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Günter Grafe

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1

Freitag, 13. Januar 2012, 18:38

Irritationen

ich bin ziemlich irrietiert, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen

1. vor ca 1 1/2 Jahren gab es hier eine ausführlich Diskussion ob das DFB Trainingskonzept 1:1 übernommen werden muss. ich wwar anderer Meinung und wurde fast verrisen.
nun stellen die gleichen Personen selbst dies in Frage. Meinung geändert, oder argumentiert ohne genau gelesen zu haben ß

2. noch vor kurzem wurde das 1:1 beim Kinderfussball vorrangig als Defen sivtraining angesehen.
als Argumentation diente unter anderem auch Wein.
Nun wurde aufgeführt, dass Wein im Kinderfussball das Offensive+training vorsieht, Defensiv erst ab D-Jugend.
it Wein argumentier, obwohl nicht gelesen?

3. hier werden in vielen Diskussionsbeiträgen Träiningselemente bis ins Detail auseinandergenommen, und vor allem als seperates Einzelteil behandeltz.
das widerspricht jedem praktischen Training: Übungselemtene sind immer kompakt anzusehen

2 banale Beispiele:

1: 1 Offensiov, Stürmer spielt Verteidiger aus und schliesst die Übung mit Torschuss ab.
3 Beteiligte, Stürmer, Abwehrspieler, Tormann
auch wenn der Trainingsschwerpunkt Offensiv 1:1 ist, schreite ich als Trainer doch korrektiv ein, wenn sich der Abwehrspielre oder Torwart falsch verhalten in welschem
Umfang lassen wir mal aussen vor.


Passsppiel: mindestens immer 2 Partner, der eine passt, der andere verarbeitet den Ball, bevor er zurückpasst,
folglich schule ich nicht nur den Pass, sondern gleichzeitig auch die Ballverarbeitung, auch wenn der Schwerpunkt des Trainings Passspiel (besser Passtechnik) ist.
alles andere ist realitätsfremd und macht keinen Sinn.
das 1:1 ist in seinen Grundelementen immer sowohl ein Offensiv wie Defensiv-Training

Trainingselemente werden so zurechtgelegt, dass sie in die eigene Diskussionsvorstellung passen. dass sie aber anderweitig wohl sehr sinnvoll sind, wird nicht in Betracht
gezogen.

Beispiel Überzahlspiel:

schon bei den Bambinis hab ich Überzahl gespielt. 4:8, oder 5:10, jed nach Beteiligung
grosse Tore, 20 m Abstand.
was kinderfreundlichers gibt es nicht.
nie sonst sind die Kinder so total begeistert nach dem Training zu Mama oder Papa gerannt.
warum? wer kinderfreundlich denkt weiss das.

gg

Andre

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2

Freitag, 13. Januar 2012, 19:09

1. Ist es Dir wichtig recht zu haben?

2. Findest du es falsch, dass man seine Meinung ändert, sich hinterfragt, selbstkritisch ist, neugierig ist? Wenn nein, warum irritiert es dich? Ist es Punkt 1?

3. Ein Bespiel:

Eine Minikicker oder F ....der Trainer -alte Schule- gibt ein Flankentraining und gibt Laufwege vor

Dabei Dribbeln die Jungs und führen den Ball.

Er macht es wirklich ---gaaaaaanz ehrlich----nur um das Dribbeln zu üben...comprende. 8)
Signatur von »Andre« (Vorschlag zum Fußballstadion nach Frauen benennen)

"Wie soll das denn heissen?...Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?" (Johannes Rau) :)

Günter Grafe

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3

Freitag, 13. Januar 2012, 22:14

1. Ist es Dir wichtig recht zu haben?

2. Findest du es falsch, dass man seine Meinung ändert, sich hinterfragt, selbstkritisch ist, neugierig ist? Wenn nein, warum irritiert es dich? Ist es Punkt 1?



defenitiv geht es mir nicht darum recht zu haben.
denn im Fussball hat jeder, entsprechend seiner persönlichen Argumentation Recht bzw. Unrecht. daraus ergeben sich übrigens die unterschiedlichen Diskussionen.

sich selbst zu hinterfragen war für mich persönlich eine ständige Herausforderung und eine Aufforderung an alle.
dazu gehört aber auch die kritische Betrachtung von Lehrmeinungen, sei es DFB, Coerver, Wein oder andere.

ich persönlich habe in 40 Jahren die Erfahrung gemacht, dass, das was heute richtig ist, morgen schon überholt sein kann.

der Fussball ist flexibel, ständig in der Entwicklung..

deshalb irritieren mich Meinungsäusserungen, die den Eindruck vermitteln, dass sie letztendlich richtig und umumstösslich sind.

ich wünsche mir auch des öfteren in den Beiträgen den eigenen persönlichen Menschenverstand und eigenen erfahrungen, als den Lehrbüchern nachgeplappert.

Punkt 3 von dir ist für mich aus der Luft gegriffenen Polemik und jat mit der Sache nichts zu tun.

gg


.

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4

Freitag, 13. Januar 2012, 22:40

Zu Deiner Ausgangsfrage kann ich nicht viel sagen: Die Punkte wären leichter zu bewerten, wenn Du konkrete Verweise auf entsprechende Diskussionen gegeben hättest. Vielleicht einfach in Zukunft direkt dazischen fahren, wenn Dir so etwas auffällt?

der Fussball ist flexibel, ständig in der Entwicklung..

deshalb irritieren mich Meinungsäusserungen, die den Eindruck vermitteln, dass sie letztendlich richtig und umumstösslich sind.
100% Zustimmung! Ein wenig mehr Toleranz in Bezug auf Anders-Denkende oder Anders-Trainierende könnte nicht schaden. Zumal ich oft den Eindruck habe, dass es eher um Nuancen und nciht um gravierende Abweichungen geht.

ich wünsche mir auch des öfteren in den Beiträgen den eigenen persönlichen Menschenverstand und eigenen erfahrungen, als den Lehrbüchern nachgeplappert.
Auch da stimme ich zu. Allerdings habe ich da bei weitem nicht Deine Erfahrung, kann also auch bei weitem nicht soviele Erfahrungen hier mitteilen.

Grüße
Oliver

Lubi

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5

Freitag, 13. Januar 2012, 23:09

Ich denke das vor allem die angeprangert Fachliteratur oftmals so gut begründet ist, dass einem der "gute" Menschenverstand sagt das muss richtig sein.
Daher verfällt man eventuell abundzu in die Richtung, so muss es gemacht werden.

Günter Grafe

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6

Samstag, 14. Januar 2012, 08:14

Allerdings habe ich da bei weitem nicht Deine Erfahrung, kann also auch bei weitem nicht soviele Erfahrungen hier mitteilen.


aber darum geht es mir, dass gerade jüngere Trainer den Mut haben Erfahrungen zu sammeln-
eigene Wege suchen, Fehler machen, die aber erkennen, mal was neues eigenes ausprobieren, ohne Angst zu haben, versündigen sich an Kindern

deshalb diskutier ich hier oft kontrovers und auch provozierend

Gerade bei jüngeren Trainern möchte ich erreichen, dass man hinter allen Beiträgen, auch meinen eigenen, immer ein perönliches Fragezeichen setzt
manche Beiträge hier vermitteln doch den Eindruck dass sie unumstössliches Gesetz sind.

wenn man die grundsätzliche Phylosophie des Kinder und Jugendfussballes beachtet gibt es links und rechts ein Riesenpotential für persönliche Entfaltung.

selbst 10 Trainer gehabt, jeder war anders, gute und schlechte, ich möchte jedoch rückblickend keinen vermissen

also nicht nachplappern, sondern auch Mut eigene Vorstellungen umzusetzten

gg.

Lubi

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7

Samstag, 14. Januar 2012, 17:38

Ich denke aber auch hier gibt es wiedermal einen gesunden Mittelweg. Es gibt sicherlich manche Erfahrungen die man machen sollte, andere kann man aber vermeiden, indem man zum Beispiel Fachlektüre liest oder sich mit anderen unterhällt. Es klingt ja gerade so als sei die Ausbildung von Fußballern komplett dem Zufall überlassen. Die Erfahrung das eine glühende Herdplatte heiß ist, muss man nicht machen, es reicht wenn jemand einem das mal erzählt hat.

Ansonsten wäre es wohl auch völlig unnötig als Lehrer knapp 7 Jahre ausgebildet zu werden. Soll der auch einfach seine eigenen Erfahrungen machen? Sollte man den Trainern nicht ein gutes Grundgerüst mit auf den Weg geben, so wie es der DFB macht und innerhalb dieser "Grundregeln" kann er sich frei entfalten?

Günter Grafe

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8

Samstag, 14. Januar 2012, 17:52

Sollte man den Trainern nicht ein gutes Grundgerüst mit auf den Weg geben, so wie es der DFB macht und innerhalb dieser "Grundregeln" kann er sich frei entfalten?



Lubi

du hast meine Meinung auf den Nenner gebracht:

Ausbildung, Fortbildung und innerhalb ds Grundphylosophie eigen Vorstellungen einbringen.

100prozentiges Nacheifern von irgendwem führt zum Trainereinheitsbrei, und das wär ätzend.

gg