Neues fragwürdiges Konzept in unserem Verein für Juniorinnen.

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  • Wenn ich das hier so lese und auch die Meinungen bei uns im Kreis mitbekomme, muss ich immer wieder feststellen, dass die Mädels/Frauen alles gleich machen wollen, wie die Jungs/Männer - auch deren Fehler und Fehlentwicklungen.

    Wenn ich in den Jahrgängen wenige Mädels habe, warum muss ich dann Großfeldmannschaften melden? Wenn die Mädels später einsteigen, warum sollen sie dann das gleiche Spiel wie die Jungs spielen (was ja nicht das gleiche ist, wie hier zu lesen ist)?

    Eine Lösungsmöglichkeit: die neuen Spielformen und ihre Festivals (außer von Kröte habe ich auch hier keine Lösungsmöglichkeiten gelesen).

    Eine Problematik bei den Mädels sind ja auch die Fahrtwege um gegnerische Teams zu haben. Warum will man da einen wöchentlichen Spielbetrieb? Macht Leistungsvergleiche bzw. Turniere.

    Die JFGs und SGs und so weiter haben bei den Jungs den Schwund an Jugendlichen vielleicht gebremst, aber nicht umgekehrt (ich bin sogar der Meinung sie beschleunigen den Rückgang an Spielern). Warum will man hier aus drei Mädelsteams eines machen? Somit fallen 2 Gegner schon wieder weg.

    Ich lese hier von einer Kindergartenveranstaltung - dann lasst Kindergärten gegeneinander spielen. Das Personal ist pädagogisch auch besser ausgebildet. Es braucht nicht immer eine Vereinsanbindung (v.a. in dem Alter).

    Warum bin ich nicht multisportiv unterwegs?

    Es braucht neue Ideen und Ansätze, weil die alten nicht funktionieren.

  • Alter Sack: Ich habe in "Logo" studiert und lange dort gewohnt, bin aber gebürtig aus dem Osten.

    Die geschilderten Zustände in bestimmten Verbänden sind gruselig. Erst recht die, die Doofenheinz beschreibt.

    Da wundert mich dann auch ein Dropout nicht.


    let1612: Ich habe nicht geschrieben, daß es A- Jugenden für die Mädels gibt, ich habe mir sie gewünscht. Ich finde den Sprung von der B zu den Erwachsenen sowohl sportlich nicht richtig, als auch unter sozialen Gesichtspunkten nicht ok.


    Du gibst da ein paar ganz interessante Anregungen, über die man zumindest diskutieren könnte.


    Ua. unter dem Gesichtspunkt: Besser Spielbetrieb nach den neuen Spielformen auch oberhalb der E, als gar kein Spielbetrieb.


    Was nicht bedeuten soll, daß ich etwas gegen Funino hätte. Das ist bei mir immer mal wieder Trainingsbestandteil. Und bei den Kleinen eine gute Idee.


    Ich sehe nur das Norwegermodell als zielführender an. Da muss ich mit Anfängerinnen/Späteinsteigerinnen dann auch nicht sofort in 11 vs 11 antreten, sondern halt in 7 vs 7. Ich kann nach meinen Team- Bedürfnissen melden.

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Goodie: Ich habe mir Deinen Beitrag, in dem Du das Verbandspokalspiel schilderst, nochmals durchgelesen. Das Drumherum klingt nach Party und Event. Ich weiß, wie meine Mädels sich nach ihrem ersten Sieg gefeiert haben. Ich vermute mal, denen würde so ein Drumherum auch gefallen. Da wir ja zumindest für eine Saison zum 7er Feld verdammt sind, bin ich ja gezwungen, immer bis zu zehn Spielerinnen draußen zu lassen. Betrachtet man das Spiel als Gesamtevent und sagt, Eurer Part ist heute Stimmung machen, kommt das sicher besser als nur zuschauen. Ich wäre da für weitere Anregungen sehr offen.

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Kröte: Ich bin auch nicht direkt von dort, habe aber auch an der "Logo" studiert und damals in E in der Friedrich-Ebert-Straße gewohnt... Nach dem Abschluss hat es mich aber in die Ferne verschlagen.


    Bei uns gibt es übrigens auch die Möglichkeit, weibliche A-Jugenden zu melden, nur macht das niemand. Stattdessen werden inzwischen häufig (starke) Spielerinnen des alten B-Jahrgangs in die Frauen hochgezogen.


    Den Drop-Out würde ich nicht nur den Verbänden anlasten, sondern auch insbesondere den Vereinen. Die ungünstigen Trainingszeiten und Trainingsplätze gehen in schöner Regelmäßigkeit an die Mädchen, zur Not muss auch ein Funino-Feld für 30 Mädchen reichen. Alle ambitionierten Trainer machen einen weiten Bogen um Mädchenmannschaften, stattdessen werden Mädchen von denen trainiert, die sich nicht wehren könne (z.B. FSJler). Sie sind häufig sportlich eigentlich überflüssige Vereinsmitglieder, deren Beiträge man aber gerne kassiert, um den Jungs etwas bieten zu können...

  • Alter Sack:

    Tja, ich würde mal sagen, da können wir das bei uns im Verein eigentlich nur besser machen.


    Ich habe für den Anfang meine bisherigen Trainingszeiten für die Mädels erfolgreich verteidigt und bin der einzige Jugendtrainer mit ner Lizenz im Verein.


    Eine/einen FSJler als TrainerIn fände ich gar nicht schlecht, bevor ich überhaupt niemanden habe. Nein, ich glaube, das ist nicht schlechter als ein auf Ergebnisse gepolter Vatertrainer, ganz sicher nicht. Man muss nur ne motivierte Person haben, die von vornherein ihre Aufgabe kennt.


    Ich werde jetzt noch anregen, daß wir einen Tag des Mädchenfußballs ausrichten, um auch den E/D- Bereich zu besetzen.

    Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.


    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)