Hi frank the tank,
ich habe ein ähnliches Problem, mit 2-3 meiner F-Jugendspieler (jüngerer Jahrgang). Auch sie trauen sich oft nicht richtig in den Zweikamp. Hinzu kommt, und ich vermute, dass dies irgendwie zusammenhängt, dass diese Spieler sich oft auch nicht trauen, mit dem Ball am Fuß Aktionen schnell durchzuzuziehen. Das heißt, sie nehmen den Ball an, werden unsicher, verzögern, fangen an zu knoddeln. Was besonder schade ist, denn zwei von diesen 3 Spielern sind eigentlich meine technisch besten Spieler, die sehr gut einen Gegner ausspielen können, schon ein bisschen ein Auge haben, Pässe spielen. Sie sind aber beide auch recht sensibel, und das speilt natürlich eine große Rolle. Im Training gegen meine zwerge dann aber immer voll zur Sache, sogar soweit, dass ich dazwischen gehen muss. Hier haben sie eigentlich nur Muffe, wenn ein strammer Schuss auf sie abgefeuert wird, aber nicht vorm Zweikampf selbst. Ich habe mit meinen Kindern öfter darüber geredet und es scheint hauptsächlich damit zusammen zu hängen, dass sie im Wochendenspiel auf fremde Jungs treffen. Die können sie nicht einschätzen. In ihrer eigenen Mannschaft wissen genau, wer wie und wann reagiert, beim fremden Gegner halt nicht. Bei mir kam die abgelaufene saison noch hinzu, dass ich eine extrem junge Mannschfat hatte (zu jung) und die Gegner dadurch natürlich körperlich deutlich überlegen waren.
Ich trainierte die ganze saison über sehr viele 1:1, 2:2, 3:3 Übungen. Auch Überzahl/Unterzahlspiele usw. Eine Übung, die besonders gut angommt und geeignet ist: Rechteck (ca. 12x15m) mit zwei kleinen Hütchentoren links und rechts (oder auch mal 4). An zwei gegenüberliegenden Ecken wartet jeweils ein Spieler. Ich spiele den Ball auf Kommando in die Ballmitte, die Jungs müssen versuchen, als erster den Ball zu bekommen. Wer ihn hat, ist Angreifer, muss versuchen, durch eines der Hütchentore zu dribbeln. Der andere ist Verteidiger. Bekommt der die Murmel, gehts sofort anders herum. GuteSache und geht auch prima mit 2:2.
Trotzdem frage ich mich immer: Gäbe es andere Möglichkeiten (verbal, besonders geeignete Form der Mutzusprache) um den Kindern zu helfen? Insbesondere, bei der Angst, mit dem ball Aktionen durchzuführen.