Ich kann Don Quijote nur beipflichten. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Regularien und andere Randbedingungen, die von Seiten der Vetreter des organisierten Fußballsports kommen, vielerorts noch anpassungs- bzw. reformbedürftig sind. Über die in meinen Augen teilweise äußerst rückständigen und, wie ich meine, tatsächlich kinderfeindlichen Verhältnisse, wie sie in meinem Heimatkreis herrschen, habe ich mich ja in letzter Zeit schon zur Genüge geäußert..
Um auf dein Beispiel zurück zu kommen: Dieser E-Junioren-Trainer hat sich sicherlich insofern ungeschickt verhalten, dass er offenbar zu wenig Kontakt zu den Eltern gepflegt hat. Ich sehe es genau wie du, als Kindertrainer ist es von größter Bedeutung, die Eltern als Unterstützer zu gewinnen, gegen sie geht es nicht. Das heißt dann, sie zu überzeugen. Und auch, sich selbst und seine Meinungen und Einstellungen hinterfragen zu können. Im von dir geschilderten Fall befürchtest du ja, dass dem Trainer von Elternseite die Kompetenz abgesprochen wird. Das lässt sich recht leicht ändern, indem der Trainer sich mal für ein paar Minuten zu den Eltern stellt und das Spiel kommentiert, so, dass es zwar die Eltern hören, die Kinder aber nicht. Eben so, wie es die Eltern untereinander zu tun pflegen. Dann kann er aber auch darauf hinweisen, warum die Kinder einige Sachen nicht tun, auf die sie die Erwachsenen hinweisen. Er kann auch erklären, worauf er achtet und warum. So erkennen dann die Eltern hoffentlich, dass er fachlich kompetent ist, ein Konzept hat, und ihre Kinder kennt.