Videoaufnahmen der Spiele, Auswertung und Veröffentlichung

  • Hallo

    Mein jüngster möchte ein FSJ in einem Fußballverein machen um die Spiele aufzunehmen und diese zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Interviews machen und auf einem gesonderten Vereinskanal veröffentlichen. Kontakte sind schon hergestellt und nächstes Jahr soll es dann losgehen. Das Bearbeitungsprogramm hat er schon und kann damit auch schon umgehen.


    Er möchte in diesem Bereich studieren und die Hochschule empfiehlt ein FSJ in diesem Bereich.


    Zum eigentlichen Thema:


    Wir suchen nun eine Kamera für ihn, mit denen er die Spiele aufnehmen kann. Da wir aber so überhaupt keine Ahnung haben, welche eine gute Qualität haben, gerade bei dem schnellen Spiel, wollte ich mal anfragen, mit was ihr so in euren Vereinen Filmt. Es darft schon ein bischen was kosten und hoffe das es im Rahmen von ca. 300 - 400 € was brauchbares gibt.


    Wer also eine Empfehlung rausgeben kann, darf das gerne tun.

  • Ich würde weniger auf die Kamera achten, als auf hochwertige Datenträger. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten mit denen Speicherkarten beschrieben werden können. Teure Kamera und billige Karte und schon ruckelt der Film.

    Und in der Folge muss dann natürlich etwas mit den Filmen gemacht werden - das ist die Leistungsfähigkeit des Computers von ausschlaggebender Bedeutung, sonst Rendert er sich tot. Und das selbe für das Archiv des Materials.

    In meinen Augen machen so gut wie alle Kameras gute Aufnahmen, und es scheitert immer an den oben genannten Punkten. Ich habe zumindest noch nie gehört, dass so ein Filmvorhaben mangels Kameraqualität gescheitert ist.

    Auch relevant: Ersatzakkus, Videoschnitt Software. aber ide Kamera ist eigentlich egal. Je besser der optische Zoom ist, desto Flexibler bist Du in Bezug auf Deine Position. Und ich denke im Bereich Optischen zoom wirst Du dann schnall auch an dein Kostenlimit stoßen - aber ob es das wert ist, musst Du sehen. Ich behaupte, selbst mit der unmöglichsten Kamera, kann ich viel besser filmen als viele Leute in meiner Umgebung mit Superkameras. Wei lich z.B. Stativ (billig aber geil! Wichtig!) nutze, weil ich weiß, wie ich mich, wenn ich im gehen Filme bewegen muss um wenig zu wackeln, weil ich mir vorher überlege wie der Film aussehen soll und dementsprechend die Position aussuche bevor ich Filme.


    Beantwortet letztlich nicht deine Frage, hoffe es hilft trotzdem!

  • Oh ja, danke. Da sind gute Tipps dabei. Videoschnittprogramm hat er schon, da her einen yt Kanal hat und dort schon fleißig Filme veröffentlicht hat. Rendern, ja da hat er oft gemeckert, weil der Laptop über Nacht gerendert hat und es ewig dauerte. Mittlerweile hat er wieder einen richtigen Rechner und das Problem ist weg.

    Das mit dem Speicherkarten ist ein guter Tipp, da habe ich noch gar nicht dran gedacht.


    Das Filmen üben auch. Denn die Bewegungen sind ja sehr schnell, da muss er schnell reagieren können.


    Alles in allem danke für die tollen Tipps

  • Bei „Die Ligen“ wird häufig der Panasonic HC V777 verwendet oder die Mittelklasse von Sony, wenn mehr Brennweite gebraucht wird. Mir hat der Panasonic von Qualität, Features (, Mikroanschluss, passendes Aufnahmeformat für 90 min gefallen) und Bedienung gefallen. Wichtig ist ein brauchbares Stativ. Zum Einstieg vielleicht https://www.amazon.de/gp/produ…_detailpage?ie=UTF8&psc=1

    Auch hilfreich Fieldmonitor https://www.amazon.de/Viltrox-DC-70-Kamera-Monitor-Unterstützt/dp/B06VWF8VWV/ref=sr_1_2?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1510867269&sr=1-2&keywords=Dc+70&dpID=51H9uzuS3pL&preST=_SY300_QL70_&dpSrc=srch

  • Das mit dem Stativ .....?


    Bei unserem mittleren ist eine Mutti, die schon seit Jahren mitfilmt und als die Mannschaft ihr ein Stativ als Dank schenken wollte, hat sie dieses abgelehnt. Sie meinte, das man mit einem Stativ nicht so gut schwenken kann, da sie meist sehr nah am Spielfeldrand steht. Sie hat sich dann ein neues Akku gewünscht.


    Hast du damit Erfahrungen? Man soll ja versuchenn meist etwas erhöht zum Spielfeld zu stehen, nur ist das ja oft aufgrund der Sportanlage nicht möglich.

    Aber danke für den Tipp , werde mir verschiedene Kameras mal anschauen. Stativ haben wir sogar noch eins. Ob das für den Zweck ausreicht weiß ich nicht, muss er dann mal testen. Wir hatten damals eine Hi 8 Kamera, als die Kinder klein waren.


    Es ist gar nicht so leicht so ein FSJ zu bekommen. Und wir hoffen doch stark, dass es klappt. Daumen sind gedrückt

  • Ich möchte Ersatzbank ein wenig widersprechen. Geeignete SD-Karten sind wichtig, aber was durch schlechte Optik, weniger guten Sensor und schwache Elektronik bei der Aufnahme verloren geht, ist unwiderbringlich verloren. Daher würde ich mir im Vorfeld überlegen, welche technischen Mindestvoraussetzungen die Kamera haben soll und dann diejenigen streichen, die diese nicht erfüllen. SD-Karten sind im Vergleich zur Kamera eher günstig, da sollte man dann die nehmen, die schnell genug sind.


    Einen wichtigen Punkt nennt Ersatzbank schon: optischer Zoom. Der Fußballplatz ist groß, wenn man nicht nur die Totale drauf haben will, so braucht man einen Zoom, und "digitale" Zooms sind eigentlich keine, da wird ja dann nur noch ein Bildausschnitt auf die volle Aufnahmegröße hoch skaliert, so dass die Auflösung dann abfällt -- man muss auch befürchten, dass die hierbei eingesetzten Echtzeit-Skalierer von der Qualität her schlechter sein dürften als die Algorithmen, die eine gute Postprocessing-Software bietet. Ich verwende dafür übrigens gerne Avisynth mit Lanczos(4)- oder höherwertigen Spline-Filtern.


    Dann stellt sich die Frage, in welcher Auflösung und mit welcher Bildwiederholrate man filmen möchte. Unsere inzwischen natürlich auch schon etwas ältere Canon HF200 kann maximal 1080p25 oder 1080i50 aufnehmen, also Full-HD mit entweder 50 Halbbildern oder 25 ganzen Bilder pro Sekunde. Gerade bei Sportaufnahmen ist eine hohe Bildwiederholrate sehr angenehm, da die Bewegungen damit deutlich flüssiger wirken (und es ja auch sind). Ich nehme deshalb mit 50 Halbbildern auf und verwende dann einen guten, aber auch ungeheuer langsamen Deinterlacer (QTGMC), um daraus Vollbilder in 1080p zu machen. Wenn man die Aufnahmen auf DVD brennen oder auf Fernsehern anschauen möchte, sollte man auch darauf achten, mit 50 oder 25 Bildern pro Sekunde zu filmen und nicht etwa mit den USA-typischen 60 oder 30. Nichtganzzahlige Bildwiederholratenumrechnungen sehen grässlich aus -- nicht ohne Grund werden mit 24 FPS aufgenommene Kinofilme hierzulande einfach stattdessen mit 25 Bildern pro Sekunde abgespielt -- die 4% stören viel weniger als es die Umrechnungsartefakte würden.


    Ein leichtgängiges Stativ ist sicherlich auch sehr hilfreich dabei, das Bild ruhig zu halten -- Freihandfilmen ist recht anstrengend und erzeugt oft stark verwackelte Filme, die wiederum die Video-Codecs sehr stark beanspruchen -- Verwackelte Filme sind deshalb i.d.R. auch ziemlich unscharf.


    Heute sind neben den klassischen Camcordern DSLR-Kameras sehr beliebt, und diese haben sicherlich große Vorteile, wenn es um die erreichbare Qualität der Objektive geht. Aber da muss man besonders darauf achten, wie gut die Video-Fähigkeiten sind. Ich weiß insbesondere von ein paar DSLR-Kameras, dass sie nur einige Minuten (vielleicht zehn?) Video am Stück aufzeichnen können. Für ein Fußballspiel ist das natürlich viel zu wenig, und man kann sich denken, dass die Grenze immer dann erreicht sein wird, wenn es so überhaupt nicht passt...

  • @ opmen-minded: werde ich fragen, bezweifle ich aber. Vielleicht beteiligen Sie sich ja an den Kosten....


    @ tobn: danke, ich seh schon, wird keine einfache Sache.... der dritte Abschnitt sind für mich bömische Dörfer, aber ich denke mein

    Sohn kann damit was anfangen.


    Also reinlesen und damit beschäftigen ist angesagt......