Jugendfußball-Nachwuchskonzept in einem Amateuer-Breitensportverein

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  • ich bin da eher bei Fantomas und Trainer91.


    Solange Ihr keine bezahlten Trainer habt und damit meine ich nicht nur 100 € im Monat, wird das alles sehr schwierig.

    Man hat bei ehrenamtlichen Trainern einfach keinen Hebel.


    Des Weiteren ist die Überwachung des Konzepts mit unfassbar viel Manpower verbunden und die gibt es in einem Amateurverein im Normalfall nicht.

    Aber vielleicht hast Du ja Glück und es funktioniert bei Euch im Verein.


    Bei uns im Verein habe ich bisher folgendes, erfolglos, versucht zu etablieren:


    1. Jugendkonzept

    2. Cloud mit FAQ´s und Trainingsinhalten für alle Jugendmannschaften

    3. Coach a Coach


    Woher weiß ich das es erfolglos war?

    Ich habe mir 3 Wochen nach Vorstellung des Konzepts die Trainings bzw. Spiele verschiedener Mannschaften angeschaut und beobachtet was davon umgesetzt wurde. Ein Bruchteil wurde umgesetzt und der Hauptteil macht so weiter wie immer.


    Meine neuen Ziele als JL:


    Ich freue mich, wenn ich für alle Jugendmannschaften Trainer habe.


    Das man als Jugendleiter im Amateurbereich die Qualität der Trainer steuern kann, halte ich für nicht möglich.

    Manchmal hat man Glück und es sind gute Trainer dabei...


  • Na ja, dass ist aber schon arg negativ.


    Ich bin auf beiden Positionen unterwegs gewesen, Trainer und Koordinator für einzelne Jugendbereiche (z.B. Mini, F, E-Jugend, jeweils 4-5 Teams).



    Als Koordinator:

    - Ziel 1 ist ganz klar "überhaupt" Trainer zu finden.

    - Ziel 2 kann es aber sein, dass die Jugendleiter/Koordinatoren usw. schon im Training "helfen".


    Im Training helfen meine ich jetzt keine hochtrabenden Konzepte, sondern einfache Tipps für ein besseres Training.

    Ich habe ganz klar die Meinung, dass man Trainingsinhalte nicht fest vorgeben sollte/kann. Beispiel ich selbst als Trainer habe schon immer viel Funino gespielt, weiß aber, dass ich damit fast alleine unterwegs war. Ich habe es für richtig gehalten, andere Trainer aber für Quatsch.

    ABER: Es gibt auch einfache Tipps, z.B. alle Spieler möglichst immer einen Ball am Fuß. Keine Kondition powern in den jüngeren Jahrgängen, spielnah trainieren (mit Beispielen), und so weiter. Es sollte also mehr um grundsätzlich Tipps und Tricks gehen.

  • "Arg negativ" würde ich so nicht sagen, dass sind halt meine Erfahrungen.


    Des Weiteren unterscheide ich mittlerweile immer zwischen Großfeldbereich und Kleinfeldbereich.

    Beides lässt sich nur schwer vergleichen. Was im Kleinfeld möglich ist und gut ist, muss nicht zwingend im Großfeldbereich funktionieren.


    Ganz nebenbei. Lese ich das richtig? Ihr habt 5 F-Jugendmannschaften und 5 E-Jugendmannschaften. Bei uns gibt es max. 3 Mannschaften pro Jugend und das sind auch nicht viele Mannschaften die das haben.

  • Fantomas
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo das Geld ein Problem darstellen soll. Klar es ist faktisch gesehen nicht vorhanden, ein gemeinnütziger Verein darf ja eh keine Gewinne erwirtschaften.
    Aber wofür braucht man zur Erstellung und Umsetzung eines Konzeptes groß Geld?


    Das Geld hilft sehr damit man eventuell Trainer die Ambitionen haben an den Verein binden kann.
    Ich kenne viele Trainer die ehrenamtlich einen super Job machen, sie wollen aber nicht kontrolliert oder überwacht werden.
    Sie machen es aus der Lust an der Freude oder weil der Sohn selber kickt und wollen eben kein Stress in ihrer Freizeit. Bindest du die Trainer mit Geld, kann du schon was fordern als Jugendleiter und das dein Konzept ein "wenig" eingehalten wird, da du dich ja selber messen willst an deinem Konzept und Erfolge vorweisen willst/muss. Ich denke in einem kleinen Verein mit wenig Mannschaften kann man das probieren, wenn nur wenige Trainier involiert sind. Ich wünsche dir viel Erfolg. Lass uns zwischendurch wissen, wie du es umgesetzt hast, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen der gleiches vorhat.

  • "Arg negativ" würde ich so nicht sagen, dass sind halt meine Erfahrungen.


    Des Weiteren unterscheide ich mittlerweile immer zwischen Großfeldbereich und Kleinfeldbereich.

    Beides lässt sich nur schwer vergleichen. Was im Kleinfeld möglich ist und gut ist, muss nicht zwingend im Großfeldbereich funktionieren.


    Ganz nebenbei. Lese ich das richtig? Ihr habt 5 F-Jugendmannschaften und 5 E-Jugendmannschaften. Bei uns gibt es max. 3 Mannschaften pro Jugend und das sind auch nicht viele Mannschaften die das haben.

    Ja, wir haben im Kinderbereich regelmäßig 4-5 Mannschaften, sind ein großer Breitensport-Verein.



    Sonstiges zum Thema:

    Aktuell haben wir die Überlegung einer Trainings-App, die vom Verein dann kostenpflichtig erworben werden müsste.

    Hierüber würden Übungen je nach Altersgruppe vorgegeben, und diese sollten möglichst auch befolgt werden.

    Ich denke, dass solche technischen Lösungen Vereine einen Schritt nach vorne bringen können, wenn es um einheitliche Trainingsvorgaben geht.

    Natürlich hat so etwas auch Schwächen.

    Wenn die Trainingseinheiten aber relativ einfach und gleichzeitig sinnvoll sind, sollte ein Breitensportverein davon insgesamt profitieren.

  • Angenommen: 200 Kids x 200 EUR Beitrag sind knapp 40.000 EUR , Hauptsponsor 5.000 EUR und kleinere Sponsoeren nochmal 5000 EUR. Vereinsheim: 10.000 Pacht. Wir wären bei 60.000 EUR.
    Sagen wir 50% geht für die Bewirtschaftung des Vereins darauf.
    30.000 EUR übrig. 10 Jugendteams . Minimalverdienst für die Trainer 100 EUR/mtl - sind auch schon 10.000 EUR weg.
    1. Herren die etwas höherklassig kickt. 20.000 EUR pro Saison kaum vorstellbar aber nehmen wir es mal an. Das Geld ist weg.

    Joh, wenn man so rechnet, kann das nicht klappen. 200 Kids finanzieren die erste Herren? Ich hoffe du hast da nur einen Denkfehler.

  • Ganz ehrlich, ihr habt alle ein Konzept (das muss übrigens nicht unbedingt niedergeschrieben werden und es muss auch nicht 70 Seiten umfassen - die Vereine täten aus meiner Sicht gut, wenn sich die Trainer wenigstens auf wenige Punkte einigen würden) und es wird zum größten Teil auch gelebt. Z.B. Anzahl der Trainings pro Woche (1x, 2x, 3x usw.) - selbst mit dieser Information kann man sich schon viel herleiten und sie verursacht viele Diskussionen, wenn man daran etwas ändern möchte.

    Die Problematik der Vereine ist, dass sie meistens kein eigenes Konzept haben (wahrscheinlich über 90% der Vereine) und das es nicht einheitlich (jeder Trainer meint sich selbst zu verwirklichen müssen) gelebt wird. Damit sind für mich die Vereine austauschbar - und das wird dann auch gemacht und dann jammern die Vereine. Ein "weiter so" wird weiterhin zum Vereinssterben und Drop out (weniger Jugendmannschaften v.a. im B-/A-Jugendbereich und auch den Herren) führen. Deshalb sollte man sich aus meiner Sicht schon überlegen wofür man steht - und wenn man es dann noch niederschreibt, kann das aus meiner Sicht auch nicht schaden (kann man sich nämlich auch selbst damit überprüfen bzw. seine Besonderheit den Mitgliedern darlegen).

  • Angenommen: 200 Kids x 200 EUR Beitrag sind knapp 40.000 EUR , Hauptsponsor 5.000 EUR und kleinere Sponsoeren nochmal 5000 EUR. Vereinsheim: 10.000 Pacht. Wir wären bei 60.000 EUR.
    Sagen wir 50% geht für die Bewirtschaftung des Vereins darauf.
    30.000 EUR übrig. 10 Jugendteams . Minimalverdienst für die Trainer 100 EUR/mtl - sind auch schon 10.000 EUR weg.
    1. Herren die etwas höherklassig kickt. 20.000 EUR pro Saison kaum vorstellbar aber nehmen wir es mal an. Das Geld ist weg.

    Joh, wenn man so rechnet, kann das nicht klappen. 200 Kids finanzieren die erste Herren? Ich hoffe du hast da nur einen Denkfehler.

    Nicht ganz. Wenn der Verein Sponsoren und Pacht hat, finanziert er die 1. Herren ansonsten natürlich muss ein Teilbetrag aus dem Jugendbereich rausgenommen werden. Auch im Herrenbereich erhalten die Amateurprofis entweder eine Siegprämie oder die Fahrtkosten ersetzt. Ich war noch nie im Vorstand oder Vereinsfinanzen zuständig. Alles ur hören und sagen bei mir. Meint ihr es ist realistisch mit den Zahlen?

  • Nicht ganz. Wenn der Verein Sponsoren und Pacht hat, finanziert er die 1. Herren ansonsten natürlich muss ein Teilbetrag aus dem Jugendbereich rausgenommen werden. Auch im Herrenbereich erhalten die Amateurprofis entweder eine Siegprämie oder die Fahrtkosten ersetzt. Ich war noch nie im Vorstand oder Vereinsfinanzen zuständig. Alles ur hören und sagen bei mir. Meint ihr es ist realistisch mit den Zahlen?

    Im -höherklassigen- Bereich, ab Landesliga kostet ein Seniorenkader locker 40.000 Euro.

    Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht.

    Viele Jugendmannschaften, ergo viele Trainer, ergo wenig Geld für die, ergibt wenig Nachwuchs für die erste Senioren.

    Ergibt vielerorts die komische Situation das Vereine, die -nur- in Bezirksliga oder Kreisklasse A spielen, Jugenden stellen können, die höherklassig spielen(mehr Geld im Nachwuchsbereich). Das bedingt wiederum, das diese Vereine natürlich selektiv unterwegs sind. Die guten Nachwuchskicker aus den -höherklassigen- Senioren wechseln also hier hin, um später,

    mangels Perspektive dann evtl. wieder im Seniorenbereich zurückzuwechseln. Was wiederum heißt, das viele Mannschaften mit höherklassig spielenden Jugenden nicht in höheren Ligen landen. Das Phänomen ist jedenfalls in ländlicheren Gebieten so gegeben.


    Die Sponsoren Gelder steigen nämlich nicht in Relation zu den Kosten der Mannschaft (ligazugehörigkeit).

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Was wiederum heißt, das viele Mannschaften mit höherklassig spielenden Jugenden nicht in höheren Ligen landen.

    Schwer so pauschal zu sagen. Ich habe es bislang eher so kennengelernt, dass einige JFV in den höheren Ligen spielen, oder Vereine, wo die 1. herren Landesliga oder Oberliga spielen (5 und 6 Liga). Die Herren haben hier eher ein Pull-Effekt, weil jeder mit der Erwartung da ist, der nächste Star in der 1. Herren zu sein.
    Die, die höher Spielen sind oftmals auch über JFVs SGs in den höheren Ligen vertreten, teilen sich also das Material mit andern. Wobei tatsächlich nie soviel mit der eigenen Jugend gearbeitet wird sondern lieber der Toptorjäger vom Nachbar-Rivalen "abgekauft wird"

  • kurz nochmal zu den Zahlen.


    Trainer im Seniorenbereich bis Kreisliga ca. 10000 € pro Jahr.

    Sollte der Trainer ein Torjäger sein oder der Gestalter im Mittelfeld kann es durchaus mehr werden.


    Trainer Landesliga mind. das doppelte, eher das dreifache.


    Somit bleibt für die Landesligatruppe, nachdem der Trainer bezahlt wurde, nicht mehr viel übrig von den 40000.

    Sollte man Landesliga oder darüber spielen, braucht man vor allem Geld.


    Diese Zahlen machen es auch so schwer, gute Trainer im Jugendbereich zu finden bzw. auch dort zu halten....

  • Trainer im Seniorenbereich bis Kreisliga ca. 10000 € pro Jahr

    Sicher, dass du da nicht eine 0 zu viel dran gepackt hast? Kann mir nicht vorstellen, dass Trainer auf Kreisebene mehr als Mindestlohn verdienen, wenn die Arbeitsleistung doch deutlich geringer ist und ein Fußballverein in der Regel gemeinnützig ist

  • Diese Zahlen machen es auch so schwer, gute Trainer im Jugendbereich zu finden bzw. auch dort zu halten....

    Kommt halt drauf an...

    Sind es Trainer, die nebenbei vllt. Sportmanagment etc studieren, und das als Karrierelaufbahn betrachten? Dann womöglich
    Sind es junge Ex-Spieler, die vllt einen normalen Job nebenbei haben und auf Grund von Verletzungen selber nicht mehr aktiv spielen? Dann glaube ich, gibt es viele, die es nicht wegen dem Geld sondern mehr wegen den Möglichkeiten machen und weil sie dafür brennen

  • Fantomas
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo das Geld ein Problem darstellen soll. Klar es ist faktisch gesehen nicht vorhanden, ein gemeinnütziger Verein darf ja eh keine Gewinne erwirtschaften.
    Aber wofür braucht man zur Erstellung und Umsetzung eines Konzeptes groß Geld?

    Das ist doch eine recht naive Herangehensweise.

    Natürlich braucht man für die Umsetzung eines Konzeptes auch Geld, lieber mehr als weniger.


    Wenn man es systematisch aufziehen will sollte man für jeden Cheftrainer in der Jugend mindestens 200 Euro pro Monat und für jeden Co-Trainer 100 Euro pro Monat veranschlagen. Und das ist schon niedrig gegriffen.


    Dazu kommen ja noch Kosten wie Trainingsmaterial, Tore (z.b. auch Funino-Tore für den Kleinfeldbereich), Trikots, Spritkosten (evtl. auch Fahrzeuge), Turnierteilnahmen, Weihnachtsfeier etc. etc.

    Ohne Geld werde ich kaum bis nichts davon umsetzen können.

  • sollte man für jeden Cheftrainer in der Jugend mindestens 200 Euro pro Monat und für jeden Co-Trainer 100 Euro pro Monat veranschlagen.

    Und genau das glaube ich nicht.
    Wenn du in deine Verein gutes Vereinsleben hast und eine gute Bindung erzeugen kanntest, findest du Vereinsintern immer genug Leute, die keine absoluten Vollidioten sind und neben Ihrer aktiven Laufbahn selber eine Mannschaft übernehmen.
    Lass in den älteren Mannschaften (C-A) Jugend das Spieler aus dem Herrenbereich machen, die motiviert und ehrgeizig genug sind. Am besten welche, auf die man ein Einfluss hat, weil die vielleicht erst in der 3-4 herrenSaison sind und man sie schon länger kennt.
    Und lass dann bei alles unter c Jugend da ältere Jugenspieler, mit vielleicht aktiven Herrenspielern das machen.
    All diese Leute werden von sich aus kein Vermögen verlangen, wenn man auf Augenhöhe mit denen spricht und ihnen seitens des vereins genug möglichkeiten gibt (Bezahlung von Fortbildungen/Lizenzausbildung, Trainingsmaterial stellen, Turniere, Unterstützung bei Mannschaftsfahrten etc.)
    Klar das sind alles Geldkosten, aber die sind leichter zu begegnen als stumpf hohe Trainergehälter zu zahlen. Da gibt es Fördergelder von der Gemeine, vom Land, vom Verband, und auch Sponsoren aus der Region, die einen immer gerne unterstützen.

  • sollte man für jeden Cheftrainer in der Jugend mindestens 200 Euro pro Monat und für jeden Co-Trainer 100 Euro pro Monat veranschlagen.

    Und genau das glaube ich nicht.
    Wenn du in deine Verein gutes Vereinsleben hast und eine gute Bindung erzeugen kanntest, findest du Vereinsintern immer genug Leute, die keine absoluten Vollidioten sind und neben Ihrer aktiven Laufbahn selber eine Mannschaft übernehmen.
    Lass in den älteren Mannschaften (C-A) Jugend das Spieler aus dem Herrenbereich machen, die motiviert und ehrgeizig genug sind. Am besten welche, auf die man ein Einfluss hat, weil die vielleicht erst in der 3-4 herrenSaison sind und man sie schon länger kennt.
    Und lass dann bei alles unter c Jugend da ältere Jugenspieler, mit vielleicht aktiven Herrenspielern das machen.
    All diese Leute werden von sich aus kein Vermögen verlangen, wenn man auf Augenhöhe mit denen spricht und ihnen seitens des vereins genug möglichkeiten gibt (Bezahlung von Fortbildungen/Lizenzausbildung, Trainingsmaterial stellen, Turniere, Unterstützung bei Mannschaftsfahrten etc.)
    Klar das sind alles Geldkosten, aber die sind leichter zu begegnen als stumpf hohe Trainergehälter zu zahlen. Da gibt es Fördergelder von der Gemeine, vom Land, vom Verband, und auch Sponsoren aus der Region, die einen immer gerne unterstützen.

    Gut möglich das man dadurch Freiwillige findet, aber ob dann dadurch immer eine gleichbleibende Trainerqualität gewährleistet ist, wag ich zumindest zu bezweifeln.


    Das Zahlen von Lizenzen und Fortbildungen ist auf jeden Fall schonmal ein guter Ansatz um mögliche Trainer zu locken, aber auch nicht ganz günstig. Die C-Lizenz kostet in Bayern z.b. um die 800 Euro.

    Und was mache ich dann wenn ein ambitionierter Trainer irgendwann die B-Lizenz oder mehr machen will?

    Diese auch bezahlen? Und dann die B+ und A+?


    Was ich damit sagen will, ist das ich auch ohne Bezahlung vielleicht kurzfristig gute Trainer im Verein haben kann, aber diese sich neu orientieren sobald sie keine Entwicklungsmöglichkeiten (weitere Lizenzen, Mannschaften in bestimmten Ligen) mehr im Verein sehen.

    Habe das oft geng bei anderen Trainern, aber auch bei mir selber festgestellt.


    Wenn ich nur Trainer habe die das nebenher neben der eigenen Spielerkarriere ein bisschen machen, gehen diese thematisch meist nicht in die notwendige Tiefe und betreiben es nicht mit dem notwendigen Engagement um gar Konzepte oder ähnliches entsprechend umzusetzen.

  • sollte man für jeden Cheftrainer in der Jugend mindestens 200 Euro pro Monat und für jeden Co-Trainer 100 Euro pro Monat veranschlagen.

    Und genau das glaube ich nicht.
    Wenn du in deine Verein gutes Vereinsleben hast und eine gute Bindung erzeugen kanntest, findest du Vereinsintern immer genug Leute, die keine absoluten Vollidioten sind und neben Ihrer aktiven Laufbahn selber eine Mannschaft übernehmen.
    Lass in den älteren Mannschaften (C-A) Jugend das Spieler aus dem Herrenbereich machen, die motiviert und ehrgeizig genug sind. Am besten welche, auf die man ein Einfluss hat, weil die vielleicht erst in der 3-4 herrenSaison sind und man sie schon länger kennt.
    Und lass dann bei alles unter c Jugend da ältere Jugenspieler, mit vielleicht aktiven Herrenspielern das machen.
    All diese Leute werden von sich aus kein Vermögen verlangen, wenn man auf Augenhöhe mit denen spricht und ihnen seitens des vereins genug möglichkeiten gibt (Bezahlung von Fortbildungen/Lizenzausbildung, Trainingsmaterial stellen, Turniere, Unterstützung bei Mannschaftsfahrten etc.)
    Klar das sind alles Geldkosten, aber die sind leichter zu begegnen als stumpf hohe Trainergehälter zu zahlen. Da gibt es Fördergelder von der Gemeine, vom Land, vom Verband, und auch Sponsoren aus der Region, die einen immer gerne unterstützen.

    Hast Du das schon gemacht oder sind das grundsätzliche Ideen zur Trainerfindung?


    Ich rechne mal kurz durch. Wir haben 2x C, 1x B und 1x A-Jugend. Dafür bräuchte ich mindestens 8 Trainer. Sollte ein Trainer Schicht arbeiten braucht man mehr.


    Unser Herrenkader hat ca. 35 Spieler auf dem Papier, dass davon 8 Spieler nebenbei eine Jugendmannschaft trainieren ist bei uns nicht vorstellbar.


    Man muss fairerweise zugeben, der Herrenspieler und Jugendtrainer, wäre dann mindestens 6x in der Woche auf dem Fußballplatz....

  • Hast Du das schon gemacht oder sind das grundsätzliche Ideen zur Trainerfindung?

    Teilweise, weiß ich, dass es zum Teil bei einigen Vereinen in der Umgebung gemacht wird. zumindest, da wo Lücken vorhanden waren, wurden interne Lösungen gesucht, da sind dann teilweise Eltern-Trainer und aktive Trainer. Zum anderen Teil, geht mein Verein bereits ein ähnlichen weg. Ich selber bin auch so dazu gekommen, vermehrt Zeit habe ich jetzt aber dafür, dadurch, dass ich mich 2021 schwer verletzt habe.
    Wir haben 2 Herrenmannschaften mit über 20 Spielern, dazu auch eine Damenmannschaft. Wir sind ein großer Verein und das nicht nur im Jugendbereich. Bei knapp ca 70 aktiven Senioren und Seniorinnen sollte es möglich sein, da genug Trainer für die A-C Jugend zu finden.
    Klar eignet sich nicht jeder dafür, aber 12 Trainer bei 70 aktiven, klappt irgendwo.
    6x in der Woche auf dem Platz passiert auch nur, wenn die Orga nicht glatt läuft, sofern möglich legt man das Jugendtraining vor das Herrentraining, ok man ist dann an einem Tag länger auf dem Platz, aber dafür nicht an verschiedenen Tagen.
    (und nochmal, wir sind ein großer Verein auch mit großer Anlage - 3 Rasenplätze, 2 Kunstrasen Plätze und ein kleineren Jugendplatz).

    In der genauen Umsetzung ist es bislang nur eine Idee, ich bin aber naiv und zuversichtlich genug, dass ich glaueb, dass es so im großen funktionieren kann, weil ich im Ansatz sehe, dass es so schon gemacht wird und klappt

  • Natürlich braucht man für die Umsetzung eines Konzeptes auch Geld, lieber mehr als weniger.

    Das ist korrekt, wenn das Konzept "Geld" vorsieht - ohne Geld, brauche ich ein anderes Konzept oder eines, dass sich selbst finanziert. Ob ein Konzept umgesetzt wird oder nicht, hängt übrigens nicht von bezahlten und lizenzierten Trainern ab - die bringen meistens ihre eigenen Ideen und Konzepte mit (nur sind sie halt meistens nicht auf den Verein und die anderen Teams übertragbar ;)). Es hängt vom Konzept ab - und da ist manchmal weniger mehr.


    Übrigens ist das gezahlte Honorar für einen Trainer auch nicht immer ein "Qualitätsmerkmal". Aus meiner Sicht könnten einige Vereine bessere Trainer für ihre Mannschaften haben, wenn sie sich mal auf ihre Mannschaften konzentrieren würden (und das meistens auch günstiger).