Ich halte nichts von diesen Besprechungen oder diesbezüglichen Ansprachen in dieser Altersklasse. Dabei nicken sie meist fleißig und haben die Hälfte nach einer Minute im Spiel eh wieder vergessen. Erst Recht, wenn Du das nach dem Training machen möchtest. Kurz vor dem Spiel mit ausschließlich motivierenden Elementen und fertig. Wenn mir etwas im Spiel besonders auffällt notiere ich mir das ( man wird älter ) und lasse es ggfls. im Training mit einfließen. Daher habe ich meinen Jungs für die Halle hauptsächlich eines mitgegeben:
Tempo, Tempo, Tempo. Sowohl Offensiv wie Defensiv und dabei immer geschlossen als Mannschaft. Macht einer nicht mit, müssen die anderen für ihn mitlaufen. Das versteht jeder. Hierbei muss man jedoch auch dementsprechend wechseln, weil das keiner 13 Minuten durchhält.
Beim Wechseln habe ich mit meinem Keeper ein Stichwort vereinbart. Dann hält er den Ball länger fest bzw. verzögert das Spiel. Zudem ermuntere ich ihn vor jedem Spiel bei Ballbesitz hinten anspielbar zu sein und nicht stumpf im Kasten zu bleiben. Wenn es dann im Spiel in die Hose geht, unbedingt sofort danach Aufbauarbeit leisten und ihn bestärken, es weiterhin zu tun. Das wars auch schon an Ansprache für das Spiel.
Denk dran, es ist eine E. Wenn Du sie noch länger trainieren möchtest, könnten sich diese Besprechungen im Laufe der Zeit irgendwann verbrauchen und sie hören Dir gar nicht mehr zu. Muss nicht so sein, die Gefahr besteht aber und warum sich unnötig dieser Gefahr aussetzen ? Ermuntere sie im Training und Spiel dazu, untereinander zu kommunizieren. Hast Du bei Deiner E noch keine Diskussionen unter den Spielern während des Abschlussspiels im Training ? Die gingen bei mir in der jüngeren E los. Das sollte man als Trainer nutzen und wenn es gut läuft, brauchst Du bald gar nichts mehr sagen, da sie es schon untereinander machen. Eingreifen muss man nur, wenn es in Motzen ausartet oder persönlich wird. Lenkt man es in diesem Stadium in die richtigen Bahnen, legst Du einen guten und nachhaltigen Grundstock für spätere Zeiten.
Grundsätzlich kennt das aber wohl fast jeder Trainer: Man meint es gut und möchte der Truppe kurz vorher noch den entscheidenden Tipp geben. Oftmals dient es aber eigentlich nur zur Beruhigung der eigenen Nerven