogenlaufes noch steigern willst, kann du die Spieler auch diagonal aus den Ecken starten lassen. Anspiel dann vom Verteidiger aus der Ecke wo das Dribbeltor ist. Damit zwingst du den Verteidiger sofort nach dem Anspiel zum Bogenlauf anzusetzen und das Passtor zu schließen.

      Gruß, Christoph

      P.S. Die Herkunft der Übung ist oben auch verlinkt. Dafür auf "Fupa schrieb" klicken.
      Welche Feldgrösse würdest Du zum Start für die D-Jugend empfehlen?
    • Habe die Ursprungsübung inzwischen auch gemacht. War toll. Sehr viel Tempo drin.
      Als der Ablauf saß, habe ich den Offensiven mit einer Klatsch- und Drehbewegung ins Feld starten lassen.
      Demnächst versuche ich das auch mal als 2 gg. 2 mit 2 Bällen.
      Sind also reichlich Varianten drin...
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      Schimanski schrieb:

      Seitenlänge 10 bis 15 Meter quadratisch.
      Hatte vor kurzem diese Übung gemacht. Es war sehr viel Feuer drin und den Jungs hat es, meiner Meinung nach, viel Spass gemacht.
      Nach dem Torabschluss, haben sich einige sehr schwer getan mit dem Umschalten auf Verteidigung (entweder haben sie sich über den vergebenen Torabschluss geärgert oder beim erfolgreichen Torabschluss zu lange gefreut ).
      Mir ist nur aufgefallen, dass immer die Mannschaft gewonnen hat, die die Übung gestartet hat.

      Werde die Übung auf jedenfall wiederholen.

      Danke und gerne mehr davon.
    • Ich habe die Übung letztens auch mit meiner B-Jugend gemacht.
      Feuer ist ja gar kein richtiger Ausdruck mehr für das, was die Jungs da angetrieben hat.

      Einige hatten tatsächlich, wie weiter oben beschrieben, viel Mühe mit dem Umschalten und haben sich ungerecht behandelt gefühlt, weil der Gegenspieler meistens so schnell gewesen ist, dass sie gar keine Chance zur Verteidigung hatten.

      Ich habe aufgrund der nicht vorhandenen kleinen Tore nur auf 1 Tor pro Seite spielen lassen. Das Feld ist ca. 15 x 15 m groß gewesen.

      Wiederholung ist auf jeden Fall geplant.
    • Für meine F war die Übung in der Halle völlig ungeeignet. Lag zum einen wohl an der Enge. Zum anderen haben die übung nur 25% kapiert.
      Entweder beide Seiten haben angegriffen, oder der Angreifer verschlafem oder der verteidiger nicht verteidigt sondern seinen Ball geholt. Habe es mit 2 Mannschaften in 2 Trainingseinheiten mit je 8 Spielern probiert. Schon das Schlange stehen zu viert - sodass der erste startbereit ist um den Verteidiger unter Druck zu setzen - scheiterte. Aufgrund der für die Kinder komplexen Übung sind sie einfach beim Schlangestehen ausgestiegen. Ich versuche das im Frühjahr auf Rasen wieder.
      Wobei ich gestehen muss ich habe 4-5 Kinder die grundsätzlich keinen plan davon haben was ich erzähle. :P
      Grüße von der Ersatzbank
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      Ersatzbank schrieb:

      Für meine F war die Übung in der Halle völlig ungeeignet. Lag zum einen wohl an der Enge.
      Wundert mich. Gehört zu den Lieblingsübungen von meinen Zöglingen. Ganz selten muss mal einer daran erinnert werden, sofort auf "Verteidigen" umzuschalten, aber spätestens wenn man die Tore mitzählt und dadurch einen Mannschaftswettbewerb daraus macht, coachen sich die Spieler dann gegenseitig. Diese Übung funktioniert auch toll mit Dribbellinien (größere Abstände) und mit TW-besetzten Toren.
      I've missed more than 9000 shots in my career. I've lost almost 300 games. 26 times, I've been trusted to take the game winning shot and missed. I've failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed. (Michael Jordan)
    • Ich denke auch, dass man da mit ein bisschen Coaching im Umschaltmoment (Namen des Angreifers rufen, Verteidiger ans Umschalten erinnern) und Geduld bei einer F-Jugend einen guten Fluß hin bekommen kann.
      Tore laut zählen und so an den Mannschaftsgeist appellieren hilft natürlich auch (egal in welchem Alter). So zwingt man die "Schlangensteher" dazu, aufzupassen, anzufeuern oder sogar zu coachen.
      D 1 Viktoria Buchholz

      Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
      Martin Rafelt
    • Ich trainiere eine ältere F und bei uns klappt die Übung prima. Mir gefällt diese Art von Übungen/Spielform sehr gut.

      Was mir hier besonders gut gefällt, ist die Integration vom Passspiel unter Zeit- und Gegnerdruck. Es gibt viele stupide Passübungen die ich für eine F einfach langweilig und sinnlos finde. Hier wird sehr anspruchsvoll passen unter extremen Druck gefordert. Brauche ich zu lange, geht der Gegner dazwischen. Passe ich unpräzise, geht der Ball vorbei.

      Gepaart mit extremer Handlungsschnelligkeit, Umschaltspiel, 1:1, hohes Tempo unter Wettkampfbedingungen. Super Übung, aber durchaus anspruchsvoll für eine F.
    • Ich habe gestern erst wieder eine Abwandlung der beiden hier vorgestellten Übungen mit unserer D-Jugend durchgeführt.

      - Einstieg war die bekannte Übung auf vier Tore mit Umschaltspiel (Punktezählen nicht vergessen)
      - Anschließend habe ich mich mit zwei Leibchen zwischen zwei Tor positioniert und immer während des "Einlaufens" der Verteidigers eine Seite markiert. Diese gab entsprechend zwei Punkte für den Angreifer bzw. sollte verstärkt verteidigt werden.
      => Zu Beginn ließ ich die Übung nur auf eine Torseite laufen sodass eine Mannschaft Angreifer und eine Verteidiger war. Beide starteten gleichzeitig. Nach dem zweiten Durchlauf (jede Mannschaft war mal Angriff und einmal Verteidiger) stellte ich auf beide Torlinien einen Trainer welcher immer ein Tor markierte.

      Hintergrund war für mich das der Verteidiger sich mit einem Schulterblick zusätzlich kurz organisieren musste um möglichst wenige Punkte zuzulassen. Gleichzeitig wurde ein bewusstes "Ab drängen" erzwungen.

      Im großen und ganzen lief das ganze überraschend schnell und gut. Ich hätte mit der zusätzlichen Orientierung deutlich mehr Chaos erwartet. Immerhin ist alleine das Umschaltspiel durchaus fordernd. Wichtig bleibt aber hier den Kindern auch immer wieder ihre Verschnaufpausen zu gönnen. Leider hatte ich gestern nur 6 Spieler plus zwei Trainer. Somit waren die Wiederholungen nahezu ohne Pause. Andererseits ist der Ball in der Halle schnell wieder da.
      Wir haben es gestern dann so gehandhabt das wir nach 4 bzw. 5 Durchgängen pro Spieler eine Pause eingefügt haben. Da waren die Jungs auch immer ziemlich außer Atem.

      Gruß
      Torsten
    • Ich habe das mit meiner Bambinitruppe auch ausprobiert. Ging mit etwas Hilfe ganz gut (den ein oder anderen musste man wecken). Allerdings stößt man dann in einer kleinen Turnhalle echt an Grenzen.
      Wir haben zunächst nur je ein Tor genommen, um das Spiel zu vereinfachen.
    • So seit heute kann ich auch sagen, dass ich die (Ausgangs-)Übung mit meiner G-Jugend (2010er) gemacht habe :) - bis sie die meisten kapiert haben, war ich ganz schön laut ;) , aber beim 3. und 4. Durchgang habe ich mir dann auf die Zunge gebissen :D .
      Mir gefällt die Übung sehr gut, allerdings sind bei mir die meisten noch nicht so weit - jetzt kann ich mich fragen, ob ich die Übung öfters mache und die Kinder sich dann an die Übung gewöhnen oder ob ich sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder mache (z.B. nächste Saison in der F).